Halbjahreszeugnis – Was sagen die Zeugnisnoten aus?

Das Halbjahreszeugnis steht vor der Tür und lässt in manchen Familien den Haussegen schief hängen.

Damit Sie besser durchschauen, was hinter den Noten steckt, hier einige Beobachtungen aus meiner langjährigen Tätigkeit als Lehrerin.

Wenn ich mir das Halbjahrzeugnis und die Noten meiner Schüler anschaue, dann kann ich einige Schlüsse daraus ziehen.

Halbjahreszeugnis verstehen

 

 

Eine „5“ heißt für mich erst einmal, dass der Schüler oder die Schülerin in diesem Fach Probleme hat, weil er oder sie entweder nicht verstanden hat, worum es geht,

oder Schwächen darin hat, das Wissen in Klassenarbeiten umzusetzen.

In Englisch zum Beispiel zeigt mir die Note „mangelhaft“, dass ein Schüler die Grundkenntnisse nicht beherrscht. Oft gibt es schwere Lücken in der englischen Grammatik.

Hier ist es nötig, das wir gemeinsam noch einmal alle englischen Zeiten durchgehen und anhand vieler Beispiele die richtige Anwendung vertiefen.

Eine „4“ oder schlechter in einem rein mündlichen Fach ist immer auf zu wenig mündliche Mitarbeit zurückzuführen.

Wenn Ihr Kind also in Religion oder Biologie eine eher schlechte Note hat, üben wir gemeinsam das freie Sprechen.

Oft haben nämlich stille Schüler viel Wissen, weil sie mehr zuhören als aufgeweckte Kinder.

Ihnen fehlt es aber an Selbstbewusstsein, das sie aber genauso lernen können, wie Fachwissen.

Schlechte Noten in einem Fach sind zwar immer ein Warnzeichen, doch sie bedeuten nicht, dass keine Hoffnung auf Verbesserung besteht.

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Das nächste Halbjahrzeugnis verbessern mit diesen Maßnahmen

Manchen Schülern, die vor jeder Klassenarbeit lernen und trotzdem keine gute Noten schreiben, fehlt häufig die Bestätigung durch einen Dritten, dass die Aufgaben tatsächlich richtig gelöst sind.

Hier können die Eltern und natürlich ein Lerncoach diese Schüler motivieren und gezielt fördern.

Andere Schüler brauchen oft nur jemanden, der ihnen die richtigen Aufgaben gibt und sie auf den richtigen Lösungsweg führt.

Hier hilft ein „Lernlotse“, an den die Schüler sich mit Fragen wenden können.

Aber auch gute Noten  lassen sich stabilisieren und verbessern.

Besonders wichtig ist das, wenn das nächste Zeugnis das Bewerbungszeugnis sein wird.

Ein „gut“ in Deutsch auf dem Abschlusszeugnis kann Ihrem Kind mehr Türen öffnen als ein „befriedigend“.

Meine Aufgabe als Lernlotse ist es, meine Schüler zu motivieren, immer noch ein bisschen mehr zu geben und sich nicht auf einer „guten Note“ auszuruhen.