Deutsch

Wie schreibe ich eine Charakterisierung? – 5 Schritte zur guten Note

Im Englischunterricht wirst du öfter aufgefordert, eine Charakterisierung zu schreiben. Dies kann für die Figur einer Kurzgeschichte vorgenommen werden, für die aus einem Drama oder für eine Figur aus einem Roman.

Nicht selten sehe ich dann in ziemlich ratlose Gesichter, weil viele Schüler nicht wissen, was genau zu einer Charakterisierung gehört oder welche Ausdrücke sie verwenden können.

Im folgenden Artikel gebe ich dir eine Schritt-für-Schritt Herangehensweise für das Schreiben einer Charakterisierung. Diese Schritte beziehen sich zwar durch die Beispielsätze auf einen englischen Ausgangstext. Sie gelten aber natürlich auch für Texte in anderen Sprachen.

Im nächsten Artikel erhältst du dann wichtige Ausdrücke, die du in deinem Text zur Beschreibung der Figur benutzen kannst.

1. Schritt:

  • Lies den vorliegenden Text oder Textauszug sorgfältig und konzentriert.
  • Unterstreiche die Textpassagen, die dir Informationen über die relevante Figur geben.
  • Schreibe dir die relevanten Informationen zum Beispiel in einem Mind-Map heraus.

2. Schritt:

Bevor du mit dem Konzept oder gar dem Schreiben anfängst, beantworte dir wenigstens in Stichworten folgende Fragen.
Sie helfen dir, die komplexe Struktur der Figur zu erkennen:

  • Wie sieht die Figur aus?
  • Wo lebt die Figur? In welcher Lebenssituation befindet sie sich?
  • Was sind ihre Ziele, Wünsche, Ängste, Erwartungen?
  • In welchem Verhältnis steht die Figur zu den anderen Figuren? Wie verhält sie sich den anderen gegenüber?
  • Welche Sprache benutzt die Figur? Ist ihre Sprache also einfach oder komplex?
  • Wie verhält sich die Figur anderen gegenüber? Wen mag sie? Wen lehnt sie ab? Warum?
  • Was empfindet die Figur? Was denkt sie? Was erwartet sie von den anderen Figuren?
  • Bleibt die Figur statisch oder verändert sie sich im Laufe der Handlung?

3. Schritt:

Schreibe nun deine Charakterisierung. Dabei geht es nicht darum, dass du einfach auflistet, was du herausgefunden hast.
Zeige vor allen Dingen auf, wie die einzelnen Teile zusammenhängen und sich gegenseitig beeinflussen.

Belege deine Behauptungen mit Zitaten.

4. Schritt:

Der Aufbau deiner Charakterisierung:

A) Einleitung

  • Beginne mit dem Namen deiner Figur und allgemeinen Informationen.
  • Die Einleitung sollte begründen, warum die Figur für die Handlung wichtig ist.
  • Benutze das simple prensent durchgängig im Text.

Beispiel:

„Andy, one of the main characters and the narrator’s best friend in the story „Bread on the Water” by David Lubar, is a typical teenage boy with a big mouth and a big heart.“

B) Hauptteil:

  • Füge im Laufe des Hauptteils immer mehr Informationen, die du dir über die Figur herausgeschrieben hast, hinzu.
  • Die Informationen sollten das bekräftigen, was du bereits in der Einleitung herausgefunden hast.

Beispiel:

„In church, Andy makes puns on the quotes from the Bible. This shows him to be a very clever boy with a good sense of humor. But the fact that he does not stop, even after he and Tommy are thrown out of the church shows that …“

  • Belege jede Behauptung mit einem Textverweis oder einem Zitat.

Beispiel:

„Andy is caring and tries to help the homeless man by buying him something to eat…(pp.43)“

C) Schluss:

  • Im Schlussteil schließt du den Kreis zu der Einleitung, indem du noch einmal unterstreichst, was das Hauptmerkmal deiner Figur ist.

Beispiel:

„As we have seen, Andy is very generous and, although he misbehaves in church at the beginning of the story, he is the only one who …“

5. Schritt:

  • Bevor du abgibst, lies deine Arbeit noch einmal durch.
  • Achte jetzt verstärkt auf eine korrekte Rechtschreibung und Grammatik.
  • Hast du alle vorher notierten Punkte berücksichtigt? Sonst ist jetzt noch Zeit, Ergänzungen vorzunehmen.

Wie schreibe ich eine Nacherzählung? – Strategien und Tipps

Schon in der Grundschule wirst du aufgefordert, eine Nacherzählung zu schreiben. Dabei liest dir deine Lehrerin oder dein Lehrer entweder einen Text vor, oder du bekommst einen Text vorgelegt, den du selber lesen sollst. Dann sollst du die Geschichte nacherzählen.

Was ist aber wichtig in einer Nacherzählung? Was genau sollst du wie schreiben? Und wie schaffst du es, eine gute Note in deiner Nacherzählung zu bekommen?

Wenn du die folgenden Tipps beachtest, wirst du bestimmt gut abschneiden.

Diese Schritte solltest du beim Schreiben einer Nacherzählung einhalten:

1) Stoffsammlung

  • Mache eine Stoffsammlung.
  • Schreibe zunächst ein Konzept.

2) Dies gehört in den Inhalt

  • Finde eine passende Überschrift.
  • Schreibe in deiner Nacherzählung alle wichtigen Erzählschritte auf.
  • Erfinde keine neuen Erzählschritte.
  • Erzähle die wichtigsten Stellen ausführlich.
  • Schreibe deine Nacherzählung anschaulich, lebendig und spannend.
  • Erzähle die Geschichte in eigenen Worten nach.

3) Aufbau

Behalte die Reihenfolge der Erzählschritte in der Geschichte bei.

4) So schreibst du deinen Text

  • Verwende abwechslungsreiche Worte.
  • Verbinde kurze Sätze mit verschiedenen Bindewörtern.
  • Schreibe ebenfalls abwechslungsreiche Satzanfänge.
  • Halte die Erzählform der Geschichte (Ich- oder Er-/Sie-Erzähler) ein.
  • Halte im gesamten Text die Zeitform der Verben der Geschichte ein (zum Beispiel nur Präsens oder nur Präteritum, kein Mischmasch!).
  • Achte auf die Regeln der deutschen Grammatik und des Satzbaues.
  • Beachte die Regeln der deutschen Rechtschreibung und Zeichensetzung.
  • Schreibe sauber und halte einen Rand ein.

Prüfe deinen Text mit Hilfe dieser Checkliste.
Lies deinen Text noch einmal durch, bevor du ihn abgibst!

Gedichte analysieren leicht gemacht: So wird deine Gedichtanalyse top

Gedichte analysieren ist leicht, wenn du weißt, worauf du achten musst.

Fällt es dir schwer, ein Gedicht zu lesen und zu verstehen? Macht es dir Probleme, die spezielle Sprache eines Gedichts zu verstehen?

Lyrik fängt in der 5. Klasse an und begleitet dich bis in die Oberstufe.

Gedichte analysieren ist ab der Mittelstufe spannend, denn hier musst du zeigen, ob du weißt, wie du eine gute Gedichtanalyse erstellst.

Gedichte analysieren

Wenn du damit noch Probleme hast, hilft dir die folgende Checkliste bestimmt.

Gedichte analysieren: Deine ersten Schritte

  • Lies das Gedicht einmal laut, achte dabei schon auf den Rhythmus der einzelnen Verse.
    Versuche, die Grundstimmung herauszufinden sowie das Thema, über das der Autor schreibt.
  • Lies das Gedicht ein zweites Mal laut und achte jetzt besonders auf Metaphern, Vergleiche und weitere rhetorische Mittel.
    Halte einen Stift bereit und notiere dir erste Gedanken dazu.
  • Mit diesen Notizen kannst du meistens schon das vorliegende Gedicht in seinen historischen Kontext setzen.
    Dies gelingt dir umso besser, je mehr du über die Epoche weißt und über den Autor in Erfahrung bringen kannst.
  • Lies das Gedicht ein drittes Mal und suche nun, nach den speziellen Merkmalen, die typisch für die Epoche sind.

Wenn du sorgfältig und konzentrierst gearbeitet hast, schreibst du jetzt schriftliche Analyse.

Gedichte analysieren: Der zweite Schritt

So schreibst du eine schriftliche Gedichtanalyse

I. Einleitung

  • Autor und Titel des Gedichts
  • Erscheinungsjahr/ Epoche
  • historischer Hintergrund
  • Gedichtart
  • Thema des Gedichts
  • Eindruck/ Stimmung des Gedichts
  • Bedeutung der Überschrift
  • kurze Zusammenfassung des Inhalts

II. Hauptteil

 Annäherung von außen: Form, Struktur, Sprache

  • Formbeschreibung Strophenform, Reim, Metrum
  • weitere strukturelle Besonderheiten
  • auffälliger Satzbau
  • besondere Stilmittel: Metaphern,Vergleiche, Allegorie, Symbole …
  • Wortwahl und vorherrschende Wortart

Innenleben, Gedankengang und Motive (Strophe für Strophe)

  • Lyrisches Ich: Wer spricht in welcher Situation?
  • Wie entwickelt sich das Gedicht/ das lyrische Ich?
  • Wendepunkte/ Kontraste
  • Haupt- oder Leitmotive

Aussage des Gedichts

  • Zusammenfassung dessen, was du im Gedicht „gefunden“ hast.
  • Was ist der Hauptgedanke und das Besondere dieses Gedichtes?

III. Schluss

  • Persönliche Stellungnahme
  • Wertung: Ist das Gedicht typisch für die Epoche? Ist es charakteristisch für den Autor?
  • Ist das Gedicht (Form, Sprache, Inhalt, Aussage) heute noch bedeutungsvoll?

Schreib-Tipp: Mal was anderes als „sagen“ schreiben

Im Deutschen wie im Englischen ist das Verb „sagen“ eines der liebsten bei Schülern.

Gerade, wenn sie eine eigene Geschichte schreiben sollen, kommt fast durchgänging „sagte er“ oder „sagt sie“ vor. Dabei gibt es viele andere Ausdrücke, die viel besser verdeutlichen, wie genau eine Person etwas von sich gibt.

Im Folgenen erhaltet ihr eine Anzahl anderer Verben statt „sagen“:

  • to add that                              hinzufügen
  • to announce that                      ankündigen
  • to answer that                         antworten
  • to assume that                        annehmen
  • to be of the opinion that           der Meinung sein
  • to believe that                         glauben
  • to confess that                        gestehen
  • to explain that                         erklären
  • to learn that                            erfahren
  • to murmur that                        murmeln
  • to point out that                      hervorheben
  • to predict that                         vorhersagen
  • to pretend that                        so tun als ob
  • to regret that                          bedauern
  • to remark that                         bemerken, andeuten
  • to reply that                            erwidern
  • to report that                          berichten
  • to reveal that                           enthüllen
  • to shout that                           schreien
  • to suppose that                       vermuten
  • to tell that                               erzählen
  • to think that                            denken
  • to whisper that                        flüstern

Rechtschreibtipps: Fehler erkennen und vermeiden durch Strategien

Viele Rechtschreibfehler im Deutschen lassen sich auf einige grundlegende Fehlerschwerpunkte zurück führen. In der Grundschule werden die ersten Rechtschreibstrategien vermittelt (Namenwörter schreibt man groß); in der weiterführenden Schule kommen dann erweiterte Strategien dazu.

Die meisten Schüler haben die Strategien zwar zur Kenntnis genommen, es fehlt aber häufig die zielgerichtete Anwendung und die konsequente Selbstkontrolle beim Verfassen von eigenen Texten.

Im Folgenden gebe ich einen Überblick über die häufigsten Fehlerschwerpunkte sowie über die Strategien zur eigenen Fehleranalyse.

  • 1. Schärfung

= die Verdoppelung von Konsonanten nach kurz gesprochenem Vokal
   (a, e, i , o , u)
 
– Strategie zur Fehlerfindung: in Silben sprechen, um die zwei Mitlaute zu hören: „kom – men“
Ableitungsregel anwenden: „kommt“ leitet sich von „kom-men“ ab

  • 2. Dehnung

=Wörter mit gekennzeichnetem langen Vokal: stummes „h“

 – Strategie: Wörter in Silben sprechen, um das „h“ zu hören: „Schu-he“

= Schreibung von „ie“ für ein langes betontes „i“

– Strategie: den i-Laut betont lang gezogen sprechen;

= Verdoppelung des Vokals bei „a, e, o“

 – Strategie: Lernwortkartei erstellen, häufig diese Wörter lesen und schreiben

  • 3. Gleich und ähnlich klingende Konsonanten

= Wortfamilien mit Auslautverhärtung b/p, g/k, d/t

 – Strategie: Wörter ableiten durch Silbenverlängerung (Grab – Gräber) oder Worterweiterung (hart – härter) 

= Wörter mit „v“ geschrieben, aber wie „f“ gesprochen

– Strategie: Lernwortkartei erstellen, häufig diese Wörter lesen und schreiben

  • 4. Gleich und ähnlich klingende Vokale /ä/e, äu/eu

Strategie: Verwechslung vermeiden durch Bildung der Einzahl: „Häuser – Haus“,
Ableitung vom Wortstamm: „älter – alt

  • 5. s – Laute

= „ss“ nach kurz gesprochenem Vokal

– Strategie: Schulung des Erkennens von langen und kurzen Vokalen

= „ß“ nach kurz gesprochenem Vokal

– Strategie: Ableitung des Wortes durch Wortfamilie: „Füße – Fuß

  • 6. Groß- und Kleinschreibung

= Großschreibung bei:
   Substantiven, substantivierten Verben und Adjektiven

 – Strategie: Artikel vor das Wort setzen, Mehrzahl bilden

= Kleinschreibung bei:
    Adjektiven, Adverbien, anderen Wortarten

 – Strategie: aus dem Satzzusammenhang erschließen, Erkennen von Adjektiven und Adverbien schulen

   

Wann schreibe ich mit Bindestrich? – 5 schnelle Regeln

Im Folgenden gebe ich einen kurzen Überblick über eine kleine aber feine Rechtschreibregel: Wann schreibe ich mit Bindestrich?

Regel 1: Man setzt Bindestriche in Zusammensetzungen von ganzen Wörtern mit Einzelbuchstaben, Abkürzungen, Ziffern:

„i-Punkt, km-Zähler, 8-Pfünder“

Regel 2: Vor Suffixe (=angehängte Silben wie –lich, -fach, -ten) setzt man Bindestriche, wenn sie mit einem Einzelbuchstaben verbunden sind:

„zum x-ten Mal, o-förmig, die n-te Potenz“
Ausnahme: Das gilt nicht bei Zahlen oder mehreren Buchstaben:
„25stel, 8fach, SPDler“

Regel 3: Sind Aneinanderreihungen substantivisch gebraucht, setzt man Bindestriche:

„das Make-up, das Sowohl-als-auch“

Regel 4: Man setzt Bindestriche in mehrteiligen Zusammensetzungen, wenn die einzelnen Bestandteile wichtig sind:

„der dass-Satz, die Ich-Erzählung, der Trimm-dich-Pfad“

Regel 5: Man setzt Bindestriche, wenn die Zusammensetzung einen Eigennamen enthält:

Foto-Müller, Friedrich-Schiller-Gymnasium“

ebenso: „baden-württembergisch, st-gallisch“