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Das Present Perfect Simple – Diese Regeln musst du dir merken

In diesem Artikel erkläre ich euch eine weitere englische tense: Das Present Perfect.

Sicher kennt ihr das deutsche Perfekt, das vom Namen her sehr ähnlich klingt. In der Verwendung sind die Engländer allerdings viel strikter und haben klare Regeln, wann diese tense verwendet wird. Wir im Deutschen benutzen oft das Perfekt, wenn stattdessen das Präteritum angebracht wäre. Deswegen ergeben sich häufig Fehlerquellen.

Mit den folgenden Tipps kannst du dich aber sehr gut einarbeiten und sicher in der Bildung und der Anwendung werden.

A) The Present Perfect Simple = Die vollendete Gegenwart = Das Perfekt

1. Die Bildung des Aussagesatzes:

Die konjugierte Form des Hilfsverbs „have/ has“ + past participle für alle Personen gleich.

Das Partizip ist entweder das Verb mit Endung „-ed“, oder die dritte Form des Verbs bei unregelmäßigen Verben. Diese Form müsst ihr lernen!

I have gone. Ich bin gegangen.
You have gone. Du bist gegangen.
He/ She/ It/ Mary/ My friend/ has gone. Er/ Sie/ Es/ Mary/ Mein Freund ist gegangen.
We/ My friend and I have gone. Wir/ Mein Freund und ich sind gegangen.
You have gone have Ihr seid gegangen.
They/ The visitors have gone. Sie/ Die Besucher sind gegangen.

Während im Deutschen das Perfekt entweder mit „sein“ gebildet wird (wie im Beispiel) oder mit „haben“ (Ich habe gegessen.), wird jedes Verb im Englischen immer mit „have“ gebildet.

2. Die Bildung des verneinten Aussagesatzes:

Die konjugierte Form des Hilfsverbs „have/ has“ + not + past participle für alle Personen gleich.

I have not gone. Ich bin nicht gegangen.
You have not gone. Du bist nicht gegangen.
He/ She/ It/ Mary/ My friend has not gone. Er/ Sie/ Es/ Mary/ Mein Freund ist nicht gegangen.
We/ My friend and I have not gone. Wir/ Mein Freund und ich sind nicht gegangen.
You have not gone. Ihr seid nicht gegangen.
You/ The visitors have not gone. Ihr/ Die Besucher sind nicht gegangen.

3. Die Bildung des Fragesatzes:

Die konjugierte Form des Hilfsverbs „have/ has“ + Subjekt + past participle.
                                                                        

Have I gone? Bin ich gegangen?
Have you gone? Bist du gegangen?
Has he/ she/ it/ Mary/ My friend gone? Ist er/ sie/ es/ Mary/ mein Freund gegangen?
Have we/ my friend and I gone? Sind wir/ mein Freund und ich gegangen?
Have you gone? Seid ihr gegangen?
Have they/ the visitors gone? Sind wir/ die Besucher gegangen?

4. Gebrauch des Present Perfect:

Du setzt das Verb in dieser tense immer dann ein, wenn du ausdrücken willst:

  • dass eine Handlung in der Vergangenheit angefangen hat und bis heute (zum Zeitpunkt des Sprechens) andauert;

She has worked in Berlin for five years.   = Sie arbeitet seit drei Jahren in Berlin.

Beachte: Im Deutschen benutzen wir dafür, wie im Beispiel, sehr oft das Präsens!

  • dass eine Handlung gerade abgeschlossen wurde;

I have just finished reading.   =   Ich habe gerade mit dem Lesen aufgehört.

  • dass das Ergebnis einer Handlung noch in die Gegenwart reicht, die Auswirkungen noch zu spüren sind, auch wenn die Handlung selber bereits abgeschlossen ist;

We have broken the mirrow.   =   Wir haben den Spiegel zerbrochen.

  • dass du nicht genau weißt, ob jemand eine bestimmte Handlung bereits ausgeführt hat; wird oft in Fragen verwendet;

Has John ever been to England?   =   War John jemals in England?/ Ist John jemals in England gewesen?

 

Das Past Progressive – Diese Regeln musst du dir merken

Im Artikel davor habe ich euch eine der beiden englischen Zeitformen (= tenses) der Vergangenheit erklärt: das Simple Past.

In diesem Artikel nun geht es um die zweite Zeitform des Präteritums: das Past Progressive.

Da wir diese Form im Deutschen nicht kennen, haben viele Schüler Probleme damit,diese tense richtig zu bilden und vor allen Dingen, sie richtig anzuwenden.

Mit den folgenden Tipps kannst du dich aber sehr gut einarbeiten und sicher in der Bildung und der Anwendung werden.

B) The Past Progressive = Die einfache Vergangenheit = Das Präteritum (in der Verlaufsform)

1. Die Bildung des Aussagesatzes:

Die konjugierte Form des Hilfsverbs „was/ were“ + Verb + „-ing“ für alle Personen gleich.

I was going. Ich ging.
You were going. Du gingst.
He/ She/ It/ Mary/ My friend/ was going. Er/ Sie/ Es/ Mary/ Mein Freund ging.
We/ My friend and I were going. Wir/ Mein Freund und ich gingen.
You were going. Ihr gingt.
They/ The visitors were going. Sie/ Die Besucher gingen.

Das Präteritum von „gehen = gingen“ wird im Englischen also entweder durch „went“ oder wie hier durch „was/ were going“ ausgedrückt.
Dies hängt mit dem unterschiedlichen Gebrauch der beiden Zeiten zusammen, den ich unter Punkt 4 erkläre.

2. Die Bildung des verneinten Aussagesatzes:


Die konjugierte Form des Hilfsverbs „was/ were“ + not + Verb + „-ing“ für alle Personen gleich.

I was not going. Ich ging nicht.
You were not going. Du gingst nicht.
He/ She/ It/ Mary/ My friend was not going. Er/ Sie/ Es/ Mary/ Mein Freund ging nicht.
We/ My friend and I were not going. Wir/ Mein Freund und ich gingen nicht.
You were not going. Ihr gingt nicht.
You/ The visitors were not going. Ihr/ Die Besucher gingen nicht.



Wie du siehst, steht die Verneinung im Englischen VOR dem Verb, um das es geht (go), während die Verneinung im Deutschen HINTER dem Verb steht.


3. Die Bildung des Fragesatzes:


Die konjugierte Form des Hilfsverbs „was/ were“ + Subjekt + Verb + „ing“.

Was I going? Ging ich?
Were you going? Gingst du?
Was he/ she/ it/ Mary/ My friend going? Ging er/ sie/ es/ Mary/ mein Freund?
Were we/ my friend and I going? Gingen wir/ mein Freund und ich?
Were you going? Gingt ihr?
Were they/ the visitors going? Gingen wir/ die Besucher?

Bei der Fragebildung musst du dir merken, dass die konjugierte Form des Hilfsverb „was/ were“ am Satzanfang steht und erst danach das Subjekt folgt.


4. Gebrauch des Past Progressive:


Du setzt das Verb in dieser tense immer dann ein, wenn du ausdrücken willst:

  • dass zwei oder mehrere Handlungen gleichzeitig stattfanden; diese Handlungen müssen nicht unbedingt etwas miteinander zu tun haben;

Jennifer was watching TV while her mother was cooking.   =   Jennifer sah fern, während ihre Mutter kochte.

  • dass eine oder mehrere Handlungen in der Vergangenheit länger andauerten, also Zeit in Anspruch nahmen; du legst Wert auf die Betonung der Dauer, nicht unbedingt auf die Handlung selbst;

On Sunday Peter was sleeping the whole day.   =   Am Samstag schlief Peter den ganzen Tag.

  • dass eine längere Handlung bereits stattfand (= tense: past progressive) und durch eine kürzere Handlung unterbrochen wird (tense: simple past);


They were working together when the lights went out.   =   Sie arbeiteten (gerade) miteinander, als die Lichter ausgingen.

Das Present Progressive – Diese Regeln musst du dir merken

Im Artikel davor habe ich euch eine der beiden englischen Zeitformen (= tenses) des Präsens erklärt: das Simple Present.

In diesem Artikel nun geht es um die zweite Zeitform des Präsens: das Present Progressive.

Da wir diese Form im Deutschen nicht kennen, haben viele Schüler Probleme damit,diese tense richtig zu bilden und vor allen Dingen, sie richtig anzuwenden.

Mit den folgenden Tipps kannst du dich aber sehr gut einarbeiten und sicher in der Bildung und der Anwendung werden.

B) The Present Progressive = Die (Verlaufsform der) Gegenwart = Das Präsens (in der Verlaufsform)

1. Die Bildung des Aussagesatzes:

Die konjugierte Form des Hilfsverbs „be“ + Verb + „-ing“ für alle Personen gleich.

I am going. Ich gehe.
You are going. Du gehst.
He/ She/ It/ Mary/ My friend/ is going. Er/ Sie/ Es/ Mary/ Mein Freund geht.
We/ My friend and I are going. Wir/ Mein Freund und ich gehen.
You are going. Ihr geht.
They/ The visitors are going. Sie/ Die Besucher gehen.

2. Die Bildung des verneinten Aussagesatzes:

Die konjugierte Form des Hilfsverbs „be“ + not + Verb + „-ing“ für alle Personen gleich.

I am not going. Ich gehe nicht.
You are not going. Du gehst nicht.
He/ She/ It/ Mary/ My friend is not going. Er/ Sie/ Es/ Mary/ Mein Freund geht nicht.
We/ My friend and I are not going. Wir/ Mein Freund und ich gehen nicht.
You are not going. Ihr geht nicht.
You/ The visitors are not going. Ihr/ Die Besucher gehen nicht.

Wie du siehst, steht die Verneinung im Englischen VOR dem Verb, um das es geht (go), während die Verneinung im Deutschen HINTER dem Verb steht. Wenn du dir das merkst, wirst du schon viel weniger Fehler machen.

3. Die Bildung des Fragesatzes:

Die konjugierte Form des Hilfsverbs „be“ + Subjekt + Verb + „ing“.

Am I going? Gehe ich?
Are you going? Gehst du?
Is he/ she/ it/ Mary/ My friend going? Geht er/ sie/ es/ Mary/ mein Freund?
Are we/ my friend and I going? Gehen wir/ mein Freund und ich?
Are you going? Geht ihr?
Are they/ the visitors going? Gehen wir/ die Besucher?

Bei der Fragebildung musst du dir merken, dass die konjugierte Form des Hilfsverb „be“ am Satzanfang steht und erst danach das Subjekt folgt.

4. Gebrauch des Present Progressive:

Du setzt das Verb in dieser tense immer dann ein, wenn du ausdrücken willst:

  • dass etwas im Moment des Sprechens geschieht;

The pupils are reading the book.          =       Die Schüler lesen (gerade) das Buch.

  • dass zwei oder mehrere Handlungen gleichzeitig ablaufen;

My mother is cooking dinner and my father is working in the garden.     =     Meine Mutter kocht das Abendessen und mein Vater arbeitet im Garten.

  • dass ein Geschehen nicht dauerhaft ist, sondern nur vorübergehend;

This month she is working in London.     =     Diesen Monat arbeitet sie in London.

  • dass du ein Geschehen beobachtest und wiedergibst, zum Beipiel eine Bildbeschreibung machst oder eine andere Handlung wiedergibst, die du beobachtest;

The animals in the picture are sleeping.     =     Die Tiere auf dem Bild schlafen (gerade).
The woman is calling the police.     =     Die Frau ruft (gerade) die Polizei an.

  • dass jemand bereits feststehende Pläne für die Zukunft hat;

We are visiting the Cathedral on Monday.     =     Wir besuchen den Dom am Montag.

Wie du einen guten Start ins neue Schuljahr hinlegst – 5 Tipps zum sofortigen Umsetzen

Ja, ich weiß, wir alle würden am liebsten das ganze Jahr Urlaub machen!  Aber die schönen, langen Sommerferien sind in NRW leider schon wieder vorbei.

Und so langsam müssen sich auch die Schüler wieder auf frühes Aufstehen, regelmäßiges Lernen und Konzentration einstellen. Damit dir das mühelos gelingt, hier einige Tipps, wie du dir den Schuljahr erleichtern und wirklich gleich motiviert loslegen kannst:

  • Wenn du ein Profi bist oder einer werden willst, fang schon einige Zeit vorher an, dich wieder auf die Schule einzustellen:
    Stehe wieder etwas früher auf, schau mal in ein altes Schulbuch oder wiederhole die Vokabeln und Formeln der vergangenen Schuljahre. Gerade in den Ferien hast du den Kopf frei und viele Dinge prägen sich dir ganz nebenbei ein.
  • Miste deine Schultasche, deine alten Hefte und Ordner aus und vergiss auch dein Schreibmäppchen nicht. Schau nach welche Utensilien dir fehlen bzw. ersetzt werden müssen und besorge diese rechtzeitig. Ordnung ist wirklich das halbe Leben.
  • Schreibe dir eine Strategie auf, was du im neuen Schuljahr vielleicht noch besser oder zumindest anders machen willst: dich mehr melden, regelmäßiger lernen, rechtzeitig vor den Arbeiten mit dem Üben anfangen, mal ein Referat anfertigen, mehr im Unterricht aufpassen usw.
  • Setze dir Etappenziele und notiere auch diese:
    die ersten Klassenarbeiten sollen alle eine „3, 2, oder 1“ werden, um dich weiter zu motivieren und den Druck zu mindern;
    in den Fächern, die du gar nicht magst, schreibst du gleich zu Anfang ein Referat;
    du holst dir frühzeitig Hilfe von außen und nicht erst zwei Wochen vor den Zeugnissen usw.
    Und wenn du ein Ziel erreichst hast, belohne dich ruhig selber!
  • Überdenke ruhig einmal deine bisherigen Meinungen und Einstellungen zu dir und den anderen. Bist du wirklich eine „Niete in Physik“? Ist der Typ X oder das Mädchen Y wirklich so unausstehlich? Und Lehrer Z ist doch nicht wirklich biestig und hat dich auf dem Kiecker, oder? Du wirst sehen, wenn du dich und die anderen im positiven Licht siehst, sind diese plötzlich auch ganz nett und Physik kann – manchmal zumindest – echt interessant sein.

Mathematik ganz einfach – Rechnen so schnell wie ein Taschenrechner

In meinem Unterricht habe ich viel mit Schülern zu tun, die mit den bei uns vermittelten Rechenwegen Probleme haben. Deswegen bin ich immer auf der Suche nach Möglichkeiten, diesen Schülern andere Wege aufzuzeigen, wie sie eine Aufgabe ganz leicht lösen können. Auch ältere Schüler freuen sich, wenn sie etwas Neues lernen und dadurch viel sicherer und schneller werden.

Vor einiger Zeit habe ich die „Vedische Mathematik“ entdeckt, die sich wirklich lohnt, näher betrachtet zu werden. Im Folgenden stelle ich einige dieser indischen Lösungswege vor, die sich in der Praxis bewährt haben und sogar wahre Begeisterungsstürme bei meinen Schülern auslösen, weil sie plötzlich ziemlich selbstsicher rechnen können.

  • Einfaches Minusrechnen von jeder Zehnerpotenz

Die Regel lautet: „Alle von 9 und die letzte von 10“ und funktioniert so:

Beispiel a)

1000 – 789

           7 von 9  = 2
           8 von 9  = 1
           9 von 10 =1

Ergebnis: 211

Beispiel b)

100000 – 96753

               9 von 9  =  0
               6 von 9  =  3
               7 von 9  =  2
               5 von 9  =  4
               3 von 10 = 7

Ergebnis: 3247

Der Vorteil hierbei ist, dass man überhaupt nicht auf den sogenannten Zehnerübertrag achten muss, den ja viele beim herkömmlichen schriftlichen Minusrechnen vergessen, und dass man jede Minusaufgabe einer Zehnerpotenz ganz leicht im Kopf ausrechnen kann, sogar wenn man eine Zahl von 1.000000 abziehen soll. Das macht Eindruck!

  • Einfaches Multiplizieren mit 11

  • 1. Regel: Zweistellige Zahlen, ohne Zehnerübergang:

Die Regel lautet: Übernehmen AddierenÜbernehmen und funktioniert so:

11 x 53

Übernehmen: 5
Addieren: 5 + 3 = 8
Übernehmen: 3

Ergebnis:  5 8 3

  • 2. Regel: Zweistellige Zahlen mit Zehnerübergang:

11 x 87

Übernehmen: 8 (+1 ) = 9
Addieren: 8 + 7 = 15 (5 kommt an 2. Stelle der Lösung, die 1 wird zur 8 hinzugezählt)
Übernehmen: 7

Ergebnis: 9 5 7

  • 3. Regel: Mehrstellige Zahlen mit 11 multiplizieren:

Die Regel lautet: „Versetzt untereinander und addieren“ und funktioniert so:

Beispiel a), ohne Zehnerübergang:

5343 x 11

            5343
        +    5343
            58773

 Ergebnis: 58773    

Beispiel b), mit Zehnerübergang:

11 x 87435

        87435
     +   87435
        961785

Ergebnis: 961785

Hier muss man darauf achten, dass man beim Addieren die 1 für den Zehnerübergang mitzählt, wie man das ja bei jeder schriftlichen Plusaufgabe auch macht. Trotz dieses kleinen „Hindernisses“ rechnet es sich hiermit viel sicherer und schneller. Viel Spaß dabei!

Wann schreibe ich mit Bindestrich? – 5 schnelle Regeln

Im Folgenden gebe ich einen kurzen Überblick über eine kleine aber feine Rechtschreibregel: Wann schreibe ich mit Bindestrich?

Regel 1: Man setzt Bindestriche in Zusammensetzungen von ganzen Wörtern mit Einzelbuchstaben, Abkürzungen, Ziffern:

„i-Punkt, km-Zähler, 8-Pfünder“

Regel 2: Vor Suffixe (=angehängte Silben wie –lich, -fach, -ten) setzt man Bindestriche, wenn sie mit einem Einzelbuchstaben verbunden sind:

„zum x-ten Mal, o-förmig, die n-te Potenz“
Ausnahme: Das gilt nicht bei Zahlen oder mehreren Buchstaben:
„25stel, 8fach, SPDler“

Regel 3: Sind Aneinanderreihungen substantivisch gebraucht, setzt man Bindestriche:

„das Make-up, das Sowohl-als-auch“

Regel 4: Man setzt Bindestriche in mehrteiligen Zusammensetzungen, wenn die einzelnen Bestandteile wichtig sind:

„der dass-Satz, die Ich-Erzählung, der Trimm-dich-Pfad“

Regel 5: Man setzt Bindestriche, wenn die Zusammensetzung einen Eigennamen enthält:

Foto-Müller, Friedrich-Schiller-Gymnasium“

ebenso: „baden-württembergisch, st-gallisch“

 

 

Was kommt nach der Grundschule? Teil 4: Die Gesamtschule

Die Gesamtschule ist eine Mischform aus allen drei Schultypen. In Nordrhein-Westfalen erhalten alle Grundschulkinder neben einer der drei anderen Schulformempfehlungen immer auch die Empfehlung für die Gesamtschule, so dass diese Schulform grundsätzlich allen Kindern offensteht, unabhängig von deren Zeugnisnoten.

Die folgenden Informationen über das Prinzip der Gesamtschule können Sie beim Bildungsportal NRW nachlesen:

http://www.schulministerium.nrw.de/docs/Schulsystem/Schulformen/Gesamtschule/index.html

Die Gesamtschule ist eine Schule des längeren gemeinsamen Lernens. Sie arbeitet mit Kindern und Jugendlichen aller Leistungsstärken und hält Laufbahnentscheidungen möglichst lange offen. An der Gesamtschule können alle Abschlüsse der Sekundarstufe I erreicht werden, die auch an der Hauptschule, der Realschule und dem Gymnasium erworben werden.

Die Gesamtschule umfasst in der Sekundarstufe I die Klassen 5 bis 10 und in der Sekundarstufe II (gymnasiale Oberstufe) die Jahrgangsstufen 11 bis 13. Bei guten Leistungen können die Schülerinnen und Schüler ggf. direkt in die Jahrgangsstufe 12 wechseln. In die Klassen 6 bis 9 gehen die Schülerinnen und Schüler jeweils ohne Versetzung über.

Unterrichtsfächer

Der Unterricht im Pflichtbereich wird in folgenden Fächern bzw. Lernbereichen erteilt:
Deutsch
Gesellschaftslehre (Erdkunde, Geschichte, Politik)    
Englisch
ggf. zweite Fremdsprache
Mathematik
Naturwissenschaften (Biologie, Chemie, Physik)
Arbeitslehre (Technik/Wirtschaft/Hauswirtschaft)
Musik/Kunst
Religionslehre
Sport

Wahlpflichtunterricht
In der Klasse 6 setzen die Schülerinnen und Schüler erste individuelle Schwerpunkte, indem sie zusätzlich ein weiteres Fach wählen. Dieser Wahlpflichtunterricht umfasst eine zweite moderne Fremdsprache oder Latein, Arbeitslehre (Technik, Wirtschaft, Hauswirtschaft) und Naturwissenschaften. Zusätzlich kann die Schule den Lernbereich Darstellen und Gestalten anbieten.

Ab Klasse 8 wird eine weitere Fremdsprache als zweite oder dritte Fremdsprache angeboten.

Bis zur Klasse 10 können die Jugendlichen bei entsprechender Leistung zwischen Grund- und Erweiterungsebene wechseln, in der Regel zu Beginn des Schuljahres.

Fester Bestandteil des Unterrichtsangebots sind die so genannten Ergänzungsstunden. Sie dienen vor allem der Förderung in den Fächern Deutsch, Mathematik, in den Fremdsprachen, im Lernbereich Naturwissenschaften und in dem Fach des Wahlpflichtunterrichts.

Abschlüsse
In der Gesamtschule können alle Abschlüsse der Sekundarstufe I erworben werden:
der Hauptschulabschluss
der Hauptschulabschluss nach Klasse 10
der mittlere Schulabschluss (Fachoberschulreife) nach Klasse 10.

Voraussetzung für den Erwerb des mittleren Schulabschlusses (Fachoberschulreife) sind mindestens ausreichende Leistungen in zwei Fächern auf der Erweiterungsebene und im Fach des Wahlpflichtunterrichts, befriedigende Leistungen  auf der Grundebene, zweimal befriedigende und im Übrigen ausreichende Leistungen in den anderen Fächern.
Dieser Abschluss beinhaltet die Berechtigung zum Besuch der gymnasialen Oberstufe des Gymnasiums, der Gesamtschule oder entsprechender vollzeitschulischer Bildungsgänge des Berufskollegs, wenn die Leistungen in drei Fächern auf der Erweiterungsebene und im Fach des Wahlpflichtunterrichts und in den übrigen Fächern mindestens  befriedigend und im Grundkurs mindestens gut sind.

Gymnasiale Oberstufe
Die gymnasiale Oberstufe setzt den Bildungsgang der Klassen 5 bis 10 fort.
Es gibt eine einheitliche gymnasiale Oberstufe an Gesamtschulen und Gymnasien.

Nachhilfe – Warum sie auch zum Schuljahresende noch sinnvoll ist

Nach den blauen Briefen und den Elternsprechtagen hat nun definitiv die letzte Phase des Schuljahres angefangen. So manche Eltern fragen sich, ob es noch Sinn macht, ihrem Kind Unterstützung in Form von zum Beispiel Nachhilfe anzubieten. Hier muss ich ein ganz klares Ja postulieren!

So wie es mit dem Beginnen von Sport, gesünderer Ernährung oder einer Fortbildung nie zu spät ist, kann es auch nie zu spät sein, seine schulischen Leistungen zu verbessern.

Man darf natürlich keine Wunder erwarten. Wenn ein Schüler/ eine Schülerin in allen Klassenarbeiten wacklige Vieren geschrieben hat und nur noch zwei  Wochen Zeit hat, sich auf die letzte Arbeit vorzubereiten, kann auch Nachhilfe selten eine Drei herbei zaubern, dafür bauen die Themen zu sehr aufeinander auf. Doch alleine das Gefühl, jemanden zu haben, den man fragen kann, der einem klare Richtungen aufzeigt und weiß, was in welcher Reihenfolge zu lernen ist, kann unglaublich erleichternd sein.

Wenn jedoch Eltern und Schüler die Problematik weiterhin vor sich herschieben und auf das nächste Schuljahr vertagen, werden wir, so sind wir Menschen nun mal, wieder nichts ändern. Denn was tun wir, wenn etwas Neues beginnt? Wir warten zunächst ab. Wir orientieren uns, wir sagen, war doch nur die erste Arbeit, bei der nächsten wird alles besser – und befinden uns schon wieder im dem Teufelskreis von Nicht-Handeln, von Verdrängung oder Beschwichtigung und von Hoffnung auf ein Wunder.

Sinnvoller ist es, erst gar keine Lücken entstehen zu lassen und, wenn sich welche aufgetan haben, sich sofort daran zu machen, diese wieder zu schließen.
Wenn Sie als Eltern also erst jetzt, zum baldigen Ende des Schuljahres, erkannt haben, dass Handlungsbedarf besteht, handeln sie einfach! Für gute Nachhilfe ist es nie zu spät.

 

Glückliche Kinder – Familie und Freunde verhelfen dazu

Sicher haben Sie das Ergebnis und die anschließenden Diskussionen zum „UNICEF-Bericht zur Lage der Kinder in Industrieländern 2013“ gelesen.

Hier finden Sie eine Zusammenfassung:
http://www.unicef.de/fileadmin/content_media/projekte/Themen/Kinderrechte/UNICEF-Berichte/UNICEF-Info_zur_Lage_der_Kinder_in_Industrielaendern_2013.pdf

Auch ich habe mich natürlich gefragt, wie es sein kann, dass in einem Land, in dem wir alle doch meinen, alles zu haben, alles kaufen zu können, überall hinfahren zu können, unglückliche Kinder leben. Ich bin nicht der Meinung, dass man das Ergebnis – wie man in vielen Diskussionen nachlesen konnte – überwiegend der Schule und dem Schulstress „in die Schuhe schieben“ kann.

Sicher ist es richtig, dass die Schüler von heute eine wesentlich längere Schulwoche haben, als die Generation ihrer Eltern. Doch es kommt nicht immer darauf an, wieviel freie Zeit man hat, sondern was man daraus macht, wie man sie mit Freude, Sinn und dem Miteinander füllt.

Wie ich zum Beispiel in diesem Artikel geschrieben haben http://die-lernlotsen.blog.de/2013/03/01/eltern-gute-nachhilfelehrer-kinder-15579588/,  sehnen sich Kinder nach mehr als materiellen Dingen.

Besonders junge Schüler brauchen ausreichend Zeit mit Eltern, Geschwister, Freunden und auch Verwandten, um ein Gefühl des Miteinanders und des Vertrauens zu entwickeln. Nur jemand, der sich seiner Familie nicht zugehörig fühlt, kann sich unzufrieden oder gar unglücklich fühlen.
Deswegen ist es wichtig, familiäre Rituale, gemeinsame Aktivitäten und vertrauliche Gespräche zu einem festen Bestandteil des Familienlebens zu machen.

Daneben darf man nicht vergessen, dass Kinder alles aufsaugen wie ein Schwamm. Damit meine ich, dass sie sehr feine Antennen dafür haben, wie sich ihre Familienmitglieder fühlen. Wenn sie mitanhören müssen, dass Mutter oder Vater Angst haben, den Job zu verlieren, dass sie über dies und jenes schimpfen und ihren Ärger nach Hause bringen, bleibt dies nicht ohne Wirkung auf die Kinder. Kinder fühlen sich dann wohl, wenn sich auch die anderen Familienmitglieder wohlfühlen.
Deswegen ist es besser, Kinderohren nicht mit den eigenen Ängsten und Sorgen zu belasten.

Kinder

Freundschaften und Beziehungen außerhalb der Schule zu pflegen, verhilft Kindern ebenfalls dazu, sich zugehörig und sicher zu fühlen. Wichtig finde ich allerdings, echte Freundschaften mit echten Menschen zu pflegen und das Simsen, Chatten, Twittern, Facebooken usw. auf ein Minimum zu beschränken. In sozialen Netzwerken kann man sich zwar von seiner Schokoladenseite zeigen und sich vielleicht sogar über die 1000ste Freundschaftanfrage freuen – aber Vertrauen lässt sich dadurch sicher nicht aufbauen.
Deswegen richten Sie regelmäßige Treffen, Ausflüge oder Einladungen mit den Freunden Ihrer Kinder ein.

 

Wie schreibe ich eine summary? – Tipps

Auch im Englisch-Unterricht müssen ab ca. der 8. Klasse Inhaltswiedergaben geschrieben werden; hier heißen sie dann summary.

Ähnlich wie in meinem Artikel zuvor zum Schreiben einer Inhaltsangabe ist es auch hierbei entscheidend, das Wichtige vom Unwichtigen zu trennen. Deswegen ist gerade in der Fremdsprache sorgsames Lesen des Textausschnitts wichtig. Dabei solltest du dir Notizen machen, um einen groben Überblick zu bekommen.

Grob kannst du dich für das summary-writing  an folgenden Kriterien orientieren:

– Kürze den Ausgangsttext auf etwa ein Drittel.

–  Schreibe im simple present. Benutze für die Vorzeitigkeit das present perfect.

– Teile dein summary auf in einen Einleitungssatz – einen Hauptteil – einen Schlussatz.

– Vermeide konkrete Beispiele, Wertungen und Interpretationen.

– Schreibe sachlich in einfachen Sätzen.

– Benutze keine wörtliche Rede.

– Schreibe nicht ab, finde eigene Wörter.

– Benutze sog. „conjuctions“ oder „sentence connectives“ (Bindewörter).

Hier kannst du dir hier einen Vorschlag für  geeignete Ausdrücke und Satzanfänge für eine summary herunterladen.

summary_useful phrases