Elternsprechtage: So geht ihr gut vorbereitet in die Gespräche mit den Lehrern eures Kindes

Elternsprechtage sind oft die einzige Möglichkeit, die Lehrer seiner Kinder persönlich kennenzulernen.

Trotzdem höre ich immer wieder einen gewissen Frust in den Worten der Eltern.

Sie fühlen sich zwar verpflichtet, das eine oder andere Gespräch zu suchen, sind aber im Grunde der Meinung, dass es nicht viel bringen würde.

Woran kann das liegen?

Eltern fühlen sich und ihr Kind missverstanden, ungerecht behandelt oder unterbewertet.

Elternsprechtage

 

Typische Elternsätze sind:

  • „Der Lehrer kann mein Kind sowieso nicht leiden.“
  • „Der Lehrer nimmt immer andere dran.“
  • „Der/ Die kann gar nicht erklären.“
  • „Zu Hause kann sich mein Kind gut konzentrieren und konnte die Themen auch. Ich verstehe nicht, wieso die Arbeit so schlecht ausgefallen ist.“
  • „Mein Kind wird ständig ermahnt, obwohl andere viel mehr quatschen.“

Lehrer wiederum kritisieren, dass Eltern wenig unparteiisch seien und die Meinung des eigenen Kindes als Maßstab nehmen.

Chill mal: Am Ende der Geduld ist noch viel Pubertät übrig *

Typische Lehrersätze sind:

  • „Ihr Kind macht seine Hausaufgaben nicht regelmäßig.“
  • „Es stört ständig und ist viel zu laut und unruhig.“
  • „Ihr Kind hat nie gesagt, dass es das Thema nicht verstanden hat.“
  • „Die Klasse ist insgesamt viel zu laut.“
  • „Ihr Kind benimmt sich respektlos.“

Mit solchen und ähnlichen Gedanken im Kopf lässt sich ein Eltern-Lehrer-Gespräch selten neutral und im Sinne des Kindes führen.

 

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Elternsprechtage bieten euch als Eltern und auch den Fachlehrern die Möglichkeit, gezielt und konstruktiv 

  • die schulischen Leistungen zu beurteilen
  • das Verhalten des Kindes im Unterricht und gegenüber anderen einzuschätzen
  • zur Problemlösung anzuleiten

So bereitet ihr euch optimal auf Elternsprechtage vor

  • Sowohl die Lehrer wie ihr als Eltern haben Informationen über ein Kind, die sie loswerden möchten und die dazu verhelfen, das Verhalten des Kindes besser einzuordnen und zu verstehen.
    Deswegen sollten in einem Gespräch beide Seiten zu Wort kommen. Niemand sollte dazu gedrängt werden, sich nur gegen Vorwürfe zu wehren, ohne wirklich Neues beizutragen.Elterntipp: Notiert euch schon vor dem Termin, worüber ihr unbedingt sprechen möchtet.
  • An Elternsprechtagen führen sowohl Eltern als auch Lehrer mehrere Gespräche. Vor allem der Lehrer sieht sich einer Vielzahl ganz unterschiedlicher Informationen zu ganz unterschiedlichen Kindern gegenüber.

    Beide Parteien bringen also häufig in das aktuelle Gespräch die Emotionen oder Informationen des zuvor gewesenen Gesprächs mit ein. Neutralität zum neuen Gespräch bleibt da manchmal auf der Strecke.

    Elterntipp: Lasst euch Zeit zwischen den einzelnen Lehrergesprächen, um die gerade erhaltenen Informationen in Ruhe zu besprechen und wieder in die Neutralität zu gelangen.

  • Wichtig ist auch, dass sich Eltern und Lehrer nicht als „Feinde“ begegnen sondern auf Augenhöhe.
    Es geht also darum, dem einzelnen Kind so weit wie möglich eine individuelle Förderung zukommen zu lassen. Auch wenn das im Schulalltag oft untergeht, ist jedes Kind viel zu komplex, um sich auf Noten und Mitarbeit reduzieren zu lassen.

    Wie anstrengende Kinder zu großartigen Erwachsenen werden: Der Erziehungsratgeber für besonders geforderte Eltern *

    Elterntipp: Plaudert doch mal aus dem Nähkästchen, aber lasst euch auch Tipps vom Lehrer geben, wie genau eine Verbesserung der Noten oder des Verhaltens gelingen kann.