Deutsch

Doppelkonsonanten: Zwei Regeln, die du dir leicht merken kannst

Doppelkonsonanten schreiben oder doch nicht? Damit tun sich viele von euch schwer.

Es gibt zwei einfache Regeln, die du dir schnell merken kannst. Dann weißt du immer, ob du einen Mitlaut einfach oder doppelt schreibst.

Bevor wir loslegen, lass uns folgendes klären:

Vokale sind diese 5 Buchstaben a – e – i – o – u

Konsonanten (=Mitlaute) sind alle anderen Buchstaben.

Doppelkonsonanten schreiben

 

Jedes Wort hat mindestens einen Vokal/ Selbstlaut.

Vokale kann man entweder kurz aussprechen oder lang.

Sprich mal laut folgende Wörter nach:

Tasse -Bett – Bitte – Ofen – Hut

Na, hast du den Unterschied gehört?

In den drei ersten Wörtern hörst du den Vokal kurz; in den beiden letzten lang.

Zwei Regeln für Doppelkonsonanten

 

1.)

Hörst du den ersten Vokal im Wort kurz, dann schreibst du den nachfolgenden Mitlaut/ Konsonant doppelt.

Beispiel:

rennen – betteln – Mappe – wetten – bitten – Futter – voll

2.)

Hörst du den ersten Vokal im Wort lang, dann schreibst du den nachfolgenden Mitlaut nur einmal.

Beispiel:

Rad – legen -schön – kam – Dose – mögen – Mode – haben – Sieger

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Deutsche Wortarten: Die 10 deutschen Wortarten im Überblick

Deutsche Wortarten bestimmen ist leicht, wenn du die zehn wichtigsten deutschen Wortarten kennst.

In jedem Satz kannst du anschließend die einzelnen Wortarten erkennen. Dabei erkennst du auch, ob es Wortarten sind, die unverändert sind oder solche, die sich verändern.

Die 10 deutschen Wortarten

  1. Adverb
  2. Interjektion
  3. Präposition
  4. Konjunktion
  5. Verb
  6. Adjektiv
  7. Artikel
  8. Nomen
  9. Numerale
  10. Pronomen

deutsche Wortarten erkennen

Es gibt 4 deutsche Wortarten, die sich nicht verändern:

  • Adverb
  • Interjektion
  • Präposition
  • Konjunktion

Es gibt 6 deutsche Wortarten, die sich verändern:

Diese Wortarten werden dekliniert, konjugiert oder gesteigert.

  • Verb
  • Adjektiv
  • Artikel
  • Nomen
  • Numerale
  • Pronomen

Schaue dir jetzt die einzelnen Wortarten genauer an, damit du sie sicher bestimmst.

Unveränderliche Wortarten

Adverbien

Adverbien nennt man auch Umstandswörter.
Sie geben Antwort auf die Frage:

  • Wann? Wo? Wohin? Woher? Warum?

Du unterscheidest sie nach:

  • lokal (Zeit): Wo? – Beispiel: „unten, hinten, hier…“
  • temporal (Ort) : Wann? – Beispiel „morgen, mittags, bald…“
  • modal (Art und Weise): Wie? – Beispiel „gerne, genauso, anders…“
  • kausal (Grund): Warum? – Beispiel „deshalb, vorsichtshalber, trotzdem …“

Interjektion

Interjektionen nennt man auch Ausrufewörter.

Es gibt nicht viele Interjektionen, zum Beispiel:

„Hallo!“, „Autsch!“, „Hui!“

Präposition

Präpositionen nennt man auch Verhältniswörter, weil sie ein Verhältnis zwischen Personen und/ oder Sachen ausdrücken.

Beispiele: „auf, zwischen, neben, unter, jenseits…“

Konjunktion

Konjunktionen nennt man auch Bindewörter, da sie einen Hauptsatz mit einem zweiten Hauptsatz oder mit einem Nebensatz verbinden.

Beispiele: „weil, als, und, obwohl, nachdem …“

Veränderliche Wortarten:

Verben (konjugierbar)

Verben nennt man auch Tunwort oder Zeitwort, weil sie beschreiben, was eine Person oder eine Sache tut.

Verben enden in ihrer Grundform immer auf „-en“.

Man unterscheidet:

  • Vollverben, Beispiel „lachen, lesen, schwimmen …“
  •  Hilfsverben, Beispiel „sein, haben, werden … „
  • Modalverben, Beispiel „möchten, wollen, können, dürfen …“

Adjektive (deklinierbar, steigerbar)

Adjektive nennt man auch Eigenschafts- oder Wie-Wörter. Sie sagen dir, wie eine Person oder Sache ist.

Beispiele: „gut, reich, viel, jung, hübsch …“

Artikel (deklinierbar)

Artikel nennt man auch Begleiter eines Nomens.

  • Es gibt die bestimmten Artikel „der, die, das“ und
  • die unbestimmten Artikel „ein, eine“.

Nomen (deklinierbar)

Nomen nennt man auch Hauptwort, Namenwort oder Substantiv.

Wir unterscheiden

  • konkrete Nomen wie „Mensch, Katze, Tisch, Essen …“
  • und abstrakte Nomen wie „Liebe, Glück, Zeit, Kälte …“

Nomen schreiben wir im Deutschen immer groß.

Numerale (deklinierbar)

Numerale nennt man auch Zahlwörter, denn sie sagen dir, in welcher Anzahl etwas vorkommt.

  • Wir unterscheiden bestimmte Zahlwörter wie „eins, vier, tausend …“
  • und unbestimmte Zahlwörter wie „viel, etwas, einiges …“

Pronomen (deklinierbar)

Pronomen nennt man auch Fürwörter, weil sie für ein Nomen stehen.

Wir unterscheiden

  • Personalpronomen „ich, du, er …“
  • Reflexivpronomen „mich, dich, sich …“
  • Demonstrativpronomen „der, die, das – (betont und nicht Artikel!)“
  • Possessivpronomen „mein, dein, euer …“
  • Relativpronomen „welcher, jenes, der …“
  • Interrogativpronomen „Wohin? Welches? Wer? …“

Wer erzählt hier? – So erkennst du die Erzählperspektive in einem literarischen Werk

Jeder Text, den du liest, hat einen Erzähler, auch wenn dir das beim Lesen gar nicht immer richtig klar ist.

Der Erzähler ist derjenige, dessen Stimme durch den gesamten Text und durch die einzelnen Sätze scheint. Er – oder sie natürlich – erzählt dir die Geschichte, die du gerade liest. Er ist aber nicht der Autor!

Meistens bleibt die Perspektive in einem Roman gleich. Doch es kommt auch vor, dass der Erzähler wechselt, man spricht dann in der Fachsprache davon, dass sich die Erzählperspektive ändert. Du hast es dann mit verschiedenen „Geschichtenerzählern“ zu tun, was dazu führt, dass du ganz unterschiedliche Informationen bekommst.

film_camera

Wenn du aufgeforderst wirst, die Erzählperspektive eines literarischen Textes zu untersuchen, gibt es vier verschiedene Typen:

  • der auktoriale Erzähler
  • der personale Erzähler
  • der neutrale Erzähler
  • der Ich-Erzähler

Im folgenden Artikel gebe ich dir Hinweise, wodurch du die unterschiedlichen Erzählperspektiven erkennen kannst.

Merkmale des auktorialen Erzählers

Den auktorialen Erzähler erkennst du daran, dass er alles über das Geschehen und alle anderen Figuren in einem Text weiß. Man nennt ihn deswegen auch allwissend.

Er gibt dir Einsichten in das innere Erleben aller Charaktere, macht Rückblenden oder Vorausdeutungen und stellt dadurch Zusammenhänge her.

Der auktoriale Erzähler kommentiert und wertet sowohl über die Figuren wie über das Geschehen. Er weiß, weswegen eine Figur so handelt, wie sie handelt und weiß auch, was das für Auswirkungen haben wird.

Er gibt dir Hintergrundinformationen, die die einzelne Figur nicht haben kann und verhilft dir so ebenfalls dazu, mehr zu wissen, als die handelnden Personen.

Als Leser befindest du dich in einer „göttlichen“ Perspektive, eben weil du zusammen mit dem Erzähler allwissend bist. Du ahnst Gefahren voraus, weißt zu jeder Zeit, was die einzelnen Charaktere tun und denken und kannst so stark mitfiebern.

Merkmale des personalen Erzählers

Der personale Erzähler weiß nicht mehr, als was er aus seiner eigenen Perspektive erkennen und wissen kann. Das Geschehen wird also aus der Sicht einer einzelnen Figur erzählt, der sozusagen „die Kamera hält“. Das, was die Figur sieht und erlebt, sieht und erlebt auch der Leser.

Innerhalb eines Romans kann die personale Perspektive natürlich von einer Figur zur anderen wechseln. Das heißt, zunächst „hält Figur A die Kamera“; im nächsten Kapitel „hält Figur B die Kamera“. So erfährst du als Leser das Geschehen aus verschiedenen personalen Perspektiven und kannst so zu einem besseren Überblickswissen über das Geschehen gelangen.

Der personale Erzähler kann nur aus seiner Welt berichten und Rückblenden nur zu seiner eigenen Vergangenheit geben. Vorausschauungen sind ihm nicht möglich.

Als Leser wirst du nicht durch Kommentare eines übergeordneten Erzählers gesteuert und erhältst auch keine Hintergrundinformationen.

Merkmale des neutralen Erzählers

Der neutrale Erzähler hält sich aus allen Wertungen und Inneneinsichten einer Figur heraus und erzählt nur das, was im Außen wahrzunehmen ist.

Um beim Thema Film zu bleiben: Du kannst diesen Erzähltyp mit einem Film vergleichen, den du ohne Ton ansiehst.

Der Erzähler beschreibt nur, wie die einzelnen Figuren handeln und gibt keine Wertungen oder Kommentare ab, auch nicht zu einer einzelnen Figur.

Diese Perspektive lässt sich kaum durchgängig in einem Roman finden. Sie taucht häufig szenenartig auf, meistens in Form eines Gesprächs, in dem nur berichtet wird, was die Figuren sagen, ohne es zu bewerten, zum Beispiel mit kommentierenden Adjektiven.

Als Leser bleibt es dir selbst überlassen, das beschriebene Verhalten oder den Dialog in einen Gesamtzusammenhang zu bringen.

Merkmale des Ich-Erzählers

Der Ich-Erzähler ist am leichtesten zu identifizieren, denn er schreibt tatsächlich in der Ich-Form. Von diesem Erzähler erfahren wir nur Ereignisse und Gedanken, die er oder sie selber haben kann.

Der Ich-Erzähler bewertet und kommentiert zwar die Handlungen der anderen Figuren, aber er kann nicht wissen, was diese fühlen oder erleben, es sei denn, er ist dabei.

Der Ich-Erzähler kann durchaus allwissende Merkmale aufweisen, indem er beispielsweise eine Geschichte im Rückblick erzählt. Er weiß bereits zu Beginn, wie sich ein Geschehen entwickeln wird und kann sein Wissen dadurch im Laufe des Erzählens einstreuen.

Du als Leser bekommst das, was geschieht, nur so mit, wie es auch der Ich-Erzähler sieht und empfindet. Du wirst nur mit der Meinung dieser einen Figur konfrontiert.

Die Ich-Erzählung gibt dir nur eine sehr eingeschränkte und subjektive  Möglichkeit, das Geschehene nachzuvollziehen.

Zusammenfassung:

Die Erzählperspektive gibt Antwort auf die Frage:
„Was weiß der Erzähler über die anderen Charaktere und die Handlung?“

  • Der Erzähler kann entweder alles wissen
  • Er kann nur etwas über einzelne Figuren wissen
  • Er kann gar nichts wissen und betrachtet nur von außen

Innerhalb eines Werkes kann die Erzählperspektive wechseln. Dies gibt dir als Leser die Möglichkeit, ebenfalls andere Perspektiven einzunehmen und erweitert dein Wissen über das Gesamtgeschehen.

Wie schreibe ich eine Charakterisierung? – Wichtige Formulierungshilfen

In diesem zweiten Teil der kleinen Artikelserie:

Wie schreibe ich eine Charakterisierung?/ How to write a characterization?

gebe ich dir viele verschiedene Formulierungshilfen an die Hand, damit du nicht nur eine strukturierte, sondern auch eine vom Wortschatz her gute Leistung hinlegen kannst.

Die Liste bezieht sich zwar auf das Fach Englisch, kann aber leicht für jedes andere Fach übernommen werden.

1.) Phrases for Characterization

Another important fact is (that) …
Another significant aspect is…
From this one can conclude that …
However, even if x is… he/ she is …
It is quite apparent that …
Not only does x …., he/she also …
Proof of this can be found on page … when x….
Since x is portrayed as a …, x can be called a …
This behavior clearly indicates that x …
this is also the reason why (x can be summed up in)…
This is an example of …
This reveals that x …
this shows that x is….
This very feature becomes apparent in part ll…. when x …
To sum up… / Finally …
Without any doubt …

x also appears (to be) …
x is but a(n)…
x is described as…
x is portrayed as …
x likes to be…
x represents (the) …
x seems to be…

2. Also …

  • use connectives like: „since, when, moreover, besides, despite, thus…”
  • use lots of different adjectives to describe a person
  • know the difference between a flat and a round character

Wie schreibe ich eine Nacherzählung? – Strategien und Tipps

Schon in der Grundschule wirst du aufgefordert, eine Nacherzählung zu schreiben. Dabei liest dir deine Lehrerin oder dein Lehrer entweder einen Text vor, oder du bekommst einen Text vorgelegt, den du selber lesen sollst. Dann sollst du die Geschichte nacherzählen.

Was ist aber wichtig in einer Nacherzählung? Was genau sollst du wie schreiben? Und wie schaffst du es, eine gute Note in deiner Nacherzählung zu bekommen?

Wenn du die folgenden Tipps beachtest, wirst du bestimmt gut abschneiden.

Diese Schritte solltest du beim Schreiben einer Nacherzählung einhalten:

1) Stoffsammlung

  • Mache eine Stoffsammlung.
  • Schreibe zunächst ein Konzept.

2) Dies gehört in den Inhalt

  • Finde eine passende Überschrift.
  • Schreibe in deiner Nacherzählung alle wichtigen Erzählschritte auf.
  • Erfinde keine neuen Erzählschritte.
  • Erzähle die wichtigsten Stellen ausführlich.
  • Schreibe deine Nacherzählung anschaulich, lebendig und spannend.
  • Erzähle die Geschichte in eigenen Worten nach.

3) Aufbau

Behalte die Reihenfolge der Erzählschritte in der Geschichte bei.

4) So schreibst du deinen Text

  • Verwende abwechslungsreiche Worte.
  • Verbinde kurze Sätze mit verschiedenen Bindewörtern.
  • Schreibe ebenfalls abwechslungsreiche Satzanfänge.
  • Halte die Erzählform der Geschichte (Ich- oder Er-/Sie-Erzähler) ein.
  • Halte im gesamten Text die Zeitform der Verben der Geschichte ein (zum Beispiel nur Präsens oder nur Präteritum, kein Mischmasch!).
  • Achte auf die Regeln der deutschen Grammatik und des Satzbaues.
  • Beachte die Regeln der deutschen Rechtschreibung und Zeichensetzung.
  • Schreibe sauber und halte einen Rand ein.

Prüfe deinen Text mit Hilfe dieser Checkliste.
Lies deinen Text noch einmal durch, bevor du ihn abgibst!

Wann schreibe ich mit Bindestrich? – 5 schnelle Regeln

Im Folgenden gebe ich einen kurzen Überblick über eine kleine aber feine Rechtschreibregel: Wann schreibe ich mit Bindestrich?

Regel 1: Man setzt Bindestriche in Zusammensetzungen von ganzen Wörtern mit Einzelbuchstaben, Abkürzungen, Ziffern:

„i-Punkt, km-Zähler, 8-Pfünder“

Regel 2: Vor Suffixe (=angehängte Silben wie –lich, -fach, -ten) setzt man Bindestriche, wenn sie mit einem Einzelbuchstaben verbunden sind:

„zum x-ten Mal, o-förmig, die n-te Potenz“
Ausnahme: Das gilt nicht bei Zahlen oder mehreren Buchstaben:
„25stel, 8fach, SPDler“

Regel 3: Sind Aneinanderreihungen substantivisch gebraucht, setzt man Bindestriche:

„das Make-up, das Sowohl-als-auch“

Regel 4: Man setzt Bindestriche in mehrteiligen Zusammensetzungen, wenn die einzelnen Bestandteile wichtig sind:

„der dass-Satz, die Ich-Erzählung, der Trimm-dich-Pfad“

Regel 5: Man setzt Bindestriche, wenn die Zusammensetzung einen Eigennamen enthält:

Foto-Müller, Friedrich-Schiller-Gymnasium“

ebenso: „baden-württembergisch, st-gallisch“