Hauptrolle zu vergeben: Wie du ein echter Held werden kannst

Gehörst du zu denen, die sich alle Teile von Star Wars angesehen haben?

Oder süchtig nach Harry Potter waren?

Und findest du den guten alten Terminator echt krass?

Warum eigentlich?

Okay. In all diesen Filmen findet sich echte Action. Die Tricks und Computeranimationen sind auch nicht übel. Die Spannung tut ihr übriges.

Aber all das meine ich nicht.

Warum sehen sich viele Leute diese Filme an?

Ich denke, es liegt an der Hauptrolle, meinst du nicht?

Jeder echte (Action-) Held hat etwas, was den meisten Schülern fehlt: Mut, Engagement, Abenteuerlust, Durchhaltekraft, Motivation.

Jeder einzelne von ihnen sieht sich von einer oder mehreren Aufgaben herausgefordert und tut alles, um diese Aufgaben für sich und andere mehr als zufriedenstellend zu lösen.

Und wie sieht es mit dir aus?

Würdest du als Held oder Heldin eine gute Figur machen?

Hast du die Eigenschaften, weswegen du dir Heldenfilme anschaust?

Bist du abenteuerlustig, und motiviert?

Hast du ein Ziel vor Augen und verfolgst du es hartnäckig?

Kennst du deine Freunde und Feinde? Bist du bereit, für sie einzustehen?

Würdest du dir einen Film mit dir in der Hauptrolle anschauen? Länger als fünf Minuten?

Wenn ich anfange, mit Schülern wie dir zusammenzuarbeiten, stelle ich oft fest, dass du eine Rolle spielst, die du gar nicht spielen willst.

Beispielsweise sollst du dein Abitur machen, aber du willst eigentlich Schreiner werden.

Oder du bist draußen schüchtern und zurückgezogen und schmetterst zu Hause die tollsten Lieder in deine Singstar.

Woher kommen diese verschiedenen Rollen? Und warum traust du dich nicht, deine Lieblingsrolle 24/7 zu spielen?

Ich behaupte: Weil du dich selber nicht als Held/ Heldin in deinem eigenen Film siehst.

Weil du die Rollen, die du spielst, dir nicht selber auf den Leib geschrieben hast, sondern von anderen deren Drehbuch für dich übernommen hast.

Wenn du echte kleine Helden beobachtest, stellst du schnell fest, dass es keine Frage des Alters ist, ob ein Kind seine eigene Hauptrolle spielt oder nicht.

Echte Helden des Alltags sind manchmal erst vier oder fünf Jahre alt. Du erkennst sie daran, dass sie wissen, was sie wollen. Sie verlieren ihr Ziel nicht aus den Augen. Und wenn sie von anderen abgelenkt werden, lassen sie sich auf deren Spiel (-film) ein, kehren aber bald wieder in ihr eigenes Stück zurück.

Solche kleinen Helden wickeln uns um den kleinen Finger, weil ihre Begeisterung und Ausdauer ansteckend und beeidruckend ist.

Was kannst du von kleinen und großen (Film-) Helden lernen?

  • Bleib motiviert. Wenn du etwas als für dich richtig erkannt hast, dann ziehe die Sache durch.
  • Bleib engagiert. Für deine eigene Sache und für das, was du zusammen mit anderen erreichen willst.
  • Halte durch. Lass dir nicht von jedem kleinsten Luftzug den Wind aus den Segeln nehmen. Auf hoher See gibt es rauhe und seichte Winde und beide Arten sind wichtig.
  • Bleib abenteuerlustig. Mach nicht immer wieder das gleiche, was dir bisher eh keinen Erfolg eingebracht hat. Geh neue Wege, um dich weiterzuentwickeln.
  • Habe Mut. Denn es kommt nicht darauf an, wie oft du umfällst, sondern wie oft du wieder aufstehst.
  • Werde der Held oder die Heldin, die du dir gerne einen ganzen Abend lang ansehen würdest!

 

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