lerncoach

Wer erzählt hier? – So erkennst du die Erzählperspektive in einem literarischen Werk

Jeder Text, den du liest, hat einen Erzähler, auch wenn dir das beim Lesen gar nicht immer richtig klar ist.

Der Erzähler ist derjenige, dessen Stimme durch den gesamten Text und durch die einzelnen Sätze scheint. Er – oder sie natürlich – erzählt dir die Geschichte, die du gerade liest. Er ist aber nicht der Autor!

Meistens bleibt die Perspektive in einem Roman gleich. Doch es kommt auch vor, dass der Erzähler wechselt, man spricht dann in der Fachsprache davon, dass sich die Erzählperspektive ändert. Du hast es dann mit verschiedenen „Geschichtenerzählern“ zu tun, was dazu führt, dass du ganz unterschiedliche Informationen bekommst.

film_camera

Wenn du aufgeforderst wirst, die Erzählperspektive eines literarischen Textes zu untersuchen, gibt es vier verschiedene Typen:

  • der auktoriale Erzähler
  • der personale Erzähler
  • der neutrale Erzähler
  • der Ich-Erzähler

Im folgenden Artikel gebe ich dir Hinweise, wodurch du die unterschiedlichen Erzählperspektiven erkennen kannst.

Merkmale des auktorialen Erzählers

Den auktorialen Erzähler erkennst du daran, dass er alles über das Geschehen und alle anderen Figuren in einem Text weiß. Man nennt ihn deswegen auch allwissend.

Er gibt dir Einsichten in das innere Erleben aller Charaktere, macht Rückblenden oder Vorausdeutungen und stellt dadurch Zusammenhänge her.

Der auktoriale Erzähler kommentiert und wertet sowohl über die Figuren wie über das Geschehen. Er weiß, weswegen eine Figur so handelt, wie sie handelt und weiß auch, was das für Auswirkungen haben wird.

Er gibt dir Hintergrundinformationen, die die einzelne Figur nicht haben kann und verhilft dir so ebenfalls dazu, mehr zu wissen, als die handelnden Personen.

Als Leser befindest du dich in einer „göttlichen“ Perspektive, eben weil du zusammen mit dem Erzähler allwissend bist. Du ahnst Gefahren voraus, weißt zu jeder Zeit, was die einzelnen Charaktere tun und denken und kannst so stark mitfiebern.

Merkmale des personalen Erzählers

Der personale Erzähler weiß nicht mehr, als was er aus seiner eigenen Perspektive erkennen und wissen kann. Das Geschehen wird also aus der Sicht einer einzelnen Figur erzählt, der sozusagen „die Kamera hält“. Das, was die Figur sieht und erlebt, sieht und erlebt auch der Leser.

Innerhalb eines Romans kann die personale Perspektive natürlich von einer Figur zur anderen wechseln. Das heißt, zunächst „hält Figur A die Kamera“; im nächsten Kapitel „hält Figur B die Kamera“. So erfährst du als Leser das Geschehen aus verschiedenen personalen Perspektiven und kannst so zu einem besseren Überblickswissen über das Geschehen gelangen.

Der personale Erzähler kann nur aus seiner Welt berichten und Rückblenden nur zu seiner eigenen Vergangenheit geben. Vorausschauungen sind ihm nicht möglich.

Als Leser wirst du nicht durch Kommentare eines übergeordneten Erzählers gesteuert und erhältst auch keine Hintergrundinformationen.

Merkmale des neutralen Erzählers

Der neutrale Erzähler hält sich aus allen Wertungen und Inneneinsichten einer Figur heraus und erzählt nur das, was im Außen wahrzunehmen ist.

Um beim Thema Film zu bleiben: Du kannst diesen Erzähltyp mit einem Film vergleichen, den du ohne Ton ansiehst.

Der Erzähler beschreibt nur, wie die einzelnen Figuren handeln und gibt keine Wertungen oder Kommentare ab, auch nicht zu einer einzelnen Figur.

Diese Perspektive lässt sich kaum durchgängig in einem Roman finden. Sie taucht häufig szenenartig auf, meistens in Form eines Gesprächs, in dem nur berichtet wird, was die Figuren sagen, ohne es zu bewerten, zum Beispiel mit kommentierenden Adjektiven.

Als Leser bleibt es dir selbst überlassen, das beschriebene Verhalten oder den Dialog in einen Gesamtzusammenhang zu bringen.

Merkmale des Ich-Erzählers

Der Ich-Erzähler ist am leichtesten zu identifizieren, denn er schreibt tatsächlich in der Ich-Form. Von diesem Erzähler erfahren wir nur Ereignisse und Gedanken, die er oder sie selber haben kann.

Der Ich-Erzähler bewertet und kommentiert zwar die Handlungen der anderen Figuren, aber er kann nicht wissen, was diese fühlen oder erleben, es sei denn, er ist dabei.

Der Ich-Erzähler kann durchaus allwissende Merkmale aufweisen, indem er beispielsweise eine Geschichte im Rückblick erzählt. Er weiß bereits zu Beginn, wie sich ein Geschehen entwickeln wird und kann sein Wissen dadurch im Laufe des Erzählens einstreuen.

Du als Leser bekommst das, was geschieht, nur so mit, wie es auch der Ich-Erzähler sieht und empfindet. Du wirst nur mit der Meinung dieser einen Figur konfrontiert.

Die Ich-Erzählung gibt dir nur eine sehr eingeschränkte und subjektive  Möglichkeit, das Geschehene nachzuvollziehen.

Zusammenfassung:

Die Erzählperspektive gibt Antwort auf die Frage:
„Was weiß der Erzähler über die anderen Charaktere und die Handlung?“

  • Der Erzähler kann entweder alles wissen
  • Er kann nur etwas über einzelne Figuren wissen
  • Er kann gar nichts wissen und betrachtet nur von außen

Innerhalb eines Werkes kann die Erzählperspektive wechseln. Dies gibt dir als Leser die Möglichkeit, ebenfalls andere Perspektiven einzunehmen und erweitert dein Wissen über das Gesamtgeschehen.

15 Tipps, wie du eine formal gute Klassenarbeit schreibst

Wenn du vor einer Klassenarbeit sitzt und am liebsten gleich loslegen möchtest, atme erst einmal kurz durch.

Konzentriere dich darauf, dass du für jemanden anders schreibst, der dich bewerten soll. Und mache es ihm oder ihr einfach, deinen Text zu lesen, indem du darauf achtest, dass der Text „schön“ aussieht.

Im folgenden Artikel gebe ich dir 15 Tipps, wie du eine formal gute schriftliche Arbeit ablieferst.

writing

1. Lasse mindestens eine freie Zeile zwischen den einzelnen Aufgaben.

2. Lasse keine freien Zeilen in den verschiedenen Abschnitten eines Paragrafen. Hier reicht es, für einen neuen Gedanken in der nächsten Zeile etwas einzurücken.

3. Leite deine Antwort nicht mit einer „Einleitung“ ein, etwa mit den Worten: „Im folgenden Text werde ich die Figur XXX charakterisieren…“.

4. Beantworte eine Frage immer in vollständigen, verständlichen Sätzen. Schreibe nicht nur Stichworte auf.

5. Beantworte die verschiedenen Teilaufgaben in der vorgegebenen Reihenfolge. Manche Problematik erledigt sich dann meist von alleine.

6. Fange für jeden neuen Punkt, den du bringst, einen neuen Paragraphen an. Schreibe nie einen Text, in dem gar keine Absätze vorhanden sind.

7. Fange aber auch nicht für jeden neuen Satz eine neue Zeile an.

8. Wenn du in der Fremdsprache mal ein Wort nicht kennst, schreibe das deutsche Wort dafür und lass nicht einfach eine Lücke. Beispiel: „The mother is very scheinheilig because …?

9. Wiederhole dich nicht ständig, nur um Zeilen zu füllen. Der Lehrer merkt das sowieso.

10. Wenn du bei der Korrektur Wörter oder ganze Sätze einfügen musst, benutze hochgestellte Zahlen und nicht Sternchen an der Stelle, an der du etwas ergänzen möchtest.

11. Wenn möglich, füge den zusätzlichen Text direkt unter die Antwort ein. Falls zu wenig Platz ist, schreibe den Zusatztext ans Ende der gesamten Arbeit, nicht an den Rand, der ist für deinen Lehrer reserviert.

12. Streiche falsche Antworten mit einem Lineal sauber durch, krankele nicht fünfmal darüber. Einen Tintenkiller oder gar ein Korrekturband brauchst du nicht.

13. Schreibe keine einzelnen Buchstaben über einen anderen. Besser ist es, das ganze Wort durchzustreichen und neu zu schreiben.

14. Wähle ein eindeutiges Wort und schreibe nicht verschiedene Alternativen auf, aus denen sich dein Lehrer eine aussuchen darf.

15. Zeichne in Mathematik nicht mit Kuli oder Füller, sondern mit Bleistift. Benutze immer ein Lineal!

Wie schreibe ich eine Charakterisierung? – Wichtige Formulierungshilfen

In diesem zweiten Teil der kleinen Artikelserie:

Wie schreibe ich eine Charakterisierung?/ How to write a characterization?

gebe ich dir viele verschiedene Formulierungshilfen an die Hand, damit du nicht nur eine strukturierte, sondern auch eine vom Wortschatz her gute Leistung hinlegen kannst.

Die Liste bezieht sich zwar auf das Fach Englisch, kann aber leicht für jedes andere Fach übernommen werden.

1.) Phrases for Characterization

Another important fact is (that) …
Another significant aspect is…
From this one can conclude that …
However, even if x is… he/ she is …
It is quite apparent that …
Not only does x …., he/she also …
Proof of this can be found on page … when x….
Since x is portrayed as a …, x can be called a …
This behavior clearly indicates that x …
this is also the reason why (x can be summed up in)…
This is an example of …
This reveals that x …
this shows that x is….
This very feature becomes apparent in part ll…. when x …
To sum up… / Finally …
Without any doubt …

x also appears (to be) …
x is but a(n)…
x is described as…
x is portrayed as …
x likes to be…
x represents (the) …
x seems to be…

2. Also …

  • use connectives like: „since, when, moreover, besides, despite, thus…”
  • use lots of different adjectives to describe a person
  • know the difference between a flat and a round character

Wie schreibe ich eine Nacherzählung? – Strategien und Tipps

Schon in der Grundschule wirst du aufgefordert, eine Nacherzählung zu schreiben. Dabei liest dir deine Lehrerin oder dein Lehrer entweder einen Text vor, oder du bekommst einen Text vorgelegt, den du selber lesen sollst. Dann sollst du die Geschichte nacherzählen.

Was ist aber wichtig in einer Nacherzählung? Was genau sollst du wie schreiben? Und wie schaffst du es, eine gute Note in deiner Nacherzählung zu bekommen?

Wenn du die folgenden Tipps beachtest, wirst du bestimmt gut abschneiden.

Diese Schritte solltest du beim Schreiben einer Nacherzählung einhalten:

1) Stoffsammlung

  • Mache eine Stoffsammlung.
  • Schreibe zunächst ein Konzept.

2) Dies gehört in den Inhalt

  • Finde eine passende Überschrift.
  • Schreibe in deiner Nacherzählung alle wichtigen Erzählschritte auf.
  • Erfinde keine neuen Erzählschritte.
  • Erzähle die wichtigsten Stellen ausführlich.
  • Schreibe deine Nacherzählung anschaulich, lebendig und spannend.
  • Erzähle die Geschichte in eigenen Worten nach.

3) Aufbau

Behalte die Reihenfolge der Erzählschritte in der Geschichte bei.

4) So schreibst du deinen Text

  • Verwende abwechslungsreiche Worte.
  • Verbinde kurze Sätze mit verschiedenen Bindewörtern.
  • Schreibe ebenfalls abwechslungsreiche Satzanfänge.
  • Halte die Erzählform der Geschichte (Ich- oder Er-/Sie-Erzähler) ein.
  • Halte im gesamten Text die Zeitform der Verben der Geschichte ein (zum Beispiel nur Präsens oder nur Präteritum, kein Mischmasch!).
  • Achte auf die Regeln der deutschen Grammatik und des Satzbaues.
  • Beachte die Regeln der deutschen Rechtschreibung und Zeichensetzung.
  • Schreibe sauber und halte einen Rand ein.

Prüfe deinen Text mit Hilfe dieser Checkliste.
Lies deinen Text noch einmal durch, bevor du ihn abgibst!

3 Tipps für deinen Durchblick

Sicher kennst du das Sprichtwort: Den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen.

trees

Was ist damit genau gemeint? Und was hat das mit dir als Schüler und Schülerin zu tun?

Nun, zum einen meint diese Redensart, das jemand das Offensichtliche, das, was direkt vor ihm liegt, nicht sieht. Derjenige scheint so verwirrt oder durcheinander zu sein, dass er keinen Durchblick hat.

Zum anderen kann man den Satz auch so verstehen, dass jemand nur die Einzelheiten sieht – also hier die Bäume – aber nicht das Ganze, das die Bäume bilden – den Wald.

Wie auch immer: Was hat das mit dir zu tun?

Vielleicht vorher noch etwas zu meinen Erfahrungen:

Viele Schüler, mit denen ich arbeite, scheinen vollkommen verwirrt zu sein. Sie haben im Laufe vieler Schultage so viele Einzelheiten (=Bäume) aufgenommen, dass ihnen jetzt der Überblick (= Wald) fehlt. Sie haben wirklich keinen Durchblick, „keinen Plan“.

Kommt dir das bekannt vor?

Nehmen wir an, du hast in mehreren Englischstunden gelernt, was das simple past ist. Du hast Regeln aufgeschrieben, die unregelmäßigen Verben mühselig in dich reingedrückt und verschiedene Übungen gemacht.

Und nächste Woche soll darüber eine Klassenarbeit geschrieben werden.

Und plötzlich stellst du fest, dass du rein gar nichts weißt. Du weißt weder, wie „brought“ auf Deutsch übersetzt wird, noch warum auf einmal ein „did“ in der Frage auftaucht.

Und du hat Muffensausen, weil die Arbeit bestimmt daneben gehen wird.

Wie kommt das?

Und genau jetzt komme ich ins Spiel mit dem Wald und den Bäumen und erkläre dir, wie du es schaffen kannst, den Durchblick zu halten.

Tipp 1: Pack die Lupe aus!

Im Unterricht bleibt meistens nicht genug Zeit, um auf jedes Detail eines möglichen englischen Satzes oder einer mathematischen Berechnung einzugehen.
Du kannst aber bei vielen Hausaufgaben nicht nur stupide irgendwelche Wörter in einen Lückentext einsetzen, sondern dir Gedanken dazu machen.

Mach doch eine kurze Pause und übersetze dir die Sätze grob ins Deutsche.

Oder lies den Abschnitt im Lesebuch mal wirklich langsam und mit voller Konzentration. Hast du wirklich verstanden, worum es geht?

In Mathematik könntest du dir blitzschnell selber weitere, ähnliche  Aufgabentypen überlegen und durchrechnen.

Auf den ersten Blick sieht das alles nach erheblicher Mehrarbeit aus.

Tatsächlich aber siehst du nun den einzelnen Baum, sprich: das Detail, das Besondere an dem, was du gerade machst.

Tipp 2: Erkläre es anderen!

Wenn du etwas Neues lernst, spielst du die Rolle des Zuhörers. Du bist passiv, nimmst auf und speicherst es hoffentlich ab.

Dass du ein Thema damit quasi automatisch verstanden hast oder es auch nur bis zur nächsten Woche noch kennst – na, du weißt selber sicher, dass das eher selten vorkommt.

Woran liegt das?

Wir lernen nur das, was wir selber erfahren.  Du hättest nie laufen gelernt, wenn du es nicht selber ausprobiert hättest. Versteht jeder, nicht?

Für deinen Schulalltag bedeutet das:

Höre richtig konzentriert zu! Ja, auch wenn es dich gerade nicht interessiert.

Lies richtig konzentriert!

Mach richtig konzentriert die Hausaufgaben.

Und erkläre bei passenden Gelegenheiten anderen, was du alles an tollen, neuen Dingen gelernt hast!

Erst wenn du also richtig konzentriert durch den Wald gegangen bist, siehst du die einzelnen Bäume und kannst später davon erzählen.

Tipp 3: Wenn etwas nicht läuft, ändere deine Laufrichtung!

Okay. Du hast mind maps erstellt. Du hast die Regeln zur Bruchrechnung drauf. Du hast die rethorischen Figuren auswendig gelernt. Und trotzdem war die Arbeit wieder nichts.

Was hast du falsch gemacht?

Na ja, eigentlich hast du alles richtig gemacht, denn du hast dich ja vorbereitet. Das Ding ist nur, du hast es wie immer gemacht. Und das kann oft fatal sein.

Nehmen wir an, du bist wieder im Wald mit den Bäumen 🙂

Du joggst dort fröhlich vor dir her und stolperst dann über eine Baumwurzel. Würde dir das am nächsten Tag wieder passieren? Ich denke nicht.

Warum nicht?

Weil du gelernt hast, wo du gefahrlos laufen kannst und wo du aufpassen musst.

Und wie ist das mit deinem Lernen?

Du hast festgestellt, dass deine Methode des Vokabellernens nichts bringt, weil du die Wörter nach dem Test wieder vergessen hast. Und? Wechselst du nun deine Methode?

Wenn du tickst, wie die meisten Schüler, machst du einfach weiter, als würde alles gut laufen.

In vielen anderen Dingen wechseln wir oft ganz schnell auf eine andere Methode, wenn eine nicht funktioniert. Nur beim Thema Lernen scheint es sich nicht herumgesprochen zu haben, dass es auch anders geht.

Damit du aber auch beim Lernen Erfolge hast, achte darauf, wenn etwas nicht so ausgeht, wie du es erwartest hast. Und dann bereite dich das nächste Mal anders vor.

Tapp also nicht immer in dieselben Fallen, sondern mach dich schlau.

Lies nach, was es alles für tolle Lernstrategien gibt! Und wende sie nacheinander an, bis du DEINE Strategie gefunden hast. Die, mit der du es schaffst, den Überblick zu behalten.

Und wenn du es alleine nicht schaffst, die Laufrichtung zu ändern, dann lass dir von jemandem helfen, der sich damit auskennt 🙂

Wie du dein nächstes Zeugnis verbessern kannst

Das erste Halbjahr ist geschafft und es ist Zeit, Bilanz zu ziehen und sich Schritte zu überlegen, wie du im 2. Halbjahr bessere Noten schaffen kannst.

butterflies

Hierzu schaust du dir zunächst ganz genau die Zeugnisnoten der Haupt- und Nebenfächer an.

Da sich die Gesamtnote aus den schriftlichen und mündlichen Noten zusammensetzt, die du im ganzen Halbjahr gesammelt hast, kannst du aus den Noten der Hauptfächer folgendes ableiten:

Zunächst rechnest du dir die Durchschnittsnote aller schriftlichen Arbeiten in einem Fach aus. Ist die Zeugnisnote schlechter, bedeutet das fast immer, dass die mündliche Mitarbeit eher gering war.
Ist die Zeugnisnote besser als der Notendurchschnitt der Klassenarbeiten, bedeutet das fast immer, dass die mündliche Mitarbeit gut war.

Auch aus den Noten in den Nebenfächern kann man Rückschlüsse auf die mündliche Mitarbeit schließen: Eine Vier zeigt ziemlich sicher eine geringe Mitarbeit an, eine Zwei zeigt eine gute mündliche Mitarbeit an.

Aus dieser gezogenen Bilanz kannst du nun Schritte festlegen, damit die nächsten Zeugnisnoten besser werden.

  • 1. Meistens weißt du ja ziemlich genau, ob du dich viel oder wenig meldest. Eine erhöhte Mitarbeit führt ziemlich sicher zu einer besseren Endnote, selbst wenn eine Klassenarbeit oder ein Test mal daneben geht.

In allen Schultypen wird die Mitarbeit also mit großer Sicherheit belohnt. An diesem Rädchen zu drehen, ist am einfachsten und führt schnell nicht nur zu mehr Selbstbewusstsein, sondern auch zu einer besseren Gesamtnote.

Für Schüler, die wissen wollen, wie sie aus ihrer Schüchternheit herauskommen, empfehle ich diesen Beitrag, wie du deine mündliche Mitarbeit steigern kannst.

  • 2. In dem Hauptfach, in dem du eine Vier oder gar Fünf auf dem Zeugnis hast, liegt es fast immer daran, dass du den Stoff entweder nicht verstanden hast, oder weil du dich nicht richtig vorbereitest hast.

Damit gleich die nächste Klassenarbeit besser wird, solltest du ziemlich schnell Maßnahmen ergreifen:

Lass dich von jemandem regelmäßig unterstützen, der sich mit dem Stoff nicht nur sehr gut auskennt, sondern dir diesen auch so beibringen kann, dass du ihn verstehst.
Es besteht nämlich ein großer Unterschied darin, den Stoff zu verstehen UND ihn so erklären zu können, dass ihn auch andere verstehen.

Für Schüler und deren Eltern, die wissen wollen, wie man sich geplant auf Klassenarbeiten vorvereiten kann, empfehle ich diesen Beitrag.

  • 3. Auch wenn es mit Arbeit verbunden ist: Plane ein Referat ein!

Frag deine Fachlehrer, ob du zu einem bestimmten Thema ein Referat halten kannst.
Das zeigt dem Lehrer, dass du motiviert bist und wird immer entsprechend honoriert; und ein Referat erweitert auch immer deinen eigenen Horizont.

  • 4. Mein wichtigster Rat ist: Warte nicht ab!
    Handle jetzt sofort, damit dir die Zeit nicht davon läuft und du wegen Zeitmangel in Stress kommst. Je eher du anfängst, an deinen Schwächen zu arbeiten, desto gelassener kommst du durch das Schuljahr.

Hier habe ich einen Artikel geschrieben, wie du es schaffst, nicht mehr so viel vor dir herzuschieben.

Der Satz des Pythagoras – Für Könner

Der Satz des Pythagoras:

So steht er in den Schulbüchern und so wird er von den Schülern auch auswendig gelernt.

Leider berücksichtigen viele Schüler nicht, dass dieser so auswendig gelernte Satz nur in rechtwinkligen Dreiecken gilt, in denen c tatsächlich die längste Seite (Hypotenuse) ist.

1.) Betrachten wir zunächst das rechtwinklige Dreieck mit a=4cm; b=3cm Abbildung und dem rechten Winkel in C.

Hier ist c tatsächlich die längste Seite des Dreiecks und die Anwendung des Satzes des Pythagoras bereitet in der Regel keine Schwierigkeiten:

b1




Um die Seitenlänge zu ermitteln zieht man jetzt noch die Wurzel:

5cm = c

Die Berechnung der Seitenlänge a in obigem Beispiel bereitet einigen Schülern schon erste Schwierigkeiten, weil sie Probleme mit dem Umstellen einfacher Gleichungen haben.

Vom rechtwinkligen Dreieck mit der Hypotenuse c=5cm sei nun auch die Länge der Kathete a=3cm gegeben.

Das Einsetzen der bekannten Größen führt zu:

Das einfache „Rüberbringen“ der (3cm)² wird oftmals nicht beherrscht, führt aber zum Erfolg:



Wurzelziehen ergibt:
b=4cm

Zum besseren Verständnis des Satzes des Pythagoras und weil es Dreiecke gibt in denen a oder b die längste Seite ist, sollte man sich deshalb folgendes merken:

1. Kathete zum Quadrat + 2. Kathete zum Quadrat = Hypotenuse zum Quadrat

Besonders hilfreich ist dieser Merksatz insbesondere dann, wenn völlig andere Buchstaben benutzt werden.

2.) Als Beispiel betrachten wir nun das Dreieck in der folgenden Abbildung:

b2

Gegeben sei die Länge der beiden kurzen Seiten (Katheten) mit

b=3cm und c=4cm.

Gesucht wird die Länge der Hypotenuse a.

Ansatz:

1. Kathete zum Quadrat + 2. Kathete zum Quadrat = Hypotenuse zum Quadrat





Zur Berechnung der Katheten verfährt man dann wie folgt:

1. Kathete zum Quadrat = Hypotenuse zum Quadrat – 2. Kathete zum Quadrat

2. Kathete zum Quadrat = Hypotenuse zum Quadrat – 1. Kathete zum Quadrat

Das going-to-Future – Diese Regeln musst du dir merken

In diesem letzten Artikel zu den englischen Zeiten erkläre ich euch eine zweite Form, über  zukünftige Ereignisse zu sprechen: das going-to-future.
Mit diesem und den allen vorherigen Artikeln seid ihr fit, euch in jeder Zeit auszudrücken: in der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft.

B) The going-to-Future = Das Futur = Die Zukunft

1. Die Bildung des Aussagesatzes:

Form von „be“ + going to + Infinitiv des Verbs für alle Personen gleich.

I am going to go. Ich werde gehen.
You are going to go. Du wirst gehen.
He/ She/ It/ Mary/ My friend/ is going to go. Er/ Sie/ Es/ Mary/ Mein Freund wird gehen.
We/ My friend and I are going to go. Wir/ Mein Freund und ich werden gehen.
You are going to go. Ihr werdet gehen.
They/ The visitors are going to go. Sie/ Die Besucher werden gehen.

Wenn ihr die deutsche Übersetzung hier mit der des will-future im Artikel davor vergleicht, stellt ihr fest, dass sie identisch ist. Das bedeutet, die Engländer haben zwei verschiedene Möglichkeiten, den gleichen Satz in einer unterschiedlichen tense der Zukunft widerzugeben.

2. Die Bildung des verneinten Aussagesatzes:

Form von „be“ + not + going to + Infinitiv des Verbs für alle Personen gleich.

I am not going to go. Ich werde nicht gehen.
You are not going to go. Du wirst nicht gehen.
He/ She/ It/ Mary/ My friend/ is not going to go. Er/ Sie/ Es/ Mary/ Mein Freund wird nicht gehen.
We/ My friend and I are not going to go. Wir/ Mein Freund und ich werden nicht gehen.
You are not going to go. Ihr werdet nicht gehen.
They/ The visitors are not going to go. Sie/ Die Besucher werden nicht gehen.

3. Die Bildung des Fragesatzes:

Form von „be“ + Subjekt + going to + Infinitiv des Verbs für alle Personen gleich.

Am I going to go? Ich werde nicht gehen.
Are you going to go? Du wirst nicht gehen.
Is he/ she/ Ii/ Mary/ my friend going to go? Er/ Sie/ Es/ Mary/ Mein Freund wird nicht gehen.
Are we/ my friend and I going to go? Wir/ Mein Freund und ich werden nicht gehen.
Are you going to go? Ihr werdet nicht gehen.
Are they/ the visitors going to go? Sie/ Die Besucher werden nicht gehen.

4. Gebrauch des going-to-future:

Du setzt das Verb in dieser tense immer dann ein, wenn du ausdrücken willst:

  • dass eine Handlung in der Zukunft fest geplant ist;

Paula is going to celebrate her birthday soon.   =   Paula wird bald ihren Geburtstag feiern.

  • dass du logische Schlussfolgerungen für die Zukunft ziehst;

They have not worked hard lately. They are going to fail.   =   In letzter Zeit haben sie nicht viel gearbeitet. Sie werden durchfallen.

Das Will-Future – Diese Regeln musst du dir merken

Wenn Engländer über die Zukunft sprechen möchten, haben sie im wesentlichen zwei tenses (Zeitformen). In diesem Artikel stelle ich euch das will-future vor.

A) The will-future = Die Zukunft = Das Futur

will + Infinitiv für alle Personen gleich.

I will go. Ich werde gehen.
You will go. Du wirst gehen.
He/ She/ It/ Mary/ My friend/ will go. Er/ Sie/ Es/ Mary/ Mein Freund wird gehen.
We/ My friend and I will go. Wir/ Mein Freund und ich werden gehen.
You will go have Ihr werdet gehen.
They/ The visitors will go. Sie/ Die Besucher werden gehen.

2. Die Bildung des verneinten Aussagesatzes:

will + not (= won´t) + Infinitiv für alle Personen gleich.

I will not go. Ich werde nicht gehen.
You will not go. Du wirst nicht gehen.
He/ She/ It/ Mary/ My friend will not go. Er/ Sie/ Es/ Mary/ Mein Freund wird nicht gehen.
We/ My friend and I will not go. Wir/ Mein Freund und ich werden nicht gehen.
You will not go. Ihr werdet nicht gehen.
You/ The visitors will not go. Ihr/ Die Besucher werden nicht gehen.

3. Die Bildung des Fragesatzes:

will + Subjekt + Infinitiv für alle Personen gleich
                                                                        

Will I go? Werde ich gehen?
Will you go? Wirst du gehen?
Will he/ she/ it/ Mary/ My friend go? Wird er/ sie/ es/ Mary/ mein Freund gehen?
Will we/ my friend and I go? Werden wir/ mein Freund und ich gehen?
Will you go? Werdet ihr gehen?
Will they/ the visitors go? Werden wir/ die Besucher gehen?

 

4. Gebrauch des Will-Future:

Du setzt das Verb in dieser tense immer dann ein, wenn du ausdrücken willst:

  • dass du eine Vorhersage oder Vermutung machst;

Probably, she will visit the museum tomorrow.   =   Vielleicht wird sie das Museum morgen besuchen.

  • dass du gerade spontan, in diesem Moment, einen Entschluss gefasst hast;

You don´t know where to go? I will help you.   =   Sie wissen nicht, wo Sie langgehen sollen? Ich werde Ihnen helfen.

  • dass ein Geschehen in der Zukunft nicht von deiner Entscheidung abhängt;

It will be sunny by the weekend.   =   Am Wochenende wird es sonnig sein.

 

Das Past Perfect Progressive – Diese Regeln musst du dir merken

Wie in den übrigen tenses auch, gibt es auch im Past Perfect eine Verlaufsform: Das Progressive. Diese Zeit kennen wir im Deutschen nicht, weswegen es für uns einfach das Plusquamperfekt ist.

A) The Past Perfect Progressive = Die vollendete Vergangenheit (Vorvergangenheit in der Verlaufsform)= Das Plusquamperfekt

1. Die Bildung des Aussagesatzes:

Die Form von „had“ + been + Verb + „ing“ für alle Personen gleich.

I had been going. Ich war gegangen.
You had been going. Du warst gegangen.
He/ She/ It/ Mary/ My friend/ had been going. Er/ Sie/ Es/ Mary/ Mein Freund war gegangen.
We/ My friend and I had been going. Wir/ Mein Freund und ich waren gegangen.
You had been going. Ihr wart gegangen.
They/ The visitors had been going. Sie/ Die Besucher waren gegangen.

 

2. Die Bildung des verneinten Aussagesatzes:

Die Form von „had“ + not + been + Verb + „ing“  für alle Personen gleich.

I had not been going. Ich war nicht gegangen.
You had not been going. Du warst nicht gegangen.
He/ She/ It/ Mary/ My friend had not been going. Er/ Sie/ Es/ Mary/ Mein Freund war nicht gegangen.
We/ My friend and I had not been going. Wir/ Mein Freund und ich waren nicht gegangen.
You had not been going. Ihr wart nicht gegangen.
You/ The visitors had not been going. Ihr/ Die Besucher waren nicht gegangen.

 

3. Die Bildung des Fragesatzes:

Die Form von „had“ + Subjekt + been + Verb + „ing für alle Personen gleich.
                                                                        

Had I been going? War ich gegangen?
Had you been going? Warst du gegangen?
Had he/ she/ it/ Mary/ My friend been going? War er/ sie/ es/ Mary/ mein Freund gegangen?
Had we/ my friend and I been going? Waren wir/ mein Freund und ich gegangen?
Had you been going? Wart ihr gegangen?
Had they/ the visitors been going? Waren wir/ die Besucher gegangen?

4. Gebrauch des Past Perfect Progressive:

Du setzt das Verb in dieser tense immer dann ein, wenn du ausdrücken willst:

  • dass die Dauer der Handlung im Vordergrund steht, dass also eine Handlung in der Vorvergangenheit ziemlich lange gedauert hat;

I had been travelling the whole day.   =   Ich war der ganzen Tag gereist.

  • dass eine Handlung VOR einer anderen Handlung stattgefunden hat; die Handlung, die zuerst stattfand, steht im Past Perfect Progressive; die Handlung, die weniger weit zurück reicht, steht im Simple Past;

He had been learning, that´s why he was so tired.   =   Er hatte gelernt, deswegen war er so müde.