Deutsch

Einen Sachtext zusammenfassen: Mit diesen Tipps schaffst du das leicht

Einen Sachtext zusammenfassen übst du im Deutschunterricht.

Auch Texte in Geschichte, Biologie oder Erdkunde sollst du öfter zusammenfassen.

Die Aufgabenstellung heißt dann:

„Lies den Text sorgfältig, unterstreiche wichtige Textpassagen und fasse die wichtigsten Textinhalte zusammen.“

 

Viele Schüler wissen nicht, was das Wichtigste in einem Text ist. Aus lauter Verzweiflung unterstreichen sie dann den gesamten Text.

Sachtext zusammenfassen, Tipps

Das zeigt:

a) dass sie nicht wissen, wie sie die wichtigsten Inhalte herausfiltern oder
b) dass sie den Text überhaupt nicht verstanden haben.

Damit du einen Sachtext zusammenfassen kannst, hier meine besten Tipps

An erster Stelle steht, dass du jeden Text umso besser verstehst, merkst und wiedergeben kannst, je aktiver du dich damit befasst hast.

Es reicht bei weitem nicht, einen Text passiv zu lesen und zu hoffen, dass du dir den Inhalt irgendwie merken wirst.

Wichtig sind drei Schritte:

  • konzentriertes Lesen ohne Ablenkung
  • selbständiges Wiedergeben des Gelesenen aus dem Kopf
  •  Kontrolle des Wiedergegebenen mit dem Originaltext

 

So gehst du konkret vor, wenn du einen Sachtext zusammenfassen willst

  • Lies konzentriert, lass deine Gedanken nicht abschweifen und schau, dass du den Inhalt schon beim ersten Lesen verstehst.
    Frage dich: Worüber schreibt der Autor ganz konkret? Dabei hilft es, wenn du dir nach dem Lesen den Inhalt kurz mündlich in eigenen Worten wiedergibst.
  • Im zweiten Schritt schreibst du dir die W-Fragen auf:
  • Wer?
  • Wie?
  • Was?
  • Warum?
  • Wann?
  • Wo?
  • Mit welchen Folgen?

Finde die Beantwortung auf diese Fragen im Text und unterstreiche dort die Antwort.

Nicht immer kannst du alle Fragen beantworten, weil die Informationen im Text fehlen.

Strukturiere dann den Text, in dem du ihn grob in Einleitung, Hauptteil, Schluss teilst.

Jetzt kannst du, wenn gefordert, den Sachtext schriftlich zusammenfassen.

So gliederst du einen Sachtext

Einleitung 

  • Titel des Sachtextes
  • Autor
  • Erscheinungsdatum
  • das Medium (Zeitung, Magazin, Internetseite)
  • Thema des Ausgangstextes

Hauptteil

  • Hier beantwortest du die bereits gefundenen W-Fragen. Achte darauf, den Text mit deinen eigenen Worten wiederzugeben und schreibe nicht ganze Passagen ab.
  • Halte die Reihenfolge des Ausgangstextes ein.
  • Schreibe im Präsens, außer, wenn es sich um einen Geschichtstext handelt. Dann schreibe im Präteritum. Verzichte unbedingt auf deine eigene Meinung.

Schluss

  •  Hier kannst du noch einmal kurz sagen, worum es in dem Text geht.
    Du kannst aber auch kurz begründen, warum dir der vorliegende Text gefallen hat bzw. was du daran auszusetzen hast.

Am besten wäre es, wenn du zum Abschluss deinen gesamten Text einem anderen vorliest.

Wenn derjenige alles versteht, ohne den Ausgangstext zu lesen, hast du alles richtig gemacht!

Super!

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Den richtigen deutschen Artikel finden: Diese Tipps und Regeln helfen dir

Den richtigen deutschen Artikel finden bereitet dir manchmal Probleme?

Dann bist du hier richtig!

Mit meinen Tipps und Regeln immer den richtigen deutschen Artikel finden.

 

Sicher weißt du, dass es im Deutschen drei Artikel (=Begleiter) gibt:

  • männlich/ Maskulinum
    Der Artikel lautet “ der „: der Mann
  • weiblich/ Femininum
    Der Artikel lautet “ die „: die Frau
  • neutral/ Neutrum
    Der Artikel lautet “ das „: das Kind
    den richtigen deutschen Artikel finden

    Den richtigen deutschen Artikel finden mit diesen Regeln:

1.) Das Geschlecht bestimmt den Artikel

Sprechen wir über eine männliche Person, bekommt sie immer den Artikel „der“.

Sprechen wir über eine eine weibliche Person, bekommt sie immer den Artikel „die“.

Beispiele:

a) maskulin
der Mann, der Schüler, der Student, der Lehrer, der Vater, der Arzt, der Techniker

b) feminin
die Frau, die Schülerin, die Studentin, die Lehrerin, die Mutter, die Technikerin

2.) Nachsilben bestimmen den Artikel

Den richtigen Begleiter kann man bei einigen Nomen an den sogenannten Nachsilben erkennen.

2a) Nomen sind bei folgenden Endungen neutral (Artikel „das“):

-chen (Diminutive: -chen und -lein macht alles klein)
– Kindchen, Kätzchen, Häschen, Zettelchen, Mädchen, Schätzchen, Tellerchen

-lein
– Bächlein, Fräulein, Häuslein, Büchlein, Strümpflein, Tischlein

-ment
– Argument, Dokument, Moment, Instrument, Medikament, Sortiment

-tum
– Brauchtum, Christentum, Eigentum (Ausnahmen: der Irrtum, der Reichtum)

-um
– Datum, Publikum, Irrtum, Universum

2b) bei folgenden Endungen sind die Substantive feminin (Femininum = die):

-anz
Akzeptanz, Arroganz, Bilanz, Distanz, Toleranz

-ei
Bäckerei, Bücherei, Druckerei, Metzgerei, Malerei, Fliegerei, Schlägerei

-enz
Existenz, Intelligenz, Konferenz, Prominenz, Differenz

-heit
Anwesenheit, Freiheit, Gesundheit, Krankheit, Sicherheit, Vergangenheit, Wahrheit

-ie
Familie, Energie, Fotografie, Strategie, Kopie, Studie

-keit
Möglichkeit, Einsamkeit, Geschwindigkeit, Schwierigkeit, Müdigkeit, Sauberkeit

-ik
Fabrik, Kritik, Politik, Musik, Technik

-in (u.a. weibliche Berufsbezeichnungen)
Anwältin, Beamtin, Königin, Lehrerin, Studentin, Engländerin

-ion

Aktion, Diskussion, Information, Kombination, Portion, Produktion, Vollpension, Religion

-ität
Aggressivität, Aktivität, Objektivität, Passivität, Stabilität

-schaft

Feindschaft, Freundschaft, Belegschaft, Verwandtschaft, Meisterschaft, Partnerschaft,

-ung

Ahnung, Endung, Entfernung, Stimmung, Hoffnung, Rettung, Zeitung

-ur

Agentur, Diktatur, Natur, Struktur, Reperatur, Tastatur, Zensur

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2c) bei folgenden Endungen sind die Substantive maskulin (Maskulinum = der):

-ant

Immigrant, Fabrikant, Lieferant, Mandant, Restaurant, Spekulant

-ent

Advent, Agent, Experiment, Sortiment, Argument, Patient, Präsident, Student

-ich

Stich, Kranich, Pfirsich, Teppich

-ling

Feigling, Lehrling, Schmetterling, Zwilling

-ismus

Alkoholismus, Fanatismus, Faschismus, Rassismus, Realismus, Tourismus

-ist

Artist, Jurist, Journalist, Optimist, Pessimist, Lagerist, Tourist

-or

Autor, Direktor, Doktor, Gladiator, Humor, Monitor, Motor, Reaktor

3) Die besondere Bedeutung eines Wortes bestimmt den Artikel

3a) Folgende Nomen sind immer maskulin („der“):

  • Tageszeiten
    Jahreszeiten
    Monate
    Wochentage
    (Ausnahmen: die Nacht, die Mitternacht)
  • Himmelsrichtungen
    Süden, Westen, Norden, Osten, Südwesten, Nordosten
    Wetter, Niederschläge
    Föhn, Hagel, Hurrikan, Monsun, Nebel, Regen, Schnee, Tornado, Wind
    (Ausnahmen: das Eis, die Hitze, die Kälte, die Wolke)
  • alkoholische Getränke
    Cognac, Likör, Punsch, Rum, Schnaps, Sekt, Tequila, Wein, Wodka
    (Ausnahme: das Bier)
  • Automarken
    Opel, Rolls Royce, Ford, Mercedes, Toyota, VW

3b) Folgende Nomen sind immer feminin („die“)

  • Motorradnamen
    BMW, Honda, Kawasaki, Yamaha
  • Schiffsnamen
    MS Deutschland, Auqa Duck, Titanic, Queen Elizabeth
  • Zigarettennamen
    Camel, HB, Lord Extra, Marlboro
  • Substantivierte Zahlen
    Eins, Zwei, Zwanzig, Hundert, Tausend, Million, Milliarde, Billion

3c) Folgende Nomen sind immer neutral („das“)

  • Farbnamen
    Blau, Grau, Orange, Rot, Schwarz, Weiß
  • Substantivierte Verben
    Lesen, Schreiben, Lernen, Unternehmen, Gehen

12 deutsche Redewendungen, die du kennen solltest

Deutsche Redewendungen oder Redensarten sind vielen zwar bekannt.

Aber meistens weißt du gar nicht, was genau du darunter verstehen sollst – was dir die einzelne Redensart sagen soll.

Redewendungen haben den Zweck, dir einen Sachverhalt, der vielleicht kompliziert oder schwierig zu erklären ist, anschaulich und knapp zu beschreiben.

deutsche Redensarten verstehen

 

Deutsche Redewendungen „malen“ mit Worten und lassen ein Bild in deinem Kopf entstehen, das du dir gut merken kannst.

Was „siehst“ du bei dieser Redensart vor dir?

Die Katzen pfeifen es von den Dächern.

Lustig, oder?

Meistens verbergen sich hinter den feststehenden deutschen Redensarten ganz bestimmte Lebenserfahrungen.

Diese nennt man in der Fabel die Lehre bzw. die Moral (der Geschichte).

In der Tabelle gebe ich dir einen Überblick über 12 deutsche Redewendungen, die du kennen solltest und erkläre, was genau sie bedeuten.

12 deutsche Redewendungen und ihre Bedeutung:

 

Redewendung Bedeutung
Der frühe Vogel fängt den Wurm. Je früher du dich um eine Sache bemühst, desto größer sind deine Chancen, dass du sie auch bekommst.
Jemand einen Bären aufbinden. Du erzählst (im Scherz) eine Lügengeschichte.
Reden ist Silber, Schweigen ist Gold. Manchmal ist es sinnvoller, wenn du schweigst und nichts sagst, als zu viel zu sagen.
Wer anderen eine Grube gräbt, fällt selbst hinein. Wenn du andere in Gefahr bringen oder bloßstellen willst, fällt das auf dich selber zurück und du bist am Ende der Verlierer.
Wer A sagt, muss auch B sagen. Wenn du etwas versprochen hast, musst du es auch halten.
Wer eine Sache angefangen hat, muss sie auch zu Ende bringen.
Wenn zwei sich streiten, freut sich der Dritte. Du bist nicht am Streit von anderen beteiligt, doch du hast den Vorteil aus deren Streit.
Etwas auf die lange Bank schieben. Du schiebst eine (unangenehme) Sache immer weiter auf und willst sie nicht erledigen.
Hochmut kommt vor dem Fall. Wenn du arrogant bist und meinst, alles besser zu können, wirst du wahrscheinlich scheitern.
Wer zuletzt lacht, lacht am besten. Deine Freude ist dann am größten, wenn du über jemanden siegen kannst, der vorher meinte, das sei nicht möglich.
Lieber den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach. Lieber dir etwas nehmen, was du sofort haben kannst, als darauf zu hoffen, dass du etwas Besseres bekommst und was dann vielleicht nicht eintritt.
Wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Du brauchst Mut, um etwas Neues anzufangen. Du musst bereit sein, deinen Einsatz zu bringen, sonnst kannst du nicht gewinnen.
Geteilte Freude ist doppelte Freude. Wenn sich andere mit dir über etwas freuen können, ist es schöner, als wenn du dich alleine freust (und nichts abgibst).

 

Das schreibt man jetzt groß! – Regeln zur Nominalisierung

Nominalisierung ist gar nicht so schwer, wenn du die folgenden Regeln kennst und anwendest.

In der Grundschule bringen dir Lehrer oft mühsam bei, dass man alle Nomen mit einem großen Buchstaben schreibt und alle Verben und Adjektive mit einem kleinen Buchstaben.

Ab etwa der 6. Klasse gilt diese Regel dann nicht mehr immer.

Jetzt lernst du nämlich, dass unter bestimmten Voraussetzungen Verben und Adjektive nun doch auch groß geschrieben werden müssen:

Das nennt der Lehrer Nominalisierung.

 

Wenn dich das verwirrt, dann lass dir sagen, dass es nicht nur dir so geht.

Nominalisierung

Aber diese neuen Regeln sind gar nicht so schwer. 😉

Hier findest du meine schnellen Tipps zur Nominalisierung

1.  Verben schreibst du groß:

  • wenn vor dem Verb eines dieser Wörter steht:

beim/ zum/ vor dem/ nach dem/ für das/ mit dem

Beispiel:

Nach dem Essen bezahlten wir schnell.

  • wenn vor dem Verb ein Artikel steht:

Beispiel:

Das Baden tat mir gut.

Ein Rufen weckte sie.

  • wenn vor dem Verb ein Pronomen steht:

Beispiel:

Wir ärgerten uns über sein Lachen.

Niemand hörte unser Rufen.

2. Adjektive schreibst du groß:

  • wenn vor dem Adjektiv eines dieser Wörter steht:

alles/ nichts/ etwas/ wenig/ viel/ sehr/ manches/ allerlei

Beispiel:

Wir hatten viel Schönes erlebt.

  • wenn vor dem Adjektiv ein Artikel steht

Beispiel:

Jeder konnte das Gute in ihr erkennen.

  • wenn vor dem Adjektiv ein hinweisendes Pronomen steht.

Beispiel:

Gib mir bitte dieses Rot.

  • wenn vor dem Adjektiv ein besitzanzeigendes Pronomen steht.

Beispiel:

Das ist unser Kleiner.

Einfach oder doppelt? – Regeln zum Schreiben von Doppelkonsonanten

Doppelkonsonanten schreiben oder doch nur einen Mitlaut? Ist das für dich ein Problem?

Es gibt dazu einige Regeln, die du dir ganz leicht merken kannst.

Lass uns zuerst klar stellen, was Konsonanten sind:

 

Doppelkonsonanten schreiben

Konsonanten heißen auch Mitlaute und sind alle Buchstaben außer:

„a, e, i, o, u/ ä, ö, ü/ ai, ei/ au/ ie“.

Diese Buchstaben heißen Vokale (=Selbstlaute).

  • Regel 1: Doppelkonsonanten folgen immer nur auf kurze Vokale.
    Beispiel:
    flimmern, Motte, schaffen, Schutt, Mutter

  • Regel 2: Die Doppelvokale „aa, ee, oo“ werden immer lang gesprochen, deswegen schreibst du danach auch nur einen Mitlaut.
    Beispiel:
    Waage, Meer, Moos
  • Regel 3: Ein Dehnungs-h dehnt den Vokal. Man findet es nur in Wörtern mit langen Vokalen. Danach schreibst du einen einfachen Konsonant.
    Beispiel:
    Mahlzeit, Kohle, Ruhe, mehr

  • Regel 4: „au, äu, eu, ei, ai, ie“ sind immer lang. Danach darf deswegen immer nur ein einfacher Konsonant kommen.
    Beispiel:
    Maus, Bäume, biegenMerke:Verdoppeln kannst du nur diese Konsonanten:
    b, d, f, g, l, m, n, p, r, s, t,

 

Extra Tipp, wie du Doppelkonsonanten deutlich hörst:

Wenn du nicht genau weißt, ob ein Mitlaut verdoppelt wird oder nicht,

dann nimm dir die Verlängerungsregel zur Hilfe.

Beispiel:

Schreibst du “ er hoft“ oder „er hofft“?

Prüfe das, indem du die Grundform der Verbs nimmst und das Wort in Silben zerlegst:

hof – fen

So hörst du die Doppelkonsonanten „f“ ganz deutlich und weißt, dass „er hofft“ richtig ist.

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Adverbiale Nebensätze – So erkennst du sie sicher

Adverbiale Nebensätze sprichst du täglich, wusstest du das?

Du wusstest vielleicht bisher nur nicht, dass es für diese Sätze eine grammatische Zuordnung gibt.

Ganz sicher hast du schon mal diesen oder einen ähnlichen Satz selber gesagt oder gehört:

 

  • „Morgen habe ich keine Zeit, weil ich noch viele Hausaufgaben machen muss.

Oder:

  • Damit du dir das merkst, musst du noch eine Menge üben.“

An diesen Sätzen ist nichts geheimnisvoll.

adverbiale Nebensätze erkennen

Außer dass man sie grammatisch als adverbiale Nebensätze bestimmt (markiert in rot).

Die Sätze im Beispiel teilen sich in einen Hauptsatz und in einen Nebensatz. Sie sind durch ein Komma getrennt.

Die Nebensätze hier heißen adverbiale Nebensätze.

Merke:

  • Den Nebensatz erkennst du an dem Bindewort, das hier eine adverbiale Bestimmung ist

und daran

  • dass das Verb am Ende des Nebensatzes steht (markiert in blau).

Die Bindewörter (=Konjunktionen) bestimmen, um welche Art von adverbialen Nebensatz es sich handelt.

Formen der adverbialen Nebensätze:

  • Konditionalsatz
  • Temporalsatz
  • Konzessivsatz
  • Kausalsatz
  • Finalsatz
  • Konsekutivsatz
  • Modalsatz
  • Adversativsatz
  • Proportionalsatz
  • Komparativsatz

Mit den adverbialen Nebensätzen schaffst du logische Verbindungen zwischen dem Hauptsatz und dem Nebensatz.

Solche logischen Verknüpfungen solltest du besonders oft und bewusst in Inhaltsangaben, Vorgangsbeschreibungen, Berichten, und Erzählungen einfügen.

Beispiel:

„Obwohl der Erzähler nicht wissen kann, was die Frau denkt, unterstellt er ihr bestimmte Vorsätze.“ (Konzessivsatz)

Wenn du den Nebensatz in einem Text bestimmen musst, suchst du das Bindewort und entscheidest anhand der folgenden Infografik, um welchen adverbialen Nebensatz es sich handelt.

Eigentlich doch ganz einfach, oder?

Und nun viel Erfolg beim Üben und in der nächsten Klassenarbeit!

Adverbiale NebensätzeQuelle

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Nominalisierung: Diese wichtigen Regeln musst du kennen

Nominalisierung? Was heißt das eigentlich?

In der Grundschule bringen wir euch Schülern bei, dass ihr alle Nomen mit einem großen Buchstaben schreibt und alle Verben und Adjektive mit einem kleinen Buchstaben.

Ab etwa der 6. Klasse lernst du, dass man unter bestimmten Voraussetzungen Verben und Adjektive manchmal groß schreiben muss, nämlich dann, wenn sie zu einem Nomen werden.

Das nennt man dann Nominalisierung.

Nominalisierung Regeln

 

Damit du dich leichter zurecht findest, kannst du dir die Regeln zur Nominalisierung so merken:

1. Nominalisierung von Verben

Unter diesen Voraussetzungen werden Verben groß geschrieben:

  • wenn vor dem Verb:
    beim
    zum
    vor dem
    nach dem
    für das
    mit dem
    steht
    Beispiel: Mit dem Lernen klappt es schon gut.
  • nach einem Artikel:

Dein Schreien hat mich geweckt.
Ein Betreten des Rasens ist verboten.

  • nach einem Pronomen:

Wir ärgerten uns über dein Vergessen.
Unser Backen hat mir Spaß gemacht.

2. Nominalierung von Adjektiven

Unter diesen Voraussetzungen werden Adjektive groß geschrieben:

  • wenn davor:
    alles
    nichts
    etwas
    wenig
    viel
    sehr
    manches
    allerlei
    steht
    Beispiel: Wir konnten allerlei Wertvolles sammeln.
  • nach einem (versteckten) Artikel

Jeder konnte das Gute in ihr erkennen.

  • nach einem hinweisenden Pronomen

Lass mich dir dieses Rot geben.

  • nach einem besitzanzeigenden Pronomen

Das ist unser Kleiner.

Der Besuch der alten Dame: Charakterisierung von Claire Zachanassian

Der Besuch der alten Dame von Friedrich Dürrenmatt steht gerne auf dem Leseplan in der Mittelstufe.

Oft musst du eine der Figuren charakterisieren, besonders gerne Claire.

„Ich hab keine Ahnung, wie ich anfangen soll und was in meinen Text muss“, höre ich von Schülern oft.

Wenn es dir auch so geht, kannst du die Liste zu Claires Aussehen und Charakter nutzen, die ich dir unten zur Verfügung stelle.

Der Besuch der alten Dame, Claire Zachanassian

 

Charakterisierung von Claire


Äußere Erscheinung:

rothaarig, Perlenhalsband, riesige goldene Armringeaufgedonnert („unmöglich“)
Dame von Welt
seltsame Grazie, trotz grotesker Züge
Bein- und Armprothesen

Sozialer Status:

 

ehemals Dirne; jetzt ungeheuer reich
verkehrt mit den Mächtigen (vgl. Sänfte als Symbol des Machtmissbrauchs und der Machtausübung)
Gesetze und Gerichtsurteile schränken ihre Handlungsfreiheit nicht ein (vgl. Gangster in Gefolge)
ihr gehört die Welt

Eigenschaften:

 

nicht umzubringen
humorvoll
hoher Männerverbrauch
zynisch, unsentimental, skrupellos
grausam, rachsüchtig, nachtragend
stellt Versuchung für Güllener dar (Verrat moralischer Werte)

Verhaltensweisen:

 

Persönlichkeitsverachtung, erotische Freizügigkeit, Anstiftung zu Gräueltaten, zum Mord
raucht Zigarren, großspurig, befehlend, abkanzelnd, männlich machohaft
zwingt anderen ihre Bedingungen auf, will Gerechtigkeit kaufen, löst alles mit Geld
setzt Ordnung und Zeit außer Kraft
hebt Naturgesetze auf
enthüllt Lügen und Disharmonien

Bücher, die dir weiterhelfen:

Hilfen zur Interpretation von „Der Besuch der alten Dame“ *

Ihre Begleitung:

keine Individualität aber: Nobelpreisträger, Mörder, Meineidige, Richter
entmannt, geblendet
willenlose, gekaufte Marionetten
austauschbar

Sprache:

skelletiert, einfach, spricht in Befehlston
entlarvend gegenüber Güllenern (Sprachkritik, Ironie)
Sprache ist reduziert, viele Ellipsen, Parataxen
kein sprachlicher Schmuck, keine Überredungsstrategien, keine Schmeicheleien
Sachlichkeit, Informationsvermittlung stehen im Mittelpunkt
brutale Direktheit, Anweisungen, Befehle
Lob für missglückte Bemühungen der Güllener (Komik, da unangemessen; leicht zu durchschauender Versuch der Vereinnahmung)
Konfrontation der Beschönigungen,
Lügen mit Tatsachen
Barbarismen
Kritik an Klischees und falschem Pathos
Ironie, Sarkasmus, Zynismus

Zusammenfassung der Merkmale von Claire:

Sammelsurium kaum vereinbarer Eigenschaften und Merkmale, bewusst gesuchte Auffälligkeiten bzw. Abnormität („Groteske“)

keine „realistische“ Figur, entsteht aus dem „Akt der Parodie“, ist eher „Kunstfigur“

trägt hexenhaft-animalische sowie sinnlos-absurde Züge

allmächtiges Wesen (göttliche Züge)

setzt mit Geld gnadenlos ihre Interessen durch (mit Geld kann man alles kaufen)

instrumentalisiert und zerstört Menschen, spielt mit diesen

unterwirft sich die Menschen unterschiedslos (Nivellierung sozialer Stellungen)

erscheint unangreifbar

 

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Funktion der Figur der alten Dame im Drama

a) für die Handlung des Stücks:
sie stellt einen „Einfall“ in die Normalität dar
setzt Ordnung und Zeit außer Kraft
erschüttert die Sicherheit der Kleinstädter
zerstört die Scheinordnung des Empfangstheaters
gibt dem Zufall Raum
zersetzt die Illusionen der Güllener durch Konfrontation mit der Vergangenheit
Desillusionierung der Güllener
ihre Ankunft stellt eine Zäsur im Bewusstsein der Güllener dar
Handlung, die als Komödie begann, schlägt ins Groteske um
b) für den Zuschauer
Verwirrung, Unverständnis,
Verlust von Deutungsweisen
Erschütterung der Weltorientierung : Welt erscheint fremd, unheimlich
Grauen und Bedrohung (Erschütterung) vs. Lachen und kritischer Distanz
Claire als Medium der Gesellschaftskritik (Verhalten der Güllener)