7 bärenstarke Tipps für schüchterne Kinder

Schüchtere Kinder haben es in der Schule oft schwerer, weil ihnen häufig der Mut fehlt, im Unterricht aktiv mitzumachen und sich zu melden.

Sie sind auch diejenigen, die bei einer Geburtstagsfeier zurückhaltend im Hintergrund bleiben, wenn sie überhaupt zusagen.

Auch bei Wettspielen im Sportunterricht halten sie sich zurück, anstatt richtig in die Vollen zu gehen.

Schüchterne Kinder sind in ihrem ganzen Wesen ruhig, zurückhaltend und leise, möchten nicht auffallen und werden aufgrund ihres Wesens oft unterschätzt.

Als Mama und Papa bist du vielleicht ratlos, möchtest dein Kind anstupsen und dort für es sprechen, wo es sich nicht selber traut.

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Doch anstatt deiner Tochter oder deinem Sohn die Steine aus dem Weg zu räumen, ist es sinnvoller, sie selber stark zu machen, ihnen Selbstvertrauen und Mut zu geben, auf sich aufmerksam zu machen und die eigenen Interessen durchzusetzen.

 

Schüchterne Kinder stark machen

 

Deswegen kommen hier für dich als Mama oder Papa:

7 bärenstarke Tipps für schüchterne Kinder

1.

Soziale Fähigkeiten stärken

Schüchterne Kinder haben Angst, auf andere Kinder zuzugehen.

Sie wissen nicht, was sie sagen sollen und haben vielleicht auch Angst  vor Ablehnung.

Hier kannst du im kleinen Kreis mit Menschen, in deren Gegenwart sich dein Kind wohl fühlt, Rollenspiele machen.

Übt, was es tun kann, um sich einer unbekannten Gruppe, zum Beispiel auf einem Geburtstag, anzuschließen.

  • Was genau könnte dein Kind sagen?
  • Wie kann dein Kind Kontakt knüpfen?
  • Wen könnte dein Kind mitnehmen, um sich wohler zu fühlen?

Besprecht, welche unverfänglichen Gesprächsthemen immer geeignet sind, um Kontakte zu knüpfen.

Auch wichtig: Was wir Erwachsene tun können, um unseren Kindern mehr Respekt zu vermitteln

2.

Über beängstigende Situationen sprechen

Tausche dich regelmäßig mit deinem schüchternen Kind aus.

Finde heraus, welche Situationen es besonders einschüchtern.

Frage, am besten täglich, was in der Schule vorgefallen ist und wann es nicht so aus sich herausgegangen ist, wie er oder sie es eigentlich hätte tun können.

Besprecht gemeinsam, wie es das nächste Mal in einer ähnlichen Situation anders laufen kann.

Buchtipp: Der Zauber guter Gespräche: Kommunikation mit Kindern, die Nähe schafft *

3.

Trainiert Rufen und Schreien

Schüchterne Kinder halten sich auch in ihrer Stimmstärke zurück.

Im Unterricht sprechen sie so leise, dass die anderen Kinder und der Lehrer sie kaum verstehen können.

Gehe mit deinem schüchternen Schatz hinaus in die Natur und lasse laut schreien.

Auch wenn es sich merkwürdig dabei vorkommt, es hilft ihr oder ihm, sich daran zu gewöhnen, sich selber laut sprechen zu hören, ohne sich vor der eigenen Stimmstärke zu erschrecken.

Auch gemeinsames Singen trainiert die Stimme.

Auf jeden Fall solltest ihr trainieren, unter anderen Menschen lauter zu sprechen und sich auch einmal durch Rufen und Schreien über die anderen hinwegzusetzen.

Buchtipp: Kinder stark machen: was dem Selbstwert gut tut | Leicht umsetzbare Methoden, die das Selbstwertgefühl deines Kindes stärken *

4.

Aufrechtes Gehen

Am Gang eines Menschen können wir schnell seine Persönlichkeit erkennen.

Schüchterne Kinder gehen langsamer, in sich zurückgezogen und nicht mit erhobenem Haupte, eben ganz so, wie sie sich innerlich fühlen.

Selbstbewusstsein entsteht alleine schon dadurch, dass wir aufrecht und bestimmt unseres Weges gehen.

Zeige deinem Kind, wie es sich anfühlt, stampfend zu gehen, mit geradem Rücken und um sich schauend.

Übt selbstbewusstes Gehen unbedingt auch auf der Straße und nicht nur in den eigenen vier Wänden, wo es sich sicher fühlt.

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5.

Fremde Menschen ansprechen

Eine herausfordernde Übung für schüchterne Kinder ist es, wildfremde Menschen einfach anzusprechen.

Dränge deinen Schatz nicht dazu, wenn es noch nicht soweit ist.

Aber wenn du das Gefühl hast, ihn oder sie damit nicht zu überfordern, bitte dein Kind, einen fremden Menschen nach dem Weg zu fragen oder danach, an der Kasse vorgelassen zu wereden.

Hierbei geht es darum, dass dein Kind lernt, über seinen eigenen Schatten zu springen und auch mit Rückfragen oder Ablehnungen umzugehen.

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6.

Sport und Bewegung nutzen

Im Sport und Wettbewerbstraining lernt dein Kind, je nach der gewählten Sportart, mehrere seiner Fähigkeiten zu schulen:

  • Körperbewusstsein,
  • Körperkontakte,
  • Gewinnen und Verlieren,
  • Auftritte vor Zuschauern.

All das erfordert Mut und das Vertrauen in die eigenen Möglichkeiten. Und natürlich ist jede Art der Bewegung für Kinder und Jugendliche wünschenswert.

Sprich mit deinem schüchternen Kind darüber, welche Sportart es am liebsten machen würde und hole es dadurch aus dem eigenen Kokon heraus.

Auch wichtig: So kannst du deine Ziele erreichen – 7 Tipps für deinen großen Erfolg

7.

Tierische Freunde

Wenn es eure Familiensituation zulässt, holt euch einen tierischen Freund ins Haus und vereinbart, wer welche Verantwortung für es übernehmen darf.

Denn eigenverantwortlich für ein anderes Lebewesen zu sorgen, macht stark und selbstbewusst.

Der kleine Freund kann zum Seelsorger werden, wenn dein Kind sich abgelehnt fühlt, denn es spürt die bedingungslose Liebe des Haustieres.

Es kann ihm alle Sorgen und Probleme anvertrauen und bei ihm auftanken.

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Wichtig: Diese Fehler solltest du vermeiden

Schüchterne Kinder sind sich ihrer vermeintlichen Schwäche meistens ziemlich bewusst und weil sie nicht aus sich herauskönnen, schwächt sie das zusätzlich.

Hier kannst du deinem Sohn oder deiner Tochter mit den genannten Tipps helfen und liebevoll unterstützen.

Achte aber bitte unbedingt darauf, es nicht zu überfordern und ih oder sie nicht mit deinen eigenen Ansprüchen nicht zu erdrücken.

Vergleiche dein schüchternes Kind auch nicht mit der besten Freundin/ dem besten Freund oder Bruder und Schwester.

Schüchterne Kinder sollten wir als Eltern nicht verbiegen aber darin bestärken, zu sich selber zu stehen und auch mal aus sich heraus zu gehen.

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