Deutsch

Schreib-Tipp: Mal was anderes als „sagen“ schreiben

Im Deutschen wie im Englischen ist das Verb „sagen“ eines der liebsten bei Schülern.

Gerade, wenn sie eine eigene Geschichte schreiben sollen, kommt fast durchgänging „sagte er“ oder „sagt sie“ vor. Dabei gibt es viele andere Ausdrücke, die viel besser verdeutlichen, wie genau eine Person etwas von sich gibt.

Im Folgenen erhaltet ihr eine Anzahl anderer Verben statt „sagen“:

  • to add that                              hinzufügen
  • to announce that                      ankündigen
  • to answer that                         antworten
  • to assume that                        annehmen
  • to be of the opinion that           der Meinung sein
  • to believe that                         glauben
  • to confess that                        gestehen
  • to explain that                         erklären
  • to learn that                            erfahren
  • to murmur that                        murmeln
  • to point out that                      hervorheben
  • to predict that                         vorhersagen
  • to pretend that                        so tun als ob
  • to regret that                          bedauern
  • to remark that                         bemerken, andeuten
  • to reply that                            erwidern
  • to report that                          berichten
  • to reveal that                           enthüllen
  • to shout that                           schreien
  • to suppose that                       vermuten
  • to tell that                               erzählen
  • to think that                            denken
  • to whisper that                        flüstern

Rechtschreibtipps: Fehler erkennen und vermeiden durch Strategien

Viele Rechtschreibfehler im Deutschen lassen sich auf einige grundlegende Fehlerschwerpunkte zurück führen. In der Grundschule werden die ersten Rechtschreibstrategien vermittelt (Namenwörter schreibt man groß); in der weiterführenden Schule kommen dann erweiterte Strategien dazu.

Die meisten Schüler haben die Strategien zwar zur Kenntnis genommen, es fehlt aber häufig die zielgerichtete Anwendung und die konsequente Selbstkontrolle beim Verfassen von eigenen Texten.

Im Folgenden gebe ich einen Überblick über die häufigsten Fehlerschwerpunkte sowie über die Strategien zur eigenen Fehleranalyse.

  • 1. Schärfung

= die Verdoppelung von Konsonanten nach kurz gesprochenem Vokal
   (a, e, i , o , u)
 
– Strategie zur Fehlerfindung: in Silben sprechen, um die zwei Mitlaute zu hören: „kom – men“
Ableitungsregel anwenden: „kommt“ leitet sich von „kom-men“ ab

  • 2. Dehnung

=Wörter mit gekennzeichnetem langen Vokal: stummes „h“

 – Strategie: Wörter in Silben sprechen, um das „h“ zu hören: „Schu-he“

= Schreibung von „ie“ für ein langes betontes „i“

– Strategie: den i-Laut betont lang gezogen sprechen;

= Verdoppelung des Vokals bei „a, e, o“

 – Strategie: Lernwortkartei erstellen, häufig diese Wörter lesen und schreiben

  • 3. Gleich und ähnlich klingende Konsonanten

= Wortfamilien mit Auslautverhärtung b/p, g/k, d/t

 – Strategie: Wörter ableiten durch Silbenverlängerung (Grab – Gräber) oder Worterweiterung (hart – härter) 

= Wörter mit „v“ geschrieben, aber wie „f“ gesprochen

– Strategie: Lernwortkartei erstellen, häufig diese Wörter lesen und schreiben

  • 4. Gleich und ähnlich klingende Vokale /ä/e, äu/eu

Strategie: Verwechslung vermeiden durch Bildung der Einzahl: „Häuser – Haus“,
Ableitung vom Wortstamm: „älter – alt

  • 5. s – Laute

= „ss“ nach kurz gesprochenem Vokal

– Strategie: Schulung des Erkennens von langen und kurzen Vokalen

= „ß“ nach kurz gesprochenem Vokal

– Strategie: Ableitung des Wortes durch Wortfamilie: „Füße – Fuß

  • 6. Groß- und Kleinschreibung

= Großschreibung bei:
   Substantiven, substantivierten Verben und Adjektiven

 – Strategie: Artikel vor das Wort setzen, Mehrzahl bilden

= Kleinschreibung bei:
    Adjektiven, Adverbien, anderen Wortarten

 – Strategie: aus dem Satzzusammenhang erschließen, Erkennen von Adjektiven und Adverbien schulen

   

Wann schreibe ich mit Bindestrich? – 5 schnelle Regeln

Im Folgenden gebe ich einen kurzen Überblick über eine kleine aber feine Rechtschreibregel: Wann schreibe ich mit Bindestrich?

Regel 1: Man setzt Bindestriche in Zusammensetzungen von ganzen Wörtern mit Einzelbuchstaben, Abkürzungen, Ziffern:

„i-Punkt, km-Zähler, 8-Pfünder“

Regel 2: Vor Suffixe (=angehängte Silben wie –lich, -fach, -ten) setzt man Bindestriche, wenn sie mit einem Einzelbuchstaben verbunden sind:

„zum x-ten Mal, o-förmig, die n-te Potenz“
Ausnahme: Das gilt nicht bei Zahlen oder mehreren Buchstaben:
„25stel, 8fach, SPDler“

Regel 3: Sind Aneinanderreihungen substantivisch gebraucht, setzt man Bindestriche:

„das Make-up, das Sowohl-als-auch“

Regel 4: Man setzt Bindestriche in mehrteiligen Zusammensetzungen, wenn die einzelnen Bestandteile wichtig sind:

„der dass-Satz, die Ich-Erzählung, der Trimm-dich-Pfad“

Regel 5: Man setzt Bindestriche, wenn die Zusammensetzung einen Eigennamen enthält:

Foto-Müller, Friedrich-Schiller-Gymnasium“

ebenso: „baden-württembergisch, st-gallisch“

 

 

Wie schreibe ich einen Bericht für den Deutschunterricht? – Tipps und Regeln

Manchmal begegnet dir der Bericht schon in der Grundschule. Auf jeden Fall steht er aber in der 5. oder 6. Klasse auf dem Lehrplan.
Für viele Schüler ist dies die erste Begegnung mit dieser Schreibform, denn die meisten Texte, die sie bisher gelesen haben, waren Erzählungen.
Im Gegensatz zu dem Auftrag: „Schreibe eine Fantansiegeschichte/ Schreibe ein Märchen“, wo man sich austoben durfte und so viel wie möglich schreiben sollte, heißt es beim Berichtschreiben nun: Nur das Wichtigste!

Die Regeln zum Schreiben eines Berichtes

Was ist ein Bericht?

Ein Bericht informiert den Leser über die sachlichen Informationen zu einem vergangenen Ereignis.

Arten des Berichts?

Unfallbericht
Zeugenbericht
Polizeibericht
Zeitungsbericht

Wie schreibe ich einen Bericht?

Ein Bericht informiert nur über die tatsächlichen Ereignisse und Fakten; er enthält keine Vermutungen und schmückt nicht aus.

Ein Bericht soll sachlich und genau informieren; es dürfen keine Gefühle und Meinungen enthalten sein.

Die wichtigsten Einzelheiten werden in der richtigen zeitlichen Reihenfolge wiedergegegeben.

Berichte schreibt man im Präteritum (einfache Vergangenheit).

Die Überschrift soll knapp, sachlich und informativ sein.

Wie ist der Bericht aufgebaut?

Die Einleitung antwortet auf die Fragen:
Wann? Wer? Was? Wo?

Der Hauptteil informiert über:
Wie (ist etwas geschehen)?  Warum (ist es geschehen)?

Der Schluss beantwortet die Frage:
Welche Folgen (gab es)?

 

Wie schreibe ich den s-Laut? Regeln zu s – ß – ss

Viele Schüler haben Probleme mit der Schreibung des s-Lautes.
Dabei gibt es einige einfache Regeln, die man sich schnell merken kann.

Sprich das Wort laut aus und entscheide, ob

  • der s-Laut weich (=stimmhaft) gesprochen wird. Dieses s klingt wie das Summen einer Biene, und wird als „s“ geschrieben, beispielsweise in:
    siegen
    Vase
    sagen
    Rasen
    losen

  • der s-Laut hart (=stimmlos, scharf) gesprochen wird. Dieses s klingt wie das Zischen einer Schlange, und wird meistens als „ß“ geschrieben.
    Das „ß“ steht nach einem langen Vokal (a, e, i, o, u) und nach einem Doppelvokal (ei, eu, au), beispielsweise in:
    grüßen
    reißen
    Maß
    weiß
    Straße
    Gefäß
  • der doppelte s-Laut in der Wortmitte lässt sich am einfachsten ermitteln, indem man das Wort verlängert oder trennt, beispielsweise in:
    Was-ser
    Fass: Fäs-ser
    blass: blas-ser
    Tas-se
    las-sen

Das doppel“s“ steht nach einem kurzen Vokal

dass oder dass?

Man schreib „das„, wenn man als Ersatzwort „dieses, jenes, welches“ einsetzen kann:

  • Das Wort, das (=welches) ich höre, kenne ich nicht.
  • Das (=jenes/ dieses) Kind wohnt bei mir um die Ecke.
  • Das Dorf, das (=welches) wir durchfahren, heißt Wittendorf.

Man schreibt „dass„, wenn man kein Ersatzwort einsetzen kann:

  • Ich weiß, dass du viel arbeitest.
  • Dass das (=dieses) nicht wahr ist, weiß ich selber.
  • Keiner kann sagen, dass das (=jenes) stimmt.