6 gnadenlos gute Tipps fürs Auswendiglernen

Seien es Vokabeln, historische Daten oder mathematische Formeln – oft ist es in der Schule notwendig, Dinge auswendig zu lernen.

Solche Daten sind in Klausuren meistens von großer Wichtigkeit, aber manchmal kannst du mit Hintergrundwissen auch wunderbar in der laufenden Kursarbeit und bei üblichen Klassenarbeiten punkten.

Tolle Tipps zum Auswendiglernen

 

Fakt ist: Vielen Schülern fällt es schwer, Wissen auswendig zu lernen.

Oft sind die Formeln oder Daten, die wir in unsere Köpfe hämmern wollen, nach einer Stunde schon wieder wie ausradiert – und der Spaß geht wieder von vorne los.

Ein echter Motivationskiller, oder?

Aber kein Grund zur Verzweiflung!

Auch wichtig: 10 Profitipps für erfolgreiches Sprachenlernen

Gleich erfährst du meine wichtigsten Tipps, mit denen das Auswendiglernen auch für dich ein Klacks wird!

6 gnadenlos gute Tipps fürs Auswendiglernen

1.

Übe regelmäßig

Der erste Fehler, der beim Auswendiglernen von Schulstoff leider oft gemacht wird, ist fehlende Kontinuität.

Oft wird Stoff nur einmal gelernt, dabei ist es viel effektiver, das Gelernte regelmäßig zu wiederholen.

Damit signalisierst du deinem Gehirn, dass das, was du gerade lernst, wichtig für dich ist, und erhöhst somit gleichzeitig die Wahrscheinlichkeit, dass der Stoff im Langzeitgedächtnis – also für immer – abgespeichert wird.

Ein weiteres Missverständnis ist der Gedanke, dass der Schulstoff effektiv auswendig gelernt werden kann, wenn er nur immer wieder und wieder gelesen wird.

Das stimmt leider nicht – durch stumpfes Lesen des Stoffs wird unser Hirn kaum dazu angeregt, die Informationen ins Langzeitgedächtnis zu verschieben.

Wenn du zum Beispiel eine Formelsammlung oder eine Liste mit Vokabeln verinnerlichen willst, wirst du kaum Fortschritte erreichen, wenn du diese Liste immer wieder von oben bis unten durchliest.

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2.

Teile den Stoff in kleine Häppchen

Setze dir zum Beispiel erstmal fünf Vokabeln als Ziel – so kannst du dich auf die einzelnen Wörter viel besser konzentrieren.

Dann kannst du mit dem eigentlichen Lernen beginnen.

Aber lerne mit Struktur!

3.

Nutze Karteikarten

Schreibe den Stoff, den du auswendig lernen musst, zum Beispiel auf eine Karteikarte.

Auf die eine Seite das Wort in der Zielsprache, auf die andere Seite das Wort in der Muttersprache.

Ähnlich kannst du das bei mathematischen Formeln machen.

Willst du etwa die PQ-Formel lernen, schreibst du auf eine Seite die Formel und auf die andere die Definition wie etwa: „Formel, um Nullstellen zu berechnen“.

Dann arbeitest du den Stoff durch.

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Lege die Karteikarten, bei denen du dir die Rückseite schon eingeprägt hast, auf einen Stapel.

Die Karteikarten, bei denen es noch hakt, kommen auf einen anderen Stapel.

Im nächsten Schritt gehst du den Stapel der Karten, bei denen du noch Schwierigkeiten hattest, erneut durch.

Alle Karteikarten, bei denen es jetzt besser läuft, legst du auf den Stapel der Karteikarten, die du schon kannst.

Anschließend gehst du noch einmal alle Karteikarten durch und teilst sie erneut in zwei Stapel ein.

Mit diesem abwechselnden Lernen des schwierigen und des bereits verinnerlichten Stoffs wird der Lerneffekt massiv gesteigert.

Denn so wird der Stoff, bei dem es noch hapert, besonders intensiv gelernt.

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4.

Beanspruche verschiedene Sinne

Außerdem solltest du beim Auswendiglernen immer versuchen, deine verschiedenen Sinne zu beanspruchen.

Das Vokabellernen wird dir zum Beispiel viel leichter fallen, wenn du auf deine Karteikarten neben die jeweilige Vokabel auch eine kleine Zeichnung malst, die mit dem Wort zu tun hat.

Außerdem kann es dir helfen, die Vokabel bei jedem Lerndurchgang einmal laut zu sagen.

Damit beanspruchst du zusätzlich noch deinen Gehörsinn, wodurch die Wahrscheinlichkeit, dass du das Wort behältst, noch einmal steigt.

Beim Auswendiglernen Musik zu hören, ist ebenfalls sehr effektiv.

Auch wichtig: So erkennst du deinen Lerntyp und unterstützt ihn effektiv

Es eignet sich allerdings nur Instrumentalmusik, also Musik ohne Gesang.

Achte auch darauf, dass du nicht etwa Heavy Metal hörst, sondern ruhige und entspannende Musik.

Studien haben gezeigt, dass diese Musik die Hirnregionen beim Lernen stärker vernetzen kann, wodurch deine Aufnahmefähigkeit steigt.

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5.

Lerne vorzugsweise am Abend

Wenn es dir zeitlich möglich ist, verlagere deine Sessions zum Auswendiglernen in die Abendstunden.

Achte darauf, dass das Auswendiglernen das Letzte ist, womit du am Abend deinen Kopf beanspruchst.

Denn siehst du dir danach noch für eine Stunde Videos auf YouTube an, verdrängen die Clips das zuvor Gelernte.

Legst du dich stattdessen gleich schlafen, verarbeitet dein Gehirn währenddessen den Stoff.

Und das Beste: Im Schlaf werden viele Informationen vom Kurz- ins Langzeitgedächtnis verlagert!

6.

Extra TIPP !

Nutze die Loci-Methode *.

Nun möchte ich dich noch mit einer ganz besonderen Methode vertraut machen, die in meinen Augen sogar noch effektiver ist als bloßes Lernen mit Karteikarten: die Loci-Methode.

Die Loci-Methode funktioniert so, dass wir bestimmte Bilder in unserer Umgebung mit dem zu lernenden Stoff verbinden.

Das klingt vielleicht erstmal neu für dich, aber lass mich dir folgende Geschichte erzählen:

Als ein Schüler in der 8. Klasse war, sollte er im Rahmen des Politikunterrichts die 16 deutschen Bundesländer auswendig lernen.

Das wollte bei ihm einfach nicht klappen!

Irgendwann war er so verzweifelt, dass er überall im Flur seiner Wohnung kleine gelbe Klebezettel aufhängte – insgesamt sechzehn, für jedes Bundesland einen.

Im Flur hing dann zum Beispiel der Zettel für Bayern, auf der Wäschetruhe der für Hamburg und so weiter.

Tag für Tag ging er nun ganz normal durch den Flur und prägte sich ganz nebenbei die gelben Zettel ein.

Kurz vor dem Test entfernte er die Klebezettel von den Gegenständen im Flur.

Nun konnte er einfach durch seinen Flur gehen, und allein durch das Betrachten der Gegenstände, an denen zuvor die Zettel hingen, hatte er alle Bundesländer vor Augen.

Als im Politikunterricht schließlich der Test über die Bundesländer geschrieben wurde, erzielte der Junge die volle Punktzahl.

Was mich sehr beeindruckte.

Also fragte ich ihn, wie er das gemacht habe.

Er erzählte mir dann, dass er während des Tests in Gedanken einfach „den Flur abgelaufen“ ist.

Die Loci-Methode basiert darauf, dass wir Informationen mit alltäglichen Gegenständen verknüpfen.

So werden in unserem Gehirn Verbindungen hergestellt – das Hirn assoziiert etwa die Wäschetruhe mit Hamburg, was uns wiederum dabei hilft, Informationen einfacher und effektiver abzuspeichern.

Ob historische Daten, Formeln oder Vokabeln – bei der Loci-Methode sind dir keine Grenzen gesetzt.

So kann die Waschmaschine zum Tag des Mauerfalls, die Obstschale in der Küche zur Formel der Relativitätstheorie oder das Sofa im Wohnzimmer zur Definition des ökologischen Toleranzbereichs werden …

Du kannst dir ganze Loci-Routen quer durch deine Wohnung ausdenken, die du dann mit Schulinformationen verknüpfst.

So fällt es dir super leicht, Stoff auswendig zu lernen.

Und mit der Loci-Methode macht das Lernen sogar echt Spaß – einfach deshalb, weil die Technik so verboten effektiv ist.

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Für Faule: Schnelle Tipps zum Auswendiglernen

1.

Übe kontinuierlich.

2.

Teile dir den Lernstoff in kleine Einheiten, Häppchen, auf.

3.

Nicht nur lesen, arbeite mit Karteikarten.

4.

Beanspruche verschiedene Sinne: Sehen, hören, fühlen, riechen, schmecken.

Assoziationen fördern dein Gedächtnis.

5.

Lerne am Abend, insbesondere vor dem Schlafengehen.

6.

Probiere die Loci-Methode.

Diese und viele weitere Tipps findest du in diesem Buch: ERFOLG IN DER SCHULE *