Was du beim Elternsprechtag wirklich besprechen solltest

Der Elternsprechtag bietet die Möglichkeit, dass du als Mama oder Papa bestimmte Lehrer deiner Kinder kennenlernst und dich mit ihnen austauschen kannst.

Das ist besonders in der weiterführenden Schule wichtig, weil du sonst die Lehrer deines Kindes nicht zu Gesicht bekommst.

Leider nutzen manche Familien diese Chance nicht. Ich kenne Lehrer, die die Eltern einiger ihrer Schüler während der gesamten Schulzeit kein einziges Mal zu sehen bekommen.

Elternsprechtag vorbereiten

Das mag damit zusammen hängen, dass Eltern von erfolgreichen Schülern eher nicht zum Elternsprechtag gehen.

Aber auch wenn dein Sohn oder deine Tochter mit einer „Drei“ in einem Fach zufrieden ist, kannst du einen Termin beim Fachlehrer vereinbaren, um zu besprechen, wie ihr sie noch erfolgreicher machen könnt.

Vielleicht hat sich dein Kind es sich in einem oder mehreren Fächern eher im unteren Notenbereich gemütlich gemacht. In dem Fall empfehle ich auf jeden Fall, die Gelegenheit  zu nutzen und einen Termin für den Elternsprechtag zu vereinbaren.

Diese Gespräche sind kurz getacktet. Deswegen ist es sinnvoll, dass du dir bereits im Vorfeld Gedanken machst, was genau du besprechen möchtest.

Vorbereitung auf den Elternsprechtag: Diese Themen solltest du ansprechen

 

1.)

Da du bereits im Vorfeld weißt, mit welchen Lehrern du ein Gespräch führen wirst, sprich vorher mit deinem Kind über mögliche Probleme, die im Verlauf der zurück liegenden Wochen aufgetaucht sind.

So bist du vor Überraschungen gefeit und kannst dich besser auf mögliche Problemfelder einstellen.

2.)

Vielen Schülern ist es unangenehm, bei einem Gespräch zwischen seinen Eltern und seinen Lehrern dabei zu sein.

Hab Verständnis dafür und zwinge dein Kind nicht, daran teilzunehmen.

Lass dir aber berichten, warum es nicht dabei sein möchte, denn dafür kann es natürlich auch ernste Probleme geben, die du dann beim Lehrer ansprechen solltest.

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3.)

Im Gespräch selber, lass dir vom jeweiligen Fachlehrer den persönlichen Eindruck schildern, den er von deinem Kind gewonnen hat.

Manchmal stellst du fest, dass die Meinung der Lehrer voneinander abweicht und bei manchen Schilderungen wirst du dein Kind gar nicht wiedererkennen.

Deswegen erzähle ruhig auch ein paar familiäre Dinge, wenn sie dazu beitragen, das Verständnis für die Nöte deines Kindes zu erhöhen.

4.)

Die Balance zu finden, zwischen „Lehrer sitzt auf der Anklagebank“, über „Schüler sitzt auf der Anklagebank“, bis hin zu „Eltern sitzen auf der Anklagebank“ ist nicht immer leicht zu finden und zu halten.

Wir Erwachsene haben unseren Platz im Leben schon gefunden. Also ist es wichtig, jedem Schüler und jeder Schülerin dazu zu verhelfen, ebenso seinen Platz zu finden.

Deswegen ist  ehrlicher Austausch, Zuhören und auch einmal die eigene Meinung ändern, bei den Gesprächen wichtig.

5.)

Versuche nicht, dem Lehrer alles in die Schuhe zu schieben, nur weil dein Kind eine schlechte Note hat.

Lass dir stattdessen vom Fachlehrer Tipps geben, was ihr gemeinsan tun könnt, um die eventuell fehlende Motivation oder fehlende Wissenslücken wieder aufzubauen.

6.)

Kläre mögliche Auffälligkeiten deines Kindes – etwa Stören des Unterrichts, Unterlagen nicht dabei haben, nicht gemachte Hausaufgaben – und vereinbart Wege, um dies in Zukunft zu vermeiden.

7.)

Bei großen fachlichen Problemen und Lücken bitte um konkrete Hilfestellungen und Maßnahmen, die deinem Kind helfen, wieder den Anschluss an das Klassenniveau zu finden.

8.)

Versuche, bei jedem Elternsprechtag einen anderen Lehrer deines Kindes kennenzulernen, um dir selbst ein Bild von der Person zu machen.

Schließlich verbringt dein Kind einen Großteil seiner Zeit in der Schule und unterliegt dort vielen Einflüssen.

Du solltest viele der Menschen kennen, die deine Tochter oder deinen Sohn unterrichten und bewerten. Sie gestalten nämlich immer auch ein bisschen deren Zukunft mit.

Zusammenfassung

Nutze den Elternsprechtag als Chance, mit den Lehrern ins Gespräch zu kommen. So kannst du dir selbst ein Bild von den Menschen machen, von denen dein Kind nicht unwesentlich mitbeeinflusst wird.