Wie du ein besserer Schüler werden kannst? – Schau dir ab, was gute Schüler anders machen

Oft werde ich von meinen Schülern gefragt, wie man denn eigentlich ein „guter Schüler“ wird. Was genau muss man tun, um einer zu werden? Welche Schritte muss man gehen? Oder wie muss man sein?
 
Abgesehen davon, dass es dafür leider kein Patentrezept gibt, kann ich zumindest durch Beobachtung erkennen, was Schüler, die gute Noten schreiben und scheinbar problemlos durch die Schule kommen, anders machen.
 
Vielleicht ist der eine oder andere Tipp für euch dabei. Denn auch durch Nachahmung kann man Erfolg haben!
 
Gute Schüler sind interessiert. Sie bleiben auch dann interessiert, wenn ein Thema sie eigentlich nicht interessiert. Sie haben aber gelernt, ihr „keine Lust darauf haben“ soweit zu verdrängen, dass sie immer wieder für sich einige interessante Details in einem Themengebiet finden können. Und sobald das Interesse geweckt ist, kommt alles andere fast von alleine!
 
Gute Schüler hören gut zu. So banal das auch klingen mag, nur durch das genaue Aufnehmen von dem, was ein anderer sagt – in diesem Fall ein Lehrer – versteht man den Inhalt. Manch anderer Schüler schaltet nämlich vorher mangels Interesse oder Ablenkung ab, oder meint gar, schon alles zu wissen.
 
Gute Schüler nehmen jede gestellte Aufgabe ernst und geben immer ihr ganzes Können hinein. Von solchen Schülern kann man sich abschauen, dass es gleich wichtig ist, ob man eine Analyse in Deutsch schreiben, oder den Aufbau der Haut beschreiben soll. Manche weniger gute Schüler geben immer nur dann ihr Bestes, wenn sie es „leicht“ finden oder vielleicht den Lehrer ganz besonders mögen. So pflegen und hegen sie oft das Bild von sich, dass ihnen zum Beispiel Physik nicht liegt. Das ist aber nur deswegen so, weil sie meinen, Physik eh nie zu brauchen bzw. „der Lehrer den Unterricht immer so langweilig abhält“.
 
Gute Schüler bringen konstant gute Leistungen. Wenn ein neues Schuljahr beginnt, verlässt sich die Mehrzahl der eher durchschnittlichen Schüler darauf, dass das Schuljahr wieder ewig lang wird. Und so wird mit dem Hausaufgaben erledigen, dem Vokabel lernen oder der Konzentration auf den Unterricht zu lange gewartet. Und außerdem schreibt man ja eh keine Arbeit oder „erst in drei Wochen“. Doch eh man sich versieht, steht dieser Tag vor der Tür und man stellt fest, dass man bisher eigentlich gar nichts mitbekommen hat. Dementsprechend schlecht fällt die Arbeit aus. Aber die nächste wird bestimmt besser!  Nur dass viele Schüler dann überhaupt nicht mehr den Anschluss schaffen, weil einfach zu viel aufeinander aufbaut und die Zeit fehlt, um die letzten zwei Monate nachzuarbeiten. Fehlt der Unterbau, stürzt jedes (Wissens-) Gebäude halt immer sofort ein.
 
Gute Schüler orientieren sich „nach oben“ und nie „nach unten“. Was meine ich damit? Vielleicht kennst du das von dir selber, dass deine Entschuldigung für deine eigene schlechte Note die ist, dass dein Sitznachbar ja noch viel schlechter abgeschnitten hat und dass überhaupt die Arbeit „total schlecht“ ausgefallen ist. Das heißt, du schaust auf die, die noch weniger Ahnung haben als du. Besser wäre es, wenn du nach denen schielst, die besser in der Schule sind, denn nur die können in schulischer Hinsicht Vorbild für dich sein und nicht diejenigen, die „keinen Bock“ haben und eh Schule, Lernen und Wissen als überflüssig ansehen. Welches Vorbild du dir wählst, ist ganz entscheidend für deine Persönlichkeit!
 
Gute Schüler wissen, dass sie für sich selber lernen. Das, was du dir in den 10, 11, 12 oder 13 Schuljahren an Wissen aneignest, wird das sein, auf das du aufbauen kannst, um einen Beruf zu erlernen und Arbeitgeber für dich zu begeistern und dich einzustellen. Durchschnittliche Schüler tun sich auch deswegen mit der Motivation schwer, weil sie den falschen Glauben haben, für andere lernen zu müssen, meistens, wie sie meinen, für die Eltern und die Lehrer. Tatsächlich lernst du nur für dich! Und je mehr du lernst, abspeicherst und in Zusammenhänge bringen kannst, desto wertvoller wirst du für zukünftige Arbeitgeber oder für deine mögliche Selbstständigkeit sein.
 
Wirklich gute Nachhilfelehrer coachen ihre Schüler übrigens aus darin, wie sie ein besseres Selbstbild entwickeln!