Besser lernen: 3 super einfache Tipps für bessere Noten

Sicher kennst du das Sprichwort: Man kann den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen.

Was ist damit genau gemeint? Und was hat das mit deinem Schulkind und besser lernen zu tun?

Nun, zum einen meint diese Redensart, das jemand das Offensichtliche, das, was direkt vor ihm liegt, nicht sieht.

Derjenige scheint so verwirrt oder durcheinander zu sein, dass er keinen Durchblick hat.

Zum anderen kann man den Satz auch so verstehen, dass jemand nur die Einzelheiten sieht – also hier die Bäume – aber nicht das Ganze, das die Bäume bilden – den Wald.

Wie auch immer: Was hat das mit deinem Kind zu tun?

Besser lernen mit diesen Lerntipps

Ich verrate dir gleich, wie dein Kind besser lernen kann und wie du ihm oder ihr dabei helfen kannst.

Lass mich dir vorher noch schnell etwas zu meinen Erfahrungen als Lerncoach verraten.

Viele Schüler, mit denen ich arbeite, scheinen manchmal ziemlich durcheinander zu sein.

Sie haben im Laufe vieler Schultage so viele Einzelheiten (=Bäume) aufgenommen, dass ihnen jetzt der Überblick (= Wald) fehlt. Sie haben wirklich keinen Durchblick, „keinen Plan“.

Kommt dir das bei deinem Kind bekannt vor?

Nehmen wir an, dein Kind hat in den letzten Tagen in mehreren Englischstunden gelernt, was das Simple Past ist.

Lesetipp: Das Simple Past: Diese Regeln musst du dir merken

Dein Sohn oder deine Tochter hat Regeln aufgeschrieben, die unregelmäßigen Verben auswendig gelernt und verschiedene Übungen gemacht.

Und irgendwann soll darüber eine Klassenarbeit geschrieben werden.

Und plötzlich sagt dir dein Kind in einem Nebensatz, dass es nichts verstanden hat.

Es weiß vielleicht nicht, wie „brought“ auf Deutsch übersetzt wird, noch warum ein „did“ in der Frage auftaucht.

Und dein Kind hat Angst, weil die Arbeit bestimmt daneben gehen wird.

Woher kommt es, dass dein Kind trotz Lernen und Unterricht nicht viel verstanden hat?

Und genau jetzt kommt das Sprichwort mit dem Wald und den Bäumen ins Spiel.

Besser lernen: 3 handfeste Tipps, um den Durchblick zu behalten und

Tipp # 1

Packt die Lupe aus!

Im Unterricht bleibt meistens nicht genug Zeit, um auf jedes Detail eines möglichen englischen Satzes oder einer mathematischen Berechnung einzugehen.
Mach deinem Kind klar, dass es beim Lernen nicht nur einfach irgendwelche Wörter in einen Lückentext einsetzen soll, sondern sich wirklich fragen muss, warum genau dieses Wort genommen werden muss.

Rate ihm oder ihr, eine kurze Pause zu machen und die Sätze schnell grob ins Deutsche zu übersetzen.

Oder den Abschnitt im Lesebuch mal wirklich langsam und mit voller Konzentration zu lesen, bis dein Kind wirklich verstanden hat, worum es geht.

In Mathematik könnte dein Kind zum Beispiel selber weitere, ähnliche  Aufgabentypen überlegen und durchrechnen.

Auf den ersten Blick sieht das alles nach erheblicher Mehrarbeit aus.

Tatsächlich aber kann dein Kind nun den einzelnen Baum sehen, sprich: das Detail, das Besondere an dem, was es gerade macht.

Tipp # 2:

Erkläre es anderen!

Wenn wir etwas Neues lernen, spielen wir meistens die Rolle des Zuhörers. Wir sind passiv, nehmen die Informationen auf und speichern es bestenfalls ab.

So geht es auch deinem Kind.

Denn die meisten Informationen behält es nur bis zur nächsten Klassenarbeit oder Prüfung.

Woran liegt das?

Wir lernen nur das, was wir selber erfahren.  Du hättest nie laufen gelernt, wenn du es nicht selber ausprobiert hättest.

Deinem Sohn oder deiner Tochter kannst du erklären:

Höre richtig konzentriert zu! Ja, auch dann, wenn es dich gerade nicht interessiert.

Lies richtig konzentriert!

Mach richtig konzentriert die Hausaufgaben.

Und erkläre bei passenden Gelegenheiten anderen, was du alles an interessanten, neuen Dingen gelernt hast!

Erst wenn wir selber mit offenen Augen durch den Wald gehen, sehen wir die einzelnen Bäume und können später von den Baumarten erzählen.

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Tipp # 3:

Wenn etwas nicht läuft, ändere deine Laufrichtung!

Dein Kind hat mind maps erstellt, die Regeln zur Bruchrechnung aufgeschrieben und die rethorischen Figuren auswendig gelernt.

Und trotzdem war die Arbeit wieder nichts.

Was ist passiert?

Eigentlich hat es alles richtig gemacht, wenn es sich vorbereitet hat.

Aber es hat so wie immer gelernt und das war der Fehler.

Stell dir vor, du bist wieder im Wald mit den Bäumen 🙂

Du joggst dort fröhlich vor dir her und stolperst dann über eine Baumwurzel. Würde dir das am nächsten Tag wieder passieren? Ich denke nicht.

Warum nicht?

Weil du gelernt hast, wo du gefahrlos laufen kannst und wo du aufpassen musst.

Und wie ist das mit dem Lernen bei Schülern?

Er oder sie hat vielleicht festgestellt, dass die Methode des Vokabellernens nichts bringt, weil er oder sie die Wörter nach dem Test wieder vergessen hat.

Aber ändert dein Kind die Lernmethode?

Wahrscheinlich nicht, es macht weiter, als würde alles gut laufen.

In vielen anderen Dingen wechseln wir oft ganz schnell auf eine andere Methode, wenn die alte nicht funktioniert.

Nur beim Thema Lernen scheint es sich nicht herumgesprochen zu haben, dass es auch anders geht.

Besser lernen Tipp: Damit dein Kind auch beim Lernen Erfolge hast, achte darauf, wenn etwas nicht so ausgeht, wie ihr es erwartet habt.

Und dann überlegt gemeinsam, was es ändern muss, damit dein Sohn oder deine Tochter erfolgreicher abschneiden kann.

Sensibilisiere ihn bzw. sie dafür, nicht immer in dieselben Fallen zu tappen, sondern sich nach anderen Lernmethoden umzuschauen und diese auszuprobieren.

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Und ermutige es, verschiedene auszuprobieren, bis es die für ihn richtige Strategie gefunden hat.

Und das ist diejenige, mit der er oder sie es schafft, dauerhaft den Überblick über verschiedene Themen zu behalten.

Wenn dein Kind diese und diese Lerntipps ebenfalls anwendet, ist es auf der sicheren Seite, um ziemlich bald den einzelnen Baum und den Wald als Ganzes wahrzunehmen und in einen Zusammenhang zu setzen.