Eltern-Tipps

5 Tipps für die mündliche Prüfung: So bestehst du sie souverän

Bei fast allen Schülern ist sie bekannt und gefürchtet: die mündliche Prüfung. Dies sind die häufigsten Gründe für eine solche Prüfung:

  • 4. Abiturfach als mündliches Prüfungsfach
  • deutliche Abweichung von der Vornote in einem schriftlichen Prüfungsfach
  • eine Nachprüfung
  • Ersatz für eine Klassenarbeit in der Fremdsprache

Es ist natürlich klar, dass du dich auf die Prüfung ausreichend gut vorbereiten musst.

Du solltest allerdings nicht nur mit Wissen glänzen, sondern auch mit Selbstbewusstsein und Souveränität.

Mache dir deswegen schon vorher klar, dass eine mündliche Prüfung keine „Strafe“ ist, sondern die Chance, im direkten Gespräch mit dem Lehrer mehr zu zeigen, als in einer Klassenarbeit möglich ist.

Mündliche Prüfung bestehen

Hier sind meine 5 Tipps für deine souveräne mündliche Prüfung

1.

Denke laut, zeige dem Lehrer, welche Überlegungen du anstellst, um ihm so die Möglichkeit zu geben,  helfend und korrigierend einzugreifen, wenn du auf die falsche Fährte gerätst.

Du musst keine fertigen Ergebnisse liefern, sondern in der Situation mit deinem Hintergrundwissen und deiner Kombinationsfähigkeit punkten.

2.

Wenn dir eine Frage gestellt wird, schweige nicht, sondern gib dem Lehrer ein Feedback, dass du die Frage gehört und verstanden hast.

Das Wiederholen der Frage gibt dir auch selber die Möglichkeit, dich auf das Wesentliche zu konzentrieren und nicht am Thema vorbei zu reden.

3.

Wenn du gar keine oder nur wenig zur Beantwortung einer Frage weißt, gib das lieber offen zu als zu schweigen.

Oft kann der Prüfer dir dann durch zusätzliche, unterstützende Fragen doch noch zu einer Beantwortung verhelfen. Achte dabei auch auf die Körpersprache des Lehrers: auf ein überraschendes Hochziehen der Augenbrauen oder auf ein bekräftigendes Nicken.

So weißt du, dass du entweder auf dem richtigen Weg bist oder du kannst dich korrigieren.

4.

Schäme dich nicht für deine Nervosität. Wir alle – ja, auch der Lehrer!- haben solche Prüfungen durchgemacht und sie überlebt.

Gib ruhig zu, dass dir der Kopf schwirrt und du ziemlich fertig mit den Nerven bist, aber erwarte kein Mitleid, wenn du deine fehlende Vorbereitung auf diese Prüfung mit Nervosität entschuldigen willst.

5.

Obwohl dir die Zeit unendlich lange vorkommen mag – auch diese Prüfung geht irgendwann zu Ende.

Deswegen brich auf keinen Fall die Prüfung vorzeitig ab, auch wenn sie, deinem Empfinden nach, katastrophal verläuft.

Bei vielen Schülern löst sich nämlich die Anspannung in den letzten Minuten oder sie fühlen sich zunehmend sicherer und starten erst gegen Ende der Prüfungszeit richtig durch.

Nimm also die Chance wahr, dass du nach einer Anlaufzeit ruhiger wirst und so zeigen kannst, was du weißt.

5 wertvolle Tipps für Eltern: So werden Hausaufgaben zu einem Kinderspiel

Hausaufgaben gehören zum täglichen Schulalltag dazu. Sie sind aber oft ein Streitthema zwischen dir als Mama oder Papa und deinem Sohn oder deiner Tochter.

Grob kann man Schüle in zwei Gruppen unterteilen:

Es gibt Schüler, die erledigen ihre Hausaufgaben fast sofort, wenn sie nach Hause kommen.

Hast du ein solches Kind, musst du es nicht ständig ermahnen und kontrollieren. Dein Kind macht schnell und ohne Murren seine Hausaufgaben und hat danach Zeit für Hobbies.

Und dann gibt es Schüler, die nicht mit den Hausaufgaben anfangen wollen oder die lange brauchen, um sie fertigzustellen, weil sie immer wieder eine Gelegenheit zur Ablenkung finden.

Hausaufgaben Tipps für Eltern

Hast du ein solches Kind, musst du es wahrscheinlich immer wieder ermahnen, kontrollieren und drängeln, endlich die Schulsachen auszupacken, zu arbeiten anzufangen und vor allem, schneller zu arbeiten, denn es warten noch andere Termine.

Das ist mühselig, stimmt´s? Dieses Verhalten zehrt an deinen Nerven und macht mürbe.

Doch ich habe 5 Tipps für dich zusammengestellt, die dir dabei helfen könne, dein Kind zum Hausaufgabenmachen anzuregen.

5 wertvolle Tipps für Eltern: So werden Hausaufgaben zu einem Kinderspiel

 

1.

Plane feste Zeiten für die Hausaufgaben ein.

Gerade jüngere Kinder fühlen sich mit einem geregelten Tagesablauf und festen Ritualen wohl und finden weniger Ausreden, die Aufgaben jetzt nicht zu erledigen

Ein guter Zeitpunkt ist zum Beispiel nach dem Mittagessen und einer kleinen Ruhepause, oder, wenn dein Kind später aus der Schule kommt, vor dem Abendessen.

2.

Keine Ablenkung während der Hausaufgaben.

Hört dein Kind gerne Musik beim Lernen? Dann erlaube es, wenn du keine Nachteile feststellst.
Fernsehen, Handy oder PC-Spiele dagegen lenken immer ab und verhindern konzentriertes Arbeiten.

3.

Ein Hausaufgabenheft führen.

Auch wenn dein Kind sich dagegen sträubt, bestehe darauf, denn nur so kannst du selber nachvollziehen, was gerade im Unterricht durchgenommen wird.

Außerdem vergessen Schüler gerne die genaue Aufgabenstellung, bis sie zu Hause sind und dann sind ihre Hausaufgaben unvollständig oder überhaupt nicht gemacht.

4.

Lasse dein Kind selbstständig arbeiten.

Nimm deinem Kind nicht die Chance, alleine seine Hausaufgaben zu machen und eine Lösung zu finden.

Greife erst bei Fragen und Unstimmigkeiten helfend ein. Vermeide, dass dein Kind einfach nur abschreibt, ohne zu verstehen, worum es geht. Dies hat keinen Erfolg und holt dein Kind spätestens beim nächsten Test ein.

5.

Setze Prioritäten.

Nicht alle Aufgaben müssen am gleichen Tag erledigt werden. Schreibt dein Kind am nächsten Tag eine Klassenarbeit oder ist die nächste Chemiestunde erst in einer Woche, vertage die Hausaufgaben von heute und übt lieber gemeinsam für die anstehende Arbeit.

Wenn ihr ein Hausaufgabenheft führt, könnt ihr leicht nachvollziehen, welche Hausaufgaben noch nicht erledigt sind. So entgeht euch auch im größten Stress keine Hausaufgabe.

6 effektive und schnell wirkende Lerntipps für Fortgeschrittene

Du bist gut in der Schule oder im (Selbst-) Studium, aber das reicht dir nicht.

Du brauchst noch die letzten Schliffe und Tipps, um wirklich effektiv und effizient zu lernen und Wissen zu behalten. Dann hol dir in diesem Artikel die fünf wichtigsten Lerntipps für jede Art von Lernen.

Und setze sie vor allen Dingen um!

Die 5 besten Lerntipps für Profis

1.

Gute Mitarbeit erspart dir viel Lernarbeit.

Gehörst du noch zu häufig zu den Schülern und Studenten, die am liebsten ihren Tagträumen nachhängen? Das solltest du dir am besten sofort abgewöhnen.

Lerntipps für Fortgeschrittene

Wenn du dich nämlich aktiv am Unterricht beteiligst, dann zwingt dich das, mitzudenken und den Lernstoff zu durchdenken. Du entwickelst eine Beziehung zu dem Stoff und das Lernen zu Hause ist kein großes Problem mehr.

Du hast dir bereits die wichtigsten Fragen gestellt, um den Stoff bearbeiten zu können.

Je mehr du dich im Unterricht engagierst, desto weniger Zeit musst du zu Hause mit dem Lernen verbringen.

Arbeite deswegen im Unterricht mit, bleibe aufmerksam und konzentriert.

2.

Gib dem Lernstoff deine eigene Struktur.

Lernen heißt, dass der abstrakte Stoff Teil deines Denkens wird. Das hat aber nur dann Erfolg, wenn du dem Stoff eine eigene Struktur gibst.

Wenn du anhand der Aufzeichnungen aus dem Unterricht lernst oder dir den Stoff aus einem Buch erarbeitest, dann sind das zunächst einmal die Strukturen des Autors oder des Lehrers.

Zu fast jedem Stoff hast du aber schon ein Vorwissen und das Eine oder das Andere ist dir aus einem ähnlichen Zusammenhang schon bekannt. Kein Lehrstoff steht völlig für sich alleine.

Fast immer gibt es schon vorhandene Strukturen in deinem Kopf, an die du anknüpfen kannst.

Je mehr du an schon bestehendem Vorwissen anknüpfen kannst, umso leichter fällt dir das Lernen.

Lerne also nicht ein Thema isoliert für sich, sondern lass bereits gespeichertes Wissen mit einfließen.

3.

Formuliere den Stoff mit deinen eigenen Worten.

Wenn du einfach nur den Stoff aus Büchern lernst, dann ist das erstens langweilig und zweitens nicht sehr effektiv.

Versuche den Inhalt mit eigenen Worten zu beschreiben. Über das Internet kannst du das sogar mit mehreren Schülern zusammen machen.

Ohne viel Aufwand eröffnest du einen neuen Blog und teilst dein Wissen dem Internet mit. Wenn du das längere Zeit machst, hast du bald eine Reihe von Lesern, die deine Texte kommentieren und zu einer Diskussion anregen.

Der Austausch mit anderen Lernenden ist für deinen eigenen Lernerfolg äußerst positiv.

Vielleicht findest du ja aus deinen Kursen einige Mitschüler, die Lust dazu haben, zeitnah an einem solchen Projekt zu arbeiten.

4.

Plane Pausen bewusst ein.

Wenn du ein größeres Pensum, zum Beispiel vor einem Referat oder einer Klausur, zu bewältigen hast, solltest du dir einen genauen Lernplan aufstellen und die benötigte Zeit im Auge behalten.

Wichtig ist es, dass du regelmäßig Pausen einplanst. Mache nicht den Fehler, lustlos zu lernen und auf die Pause zu verzichten, weil du glaubst, bislang noch nicht genug gelernt zu haben.

Ein solches unstrukturiertes Vorgehen hat den Nachteil, dass du die ganze Zeit im Stress bist, noch weniger Pausen machst und dadurch leider weniger lernst.

Denn ein unter Stress stehendes Gehirn lässt kaum noch Platz für konstruktives Arbeiten und zielgerichtetes Abspeichern des Gelernten.

Nimm dir deswegen zwischen einzelnen Lernphasen eine bewusste Auszeit, in der du joggen, Rad fahren oder einfach nur entspannt Musik hören kannst.

5.

Nutze verschiedene Medien zum Lernen.

Sicher hast du schon gehört, dass es unterschiedliche Lerntypen gibt.

Manche lernen am besten, wenn sie etwas sehen (visueller Lerntyp), den Stoff hören (auditiver Lerntyp), wenn sie handeln (motorischer Lerntyp) oder mit anderen Schülern, Eltern oder Lehrer über den Stoff reden (kommunikativer Lerntyp).

Lesetipp: Erkenne deinen Lerntyp und fördere ihn effektiv.

Diese Einteilung ist ein wenig theoretisch, denn viele Menschen sind eine Mischung aus verschiedenen Lerntypen. Oft zeigt es sich, dass eine Kombination der unterschiedlichen Kanäle am meisten Erfolg bringt.

Das Internet bietet dir genug Möglichkeiten, alle Sinne beim Lernen zu benutzen. Also nutze sie!

Wenn du den Stoff zum Beispiel noch einmal von einer anderen Lehrkraft hören willst, dann suche dir zum ThemA ein Video im Internet.

Du kannst bewusst einen Sinn ausblenden und es dir zum Beispiel nur anhören (ohne Bild) oder es nur ansehen (ohne Ton).

Wenn du gerne mit anderen über den Stoff redest, aber kein Freund griffbereit ist und deine Eltern nichts davon verstehen, suchst du dir einfach Gleichgesinnte im Internet und beginnst einen Chat.

6.

Setze die Lerntipps um.

Dieser Punkt ist eigentlich die Nummer eins und gilt für jede Art von Lernen: Setze die Tipps, Methoden und Strukturen um. Warte nicht auf den nächsten Tag oder die nächste Klausur.

Auch ohne einen festen Klausurtermin kannst du dir jetzt sofort ein Video zu einem Fachthema anschauen.

Sehr spannend und fördernd ist es, wenn du dich mit Themen beschäftigst, von denen du bisher noch nicht viel weißt. Dein Gehirn ist süchtig nach neuem Wissen.

Füttere es regelmäßig und nutze dabei die Tipps aus diesem Artikel.

So erkennst du den Lerntyp deines Kindes und unterstützt ihn effektiv

Wenn du weißt, welcher Lerntyp dein Kind ist,  kannst du die richtigen Strategien auswählen, damit deinem Kind das Lernen leichter fällt.

Finde mit meinen Tipps den Lerntyp deines Kindes heraus und nutze die passenden Lernstrategien.

Damit Lernen wieder Spaß macht 🙂

Lerntypen erkennen und unterstützen

Diese vier Lerntypen gibt es:

  • Der auditive Lerntyp mit dem Schwerpunkt Hören
  • Der visuelle Lerntyp mit dem Schwerpunkt Sehen
  • Der kommunikative Lerntyp mit dem Schwerpunkt Sprechen
  • Der motorische Lerntyp mit dem Schwerpunkt Bewegung

Lerntypen erkennen und Lernstrategien anwenden

 

1.

Lerntyp Hören

Kinder dieses Lerntyps lernen und behalten Gelerntes dann am leichtesten, wenn sie etwas hören.

Vielleicht hast du schon bemerkt, dass dein Kind häufig Selbstgespräche führt, sich gerne Geschichten vorlesen lässt und Melodien gut wiedergeben kann.

Lernstrategien, die helfen:

Vokabeln, Rechenregeln, Formeln, Geschichtsdaten und alles, was man sich merken muss, nicht nur abschreiben, sondern auch laut vorlesen.

Hörbücher, Podcasts oder CDs unterstützen diesen Lerntyp zusätzlich.

Vermeiden solltet ihr Nebengeräusche wie Musik, diese lenken den auditiven Lerntyp zu stark ab.

2.

Lerntyp Sehen

Kinder und Schüler dieses Lerntyps lernen und behalten Gelerntes dann leicht, wenn sie etwas sehen und beobachten können.

Diese Schüler lesen oft gerne und können das Gelesene leicht wiedergeben.

Sie haben oft ein „fotografisches“ Gedächtnis, das bedeutet, dass sie schnell sagen können, auf welcher Seite zum Beispiel eine bestimmte Skizze abgebildet ist.

Lernstrategien, die helfen:

Schaubilder und Mindmaps anfertigen.

Mit Farben und Karteikarten arbeiten.

Alles Wichtige aufschreiben.

Dokumentationen ansehen und Lernposter erstellen.

Vermeiden sollten Sie Unordnung, denn die lenkt den visuellen Lerntyp ab.

3.

Lerntyp Sprechen

Kinder und Schüler dieses Lerntyps lernen und behalten Gelerntes am leichtesten, wenn sie darüber sprechen und es anderen erklären.

Schon als Kind reden sie gerne mit anderen und können das, worüber sie gesprochen haben, anderen gut wiedergeben.

Lernstrategien, die helfen:

Das Gelernte erklären lassen und darüber diskutieren.

Fragen stellen, Antworten finden.

Lerngruppen erstellen und sich austauschen.

4.

Lerntyp Bewegung

Kinder und Schüler dieses Lerntyps lernen und behalten Gelerntes schnell, wenn sie sich dazu bewegen können.

Vielleicht hast du beobachtet, dass dein Schatz Tanz- und  andere Bewegungsabläufe leicht lernen und noch Wochen später vorzeigen kann.

Lernstrategien, die helfen:

Learning by doing – Dieser Lerntyp muss selber Experimente machen und Dinge ausprobieren.

Rollenspiele anbieten.

Ausmessen, nachmessen, abwiegen.

Zum besseren Verständnis erfühlen und ertasten lassen.

Beim Lernen laufen, sich bewegen.

Die wenigsten von uns sind nur ein bestimmter Lerntyp, auch wenn jeder von uns einen bestimmten Sinn lieber einsetzt als einen anderen.

Deswegen ist es wichtig, mit möglichst vielen Sinnen zu lernen und die Lernstrategien immer wieder zu erweitern und abzuwechseln.

Zusammenfassung

Natürlich gibt es auch Mischformen der Lerntypen oder dir fällt auf, dass dein Kind mal lieber hört, ein anderes Mal lieber beim Lernen herumgeht.

Mit dem Wissen über die richtigen Lernstrategien kannst du ihm oder ihr jederzeit eine effektive Alternative passend zum jeweiligen Lerntypen anbieten.

So motivierst du dein Kind fürs Lernen

Kennst du das auch? Dein Sohn oder deine Tochter hat ständig  „keine Lust“. Keine Lust zu lesen. Keine Lust, Hausaufgaben zu machen. Keine Lust rauszugehen. Keine Lust auf Schule.

Keine Sorge, damit stehst du nicht alleine da.

Woran liegt es, dass die Motivation und der Ehrgeiz von Kindern und Jugendlichen scheinbar so wenig vorhanden ist? Und was kannst du als Mama oder Papa tun, um dein Kind effektiv zu motivieren?

Zuerst ist es wichtig zu erkennen und dir einzugestehen, dass wir uns nur selber motivieren können.

Das bedeutet, dass nicht du als Mutter oder Vater, auch nicht der Lehrer oder der Freund/ die Freundin der Grund dafür sind, warum dein Kind so unmotiviert erscheint.

Motivation bei Kindern fördern

Der wahre Grund ist: Dein Kind will sich nicht selber für etwas anderes motivieren. Es will genau das machen, was es gerade tut, sonst würde es ja etwas anderes machen.

Wenn dein  Kind also stundenlang am Handy hängt, dann deswegen, weil es genau das tun möchte, weil es ihm Freude macht. Und weil andere Aktivitäten mit eben dieser Tätigkeit nicht mithalten können.

Wenn dein Kind nicht für die nächste Klassenarbeit lernen will, dann deswegen, weil es das so möchte, weil es ihm keine Freude macht, dafür zu lernen. Weil es andere Aktivitäten gibt, die ihm viel mehr Spaß machen.

Du und ich, wir alle ziehen es zu jeder Zeit vor, das zu tun, was uns im Moment am meisten zufriedenstellt: Wir schauen lieber fern als ein Buch zu lesen. Wir feuern lieber im Sessel an, als selbst auf den Fußballplatz zu gehen.

Wir surfen lieber im Internet, als die Wohnung zu putzen. Wir suchen uns meistens den bequemeren, weniger anstrengenden Weg.

Und genau so macht es auch dein Kind.

Natürlich wissen wir, dass uns die Dinge ein, die wir  erledigen müssen, aber dafür eben „weniger Lust“ haben, uns irgendwann einholen. Dein Kind weiß, dass der Termin für die Klassenarbeit näher rückt, beginnt aber erst dann, wenn der Druck nicht mehr auszuhalten ist.

Wenn auch dein Kind zu diesen „Aufschiebern“ gehört, dann mache ihm klar, dass nur er/ sie selbst es schafft, sich zu ändern.

Wie schafft man aber mehr Motivation auch für die Dinge, die man gerade nicht tun will?

Tipp 1

Lade die Aufgaben, die du erledigen musst,  mit so vielen guten Gefühlen auf, wie du schaffst!

Denn wir fühlen uns immer zu dem hingezogen, was uns gute Gefühle bringt. Deine Tochter hängt deswegen so viel am Handy, weil sie  dort vielleicht das Gefühl von Wichtigkeit hat.

Dein Sohn spielt deswegen so viel am Computer, weil er vielleicht während des Spielens das gute Gefühl hat, alles kontrollieren zu können.

Und genau diese guten Gefühle müssen wir alle auch für die Dinge entwickeln, denen wir eigentlich aus dem Wege gehen wollen.

 

Tipp 2

Stelle dir vor, wie gut du dich fühlst, wenn du die ungeliebte Aufgabe erledigt hast!

Obwohl sich dein Kind letztlich nur selber motivieren kann, kannst du ihm dennoch dazu verhelfen, zum Beispiel schulische Angelegenheiten in einem anderen Licht zu sehen.

Mache es ihm oder ihr schmackhaft, wie gut es sich fühlen wird, wenn die Aufgabe erledigt ist. Alles ist fertig! Wir alle mögen dieses Gefühl, tatsächlich etwas geschafft zu haben.

Motivation bedeutet:
Wir überzeugen und selbst, dass wir eine bestimmte Sache derart wertschätzen, dass wir zu besonderem Aufwand bereit sind, um diese zu bekommen.

Für dein Kind heißt das, um wieder mehr Lust am Lernen und an der Schule zu bekommen, muss es sich selbst so überzeugen:

„Mir ist die gute Note und der gute Schulabschluss so wichtig, dass ich dazu bereit bin, mich besonders dafür anzustrengen, um diese gute Note und den guten Abschluss auch wirklich zu bekommen.“

Dieses Gefühl „Wow, ich habe eine Zwei geschrieben!“, muss im Schüler so stark präsent und ihm so wichtig sein, dass er bereit ist, dafür andere Aktivitäten für eine gewisse Zeit zu reduzieren.

Unterstütze dein Kind dabei, diese stärkende Eigenmotivationen für alle ungeliebten Dinge anzuwenden.

Da Kinder und Jugendliche meist nicht wissen, was sie wirklich tun können, um sich zu motivieren, kannst du hier als Mama oder Papa effektiv unterstützend und fördernd eingreifen.

So erkennst du, ob dein Kind eine Rechenschwäche hat

Hast du dich schon einmal gefragt, ob dein Kind eine Rechenschwäche hat?

Denn manche Kinder tun sich schwer, das Zahlensystem zu verstehen und zeigen Schwierigkeiten beim Rechnen. Vielleicht hast du das bei deinem Schatz auch beobachtet, obwohl er vielleicht noch nicht zur Schule geht.

Das Verständnis für Mathematik entsteht nämlich schon viel früher als in der Grundschule.

Unsere gesamte Umwelt besteht aus Zahlen, geometrischen Figuren und Kombinationen daraus.

Rechenschwäche erkennen

Das heißt: Dein Kind bekommt ganz automatisch die Welt der Geometrie und der Zahlen in seinem Alltag vermittelt.

In der Grundschule wird das, was dein Kind intuitiv wahrnimmt, zusätzlich mit Regeln und Zusammenhängen verdeutlicht

 

Ein Kind, das sich schwer tut, diese Regeln nachzuvollziehen und anzuwenden, hat eine oder mehrere von diesen Schwierigkeiten:

  • Es hat Probleme damit, die Welt der Zahlen zu begreifen.
  • Es fällt ihm schwer, Rechenoperationen durchzuführen.
  • Selbst einfache Rechenaufgaben bis 10 kann es schwer lösen oder nur mit Hilfe der Finger.
  • Das Kind versteht die gestellte Rechenaufgabe nicht.
  • Es hat Probleme, die Augenzahl eines Würfels ohne Nachzählen sofort zu erkennen.
  • Das Kind rechnet sehr langsam. Jede neue Aufgabe stellt es vor neue Herausforderungen,  Zusammenhänge werden nicht erkannt. Es ist, als würde das Kind jede Rechenaufgabe zum ersten Mal rechnen.
  • Das Kind kann schwer rückwärts zählen.
  • Es verdreht Zahlen.
  • Es schafft den Zehnerübergang nicht, vor allem beim Minusrechnen.
  • Das Kind kann die Uhr nicht lesen.
  • Umgang mit Geld fällt ihm schwer.
  • Auch widersprüchliche Ergebnisse werden geduldet und fallen nicht auf.

 

Auch wenn mehrere dieser Punkte auf dein Kind zutreffen, bedeutet das nicht, dass es an Dyskalkulie – einer Rechenschwäche – leidet.

Faktoren, an die du zunächst nicht denkst, können dazu führen, dass dein Sohn oder deine Tochter eine der genannten Symptome zeigt.

Diese können daher rühren,

  • dass ein häufiger Lehrerwechsel in der Grundschule zu einem häufigen Wechsel der Unterrichtsmethoden geführt haben, die dein Kind verwirren.
  • dass es abweichende Meinungen zwischen Lehrern, dir und anderen Helfern gibt, wie eine bestimmte Rechenmethode deinem Kind am besten beizubringen sei. Auch dies führt zu Verwirrungen,
  • dass dein Kind bestimmte Begriffe, Techniken oder Zusammenhänge einfach noch nicht verstanden hat.
  • dein Kind sich seine eigenen Regeln überlegt hat und so zu – seinem Empfinden nach – richtigen Ergebnissen kommt.

So kannst du deinem Kind bei einer Rechenschwäche helfen

Wenn dein Schatz schon früh Probleme in Mathematik hat, kannst du ihm helfen, indem du dich zunächst auf Fehleranalyse begibst.

Finde heraus, welche Regelsysteme möglicherweise in seinem Kopf herrschen.

Korrigiere Schritt für Schritt diese Regeln und festige die neuen Regeln durch Wiederholen und Üben.

So hilfst du deinem Kind:

  • Arbeite mit Anschauungsmaterial, denn viele Kinder lernen besser durch Sehen als durch Erklären.
  • Verweile länger bei den Grundlagen der Mathematikt, bis wirklich alles in „Fleisch und Blut“ übergegangen ist.
  • Fördere das Verständnis für Größenordnungen.
  • Trainiere das Kopfrechnen.

 

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Mit Kindern reden: So gelingen klare Aussagen und Anweisungen

Mit Kindern reden bedeutet, dass du klar und deutlich sagst, was du erwartest und was nicht.

Denn wir Erwachsene denken oft, dass Kinder und Jugendliche, genauso wie wir, zwischen den Zeilen lesen können und wissen müssen, was wir von ihnen erwarten.

Oft sagen wir Eltern Sätze wie:

„Finn, du musst einfach mehr für die Schule tun!“

„Paula, du liest viel zu wenig.“

„Du trödelst aber heute wieder!“

Mit Kindern reden

Wissen wir denn wirklich immer, ob unser Kind versteht, was wir damit meinen? Ist es nicht viel mehr so, dass es zwischen Eltern und Kindern oft Missverständnisse gibt, weil die Erwachsenen zu schwammig und unbestimmt in ihren Aussagen waren?

Mit Kindern reden bedeutet vor allem, klare Aussagen darüber zu machen, WAS genau WIE geändert werden sollte.

 

Deswegen gebe ich dir hier einige effiziente Tipps, wie du klarer und deutlicher mit Kindern reden kannst.

Gerade beim Thema Schule solltest du so präzise wie möglich sein, damit wirklich klar ist, was du erwartest.

8 Beispielsätze für klare Anweisungen

1.

„Ich möchte, dass du regelmäßig die Vokabeln aus der letzten Lektion wiederholst, mindestens an zwei Tagen in der Woche.“

2.

„Die Hausaufgaben machst du bitte spätestens um drei fünf, danach kannst du dich mit Freunden treffen.“

3.

„Heute gehen wir zusammen zur Bücherei und du suchst dir zwei Bücher aus, die dich interessieren.“

4.

„Bitte lies dieses Buch bis nächsten Sonntag. Mich würde sehr interessieren, worum es geht. Erzähl es mir bitte am Sonntag.“

5.

„Wann schreibst du deine nächste Mathearbeit? Ich möchte, dass du eine Woche vorher mit dem Üben anfängst. Damit du es nicht vergisst, tragen wir Termin in den Kalender ein.“

6.

„Bitte lege für jedes Fach eine Liste an und mach immer dann einen Strich, wenn du dich meldest. So können wir viel besser mit dem Lehrer über deine mündliche Mitarbeit diskutieren.“

7.

„Wir kaufen heute verschiedene Ordner und Mappen, die dir gefallen. Du kannst dann deine losen Blätter einsortieren. So findest du alles viel schneller und es sieht auch ordentlicher aus.“

8.

„Ich habe für dich zwei Nachhilfelehrer ausgesucht, die lernen wir in den nächsten Tagen kennen. Sie werden dir helfen, noch besser in der Schule zu werden. Du kannst nach den Gesprächen mitentscheiden, von wem du unterrichtet werden möchtest.“

 

8 Tipps, wie du mit der richtigen Vorbereitung jede Klassenarbeit, Klausur oder Prüfung mit Bestnote bestehst

Lernen will gelernt sein. Denn um wichtige Klausuren oder Prüfungen souverän und erfolgreich zu bestehen, solltest du vor allen Dingen von Anfang an strukturiert und planvoll vorgehen.
Doch wie macht man das eigentlich? Wie bereitest du dich so auf deine nächste Prüfung, beispielsweise das Abitur vor, dass du souverän und selbstsicher die Prüfung bestehst?

8 Tipps, wie du mit der richtigen Vorbereitung  jede Klassenarbeit, Klausur oder Prüfung mit Bestnote bestehst.

 1.

Beginne rechtzeitig mit dem Lernen

Damit du nicht unnötig in Stress kommst, nimm dir genug Zeit, um die notwendigen Bücher, Hefte, Notizen und Informationen aus dem Internet durchzugehen und zu sortieren.

Wenn du weißt, wie viel Stoff du lernen musst, kannst du besser einschätzen, wie viel Zeit du brauchen wirst.
Eine Prüfung vorbereiten
Wenn du den Stoff eines gesamten Jahrgangs im Kopf haben musst, fängst du natürlich früher mit dem Lernen an, als wenn du nur den Stoff der letzten 6 Wochen lernen musst.

Du weißt am besten, ob du ein langsamer oder ein schneller Lerner bist. Deswegen kannst du am besten beurteilen, wieviel Zeit du benötigst, um den Inhalt zu lernen.

  • Wenn du den Stoff als schwierig einstufst, beginne auf jeden Fall noch früher als sonst mit dem Lernen. Nimm dir ausreichend Zeit, damit du den Stoff ohne Zeitdruck bearbeiten, lernen und wiedergeben kannst.
  • Schlafe immer ausreichend.
    Ich weiß, dass du vor lauter Aufregung vielleicht gar nicht einschlafen kannst, aber gönne dir die Ruhe auf jeden Fall.
    Dein Kopf braucht diese Zeit, um das Gelernte abzuspeichern. Damit du gut und ausreichend schlafen kannst, solltest du rechtzeitig mit dem Lernen anfangen, weil du dann ein gutes Gefühl hast und dir erlaubst, dich zu entspannen.

2.

Wenn du das zu lernende Material sortiert hast, lies dir zunächst alles durch, um dich wieder zu erinnern.

Ein Zusatzeffekt bei dieser Vorbereitung ist, dass du dir merkst, wo welche Informationen stehen und welche dir noch fehlen. So kannst du dir fehlendes Material von deinen Schulkameraden oder aus Büchern und dem Internet besorgen.

3.

Mache dir ausreichend Notizen!

Du weißt selber, ob du dir gut oder weniger gut Notizen machen kannst. Wenn deine Notizen von Anfang an richtig gut und strukturiert sind, brauchst du insgesamt weniger Zeit fürs Lernen und Wiederholen.

Woran erkennst du gute Notizen?

Gute Notizen erklären Sachverhalte, die weit über das hinausgehen, was in deinen Büchern steht. Sie geben dir wertvolle Zusatzinformationen und erleichtern dir das Verständnis der Zusammenhänge.

  • Wenn du fünf Seiten mit Mitschriften hast, dein Freund oder deine Freundin jedoch zwanzig, hast du vermutlich das eine oder andere nicht notiert. Vergleicht am besten eure Notizen und ergänze das, was dir fehlt.

4.

Frage deinen Lehrer nach dem Stoff, den du lernen solltest.

Dein Lehrer weiß meistens, welche Themen in der Klausur oder Prüfung vorkommen. Auch wenn er oder sie dir natürlich keine direkten Hinweise geben wird, wirst du den einen oder anderen Tipp aus seiner Antwort herauslesen.
Je mehr du den Themekreis einschränken kannst, desto mehr und effektiver kannst du dich auf den notwendigen Stoff konzentrieren.
Und zusätzlich fühlst du dich während des Lernens sicher, weil du weißt, dass du das Richtige lernst.
Du hast gute Vorarbeit geleistet, eine Stoffsammlung gemacht, Unterlagen abgeglichen und erste Notizen gemacht.
Nun geht es darum, dein Überblickswissen zu vertiefen.

5.

Lies noch einmal deine ersten Notizen durch.

Du hast dir die wichtigsten Notizen bereits gemacht und in dieser zweiten Lernphase liest du sie mit dem Ziel, Zusammenhänge herzustellen.
Fange mit den Basics an. Was heißt das?
  • Nun, wenn du dich zum Beispiel auf den Impressionismus vorbereiten willst, solltest du als Erstes wissen, was Impressionismus bedeutet. Wer waren seine berühmtesten Vertreter?
  • Du kannst dir die Infos im Internet heraussuchen. Dabei besteht die Gefahr, dass du andere Infos erhältst als die, die ihr im Unterricht besprochen habt.
    Deswegen ist es wichtig, dass du die Infos mit denen abgleichst, die ihr in der Klasse angesprochen habt.

6.

Mache dir noch mehr Notizen.

Ja, ich weiß, du hast dir ja schon Notizen gemacht. Trotzdem, mache noch weitere.

Du kannst die Informationen im Buch natürlich auch unterstreichen, aber sie selber aufzuschreiben, bringt dir viel mehr, als sie nur zu lesen.

Wenn dir dabei auffällt, dass du dir manche Sachen gar nicht merken kannst, dann splitte umfangreiche Themen in kleinere Unterthemen.

7.

Wiederhole den Lernstoff.

Der Lernstoff ist das, was ihr während der zurückliegenden Monate im Unterricht besprochen habt.

Zu diesem Zeitpunkt deiner Lernplanes solltest du jedem, der dich danach fragt, die Hauptpunkte und Unterpunkte des Themas nennen können, auf das du dich vorbereitest hast. Ebenso solltest du bereits jetzt mindestens in groben Zügen die Zusammenhänge darstellen können.

Falls dir das noch nicht gelingt, geh noch einmal ins Detail und lies auch im Buch die relevanten Kapitel nach, falls du das noch nicht getan hast.

8.

Schreibe nun die Hauptthemen heraus.

Bücher sind hervorragend dazu geeignet, deinen Stoff zu strukturieren. Wenn du nämlich die Überschriften und Absatzüberschriften der einzelnen Themen herausschreibst, hast du bereits einen sehr wertvollen Fahrplan zu deinem Lernstoff!
Oft gibt es in deinen Büchern auch Zusammenfassungen eines Kapitels. Auch das hilft dir, dich auf das Wesentliche zu konzentrieren und dennoch das Wichtige zu kennen.

 

8 wertvolle Fähigkeiten, die du als Berufsanfänger unbedingt brauchst

Irgendwann ist es für dich so weit: Du hast die Schule oder das Studium abgeschlossen und nun heißt es: Hinaus in die große Welt und sich in einem Beruf beweisen.

Vielleicht hast du schon von den Begriffen berufliche Fähigkeiten, Kernkompetenz, Schlüsselqualifikationen oder auch Soft Skills gehört.

Unter all diesen Begriffen versteht man Qualifikationen, die du selber entwickelt hast und die dir helfen, erfolgreich in deinem Beruf zu sein.

Und genau jetzt solltest du gespannt sein! Denn natürlich ist es zu spät, wenn du erst mit dem Abschlusszeugnis beginnst, dir die notwendigen  Fähigkeiten und Qualifikationen anzueignen.

Fähigkeiten und Qualifikationen für Berufsanfänger

 

Das, was Arbeitsgeber von dir als Berufsanfänger erwarten, sind nämlich alles Eigenschaften, die du bequem und fast nebenbei schon in der Schule trainieren kannst.

8 Fähigkeiten und Kenntnisse, die du als Berufanfänger wirklich brauchst

I.

Fachliche Qualifikationen, die du schon in der Schule trainieren kannst:

1.

Beherrsche deine Muttersprache – Deutsch! – so gut es geht in Wort und Schrift.

Hier kannst du, auch schon in Klassenarbeiten, aber erst recht beim potentiellen Arbeitgeber um so mehr punkten, je weniger Fehler du machst. Drei-Wort-Sätze oder ein sehr geringer Wortschatz werfen dich fast immer aus dem Rennen um die begehrte Arbeitsstelle.

Deswegen: Korrigiere immer deine Fehler, lies viel und sprich ein korrektes Deutsch.

Büchertipps: Wissen für clevere Kids. *

2.

Beherrsche die Grundrechenarten fehlerfrei.

Hierzu zählen natürlich alle Rechenoperationen, die du in der Grundschule gelernt hast, aber auch Prozentrechnung, Dreisatz oder Bruchrechnung.

Deswegen: Gewöhne dir an, so viel wie möglich im Kopf zu rechnen, zum Beispiel beim Einkaufen.

Falls du vieles vergessen hast, wiederhole unbedingt diese Grundkenntnisse, denn sie gehören zum Allgemeinwissen und du schadest dir immer nur selber, wenn du schwach darin bist.

3.

Vernachlässige die Fremdsprachen nicht.

Mindestens Englisch als Weltsprache, mit der du überall weiter kommst, solltest du so gründlich wie möglich während deiner Schulzeit lernen. Fast alle Unternehmen sind heute in verschiedenen Ländern tätig und erwarten von ihren Mitarbeitern grundlegende Kenntnisse in mehreren Fremdsprachen.

Deswegen: Lerne die Vokabeln, wiederhole sie, schaue dir englische (oder spanische oder französische) Filme im Original an, lies Zeitungen in der Fremdsprache. Später kannst du einen Fremdsprachenkurs machen, falls du während deiner Schulzeit zu wenig gelernt hast.

4.

Nutze den Computer für mehr als nur Spiele oder Videos.

Du wirst vielleicht lächeln und meinen, du beherrschst deinen Laptop oder PC perfekt, da du ihn seit deiner Kindergartenzeit kennst. Tatsächlich bestehen erhebliche Defizite und viele Schüler scheitern schon an einer Seitenformatierung.

Meistens scheitern sie auch an Tabellenkalkulationen oder an einer Präsentation. Aber ohne PC läuft in den Betrieben heute fast nichts mehr.

Deswegen: Nutze die vielen Tools, die sich im Internet zu sehr vielen Themen finden. Lerne die grundlegenden Formatierungsregeln für Geschäftsbriefe kennen oder gestalte einen kleinen Prospekt, um das Arbeiten mit einem Grafikprogramm zu lernen.

II.

Soziale Qualifikationen, die du schon in der Schule trainieren kannst:

5.

Achte auf deine Umgangsformen und dein Verhalten anderen gegenüber.

Vielleicht merkst du ja selber, wie unfreundlich oder rüpelhaft ihr in der Schule miteinander umgeht. Da wird geschubst, laut durch die Klasse gebrüllt, Taschen werden versteckt und Türen vor der Nase zugeschlagen. Das mag bis zu einem gewissen Alter ganz witzig sein.

Aber im Berufsleben hast du damit keine Chance. Damit du aber aufmerksam und höflich sein kannst, ist es wichtig, dass du schon früh trainierst, höflich und freundlich zu sein.

Deswegen: Grüße jeden, den du kennst; halte anderen die Türe auf; biete deinen Sitzplatz an; bedanke dich; benutze keine abfälligen Worte; zeige älteren Menschen Respekt.

Büchertipps: Sozial-emotionale Entwicklung fördern. *

6.

Achte auf Ordnung, Sauberkeit und Sorgfalt.

Du musst nur in deine Hefte schauen, um zu sehen, wie ordentlich du bist. Vielleicht meinst du, Ordnung und Sorgfalt sei out. Doch kein Betrieb würde auf Dauer funktionieren, wenn niemand seinen Arbeitsplatz aufräumen oder sorgfältig und fehlerfrei ein Angebot erstellen würde.

Deswegen: Schreibe sauber; hefte deine Blätter ab; gehe sorgfältig mit deinen Büchern um; halte dein Zimmer aufgeräumt; iss und trink nicht, während du Hausaufgaben machst.

7.

Sei ein Team-Player.

Teamarbeit wird in allen Betrieben groß geschrieben. Jeder, der mit anderen zusammen arbeitet, ist automatisch ein Mitglied des Teams, der Mannschaft.

Du kennst das vom Fußballspiel: Nur wenn die Spieler sich gegenseitig den Ball zuspielen, sich absprechen, sich beobachten und unterstützen, spielen sie erfolgreich. Jemand, dem nur sein eigener Ruhm wichtig ist, mag vielleicht ab und an im Alleingang ein Tor erzielen, aber er kann unmöglich so gut sein, das jedes Mal zu schaffen.

Deswegen: Nutze die Gelegenheit, andere zu unterstützen und zu fördern. Lasse die Meinungen anderer gelten. Akzeptiere Ideen, die besser sind als deine. Lerne fair und konstruktiv zu diskutieren.

8.

Entwickle deine Selbständigkeit und Ausdauer.

Schüler sind groß darin abzuwarten, um Anweisungen zu erhalten, zum Beispiel, die Sachen aus der Tasche zu holen oder das Mäppchen auf den Tisch zu legen.

Ein Arbeitgeber erwartet aber, dass du weißt, welche Schritte notwendig sind, um eine Aufgabe zu erledigen. Er kann nicht ständig neben dir stehen und dir Input geben.
Sobald du an einer Aufgabe arbeitest, gib immer alles. Viele Schüler bemühen sich nämlich überhaupt nicht, ihre Aufgaben ausführlich zu bearbeiten.

Du kennst das sicher, dass eine Frage fünf Zeilen lang ist und deine Antwort gerade mal zwei Zeilen hat. Du hast die Aufgabe zwar erledigt, warst dabei aber nicht gründlich.  Das geht fast immer auf Kosten der Qualität.

Ein Handwerker, der so arbeiten würde, bekäme zum einen Stress mit dem Kunden und zum zweiten mit seinem Chef.

Deswegen: Gerade Routineaufgaben solltest du erledigen, ohne auf Anweisungen zu warten. Gib umfassende und ausführliche Antworten auf Fragen. Versuche im Sportunterricht noch eine Runde mehr zu laufen als beim letzten Mal.

 

Schlechtes Schulzeugnis? Jetzt nur nicht verzweifeln!

Wenn dein Kind mit dem Schulzeugnis nach Hause kommt, musst du manchmal der harten Wahrheit ins Gesicht schauen:

Dein Schatz hat wohl größere Probleme in der Schule, als du bisher angenommen hast, denn die Noten entsprechen nicht dem, was du erwartest hast.

Manchmal lassen sich die schlechten Noten einfach erklären. Vielleicht gab es einen Schulwechsel, dein Kind fehlte öfter wegen einer Krankheit, oder es gab Probleme innerhalb eurer Familie.

Ein schlechtes Schulzeugnis schnell verbessern

 

Es ist nicht immer einfach, dem Grund für die eher bescheidenen Zeugnisnoten auf die Spur zu kommen. Deswegen rate ich, nicht allzu lange zu warten.

Besser ist es, wenn du zeitnah Maßnahmen ergreifst, um deiner Tochter oder deinem Sohn zu helfen. Verzweifeln und den Kopf in den Sand stecken ist bestimmt die schlechteste Reaktion.

Erster Schritt: Schaut euch das Schulzeugnis genauer an

Gibt es  die schlechten Noten eher in den Nebenfächern? Dann handelt es sich meistens um fehlende mündliche Mitarbeit. In den Nebenfächern werden nur sporadisch Tests geschrieben. Die Zeugnisnote setzt sich deswegen zu einem großen Teil aus den mündlichen Beiträgen im Unterricht zusammen.

Besprich mit deinem Kind, wie es die Scheu vor dem Sprechen im Unterricht überwinden kann.

Büchertipps: Mehr Selbstbewusstsein für Jugendliche *

Gibt es die schlechten Noten in den Hauptfächern (Englisch, Deutsch, Mathematik)? Dann bedeutet das meist, dass dein Kind in den Klassenarbeiten nicht zeigen konnte, dass er oder sie das Thema verstanden hat.

Das kann daran liegen, dass sich dein Schatz falsch oder nicht ausreichend auf die Arbeiten vorbereitet habt. Viele Schüler glauben beispielsweise, dass es genügt, sich neue Vokabeln einmal durchzulesen.

Oder sie meinen, wenn sie zwei Aufgaben zur Bruchrechnung richtig gelöst haben, bedeute das automatisch, dass sie auch umfangreichere Aufgabenstellungen problemlos rechnen können. Vielleicht hat dein Kind sich und seinen Wissensstand einfach überschätzt.

Auch über dieses Thema solltet ihr in Ruhe sprechen und euch Lernstrategien zurechtlegen.

Büchertipps: Die besten Lernstrategien für dein Kind *

Miese Zeugnisnoten in den Hauptfächern sind ein Warnhinweis

Schlechte Noten in den Hauptfächern können aber auch auf länger zurückliegende Lücken schließen lassen. Es kann sein, dass dein Kind die meisten Themen des letzten Halbjahres und möglicherweise auch des Schuljahres davor nicht verstanden hat und dir das bisher nicht aufgefallen ist.

Viele Themen bauen nämlich aufeinander auf. Wenn im Deutschunterricht die Kommaregeln besprochen wurden, erwartet der Lehrer natürlich auch in den nächsten Klassenarbeiten zu Recht, dass die Regeln auch weiterhin von den Schülern angewendet werden.

Viele Schüler machen den Fehler und glauben, bloß für die nächste Klassenarbeit lernen zu müssen. Ist sie vorbei, atmen sie erleichtert auf. Da die Note einigermaßen zufriedenstellend ausgefallen ist, glauben sie, das behandelte Thema nun vergessen zu dürfen.

Das ist natürlich ein fataler Irrtum!

Falls dein Schatz bisher keine Unterstützung zur Vorbereitung auf die Klassenarbeiten erhalten hat, macht es jetzt Sinn, darüber nachzudenken, wie und durch wen es in den nächsten Wochen Hilfe bekommen soll. Diese Hilfe nennen wir im weitesten Sinne Nachhilfe.

Nachhilfe können ältere Geschwister, Nachbarn, Mitschüler, private oder gewerbliche Anbieter geben.

Tipp: Hier findest du den passenden Nachhilfelehrer auch für deinen Schatz. *

Ziel sollte es sein, zum einen die Themen der zurück liegenden Monate aufzubereiten. Zum anderen sollte der Nachhilfelehrer unterrichtsbegleitend die nächsten Themen des jeweiligen Faches erklären und vertiefen.

Bei der Auswahl, wer  demnächst deinen Schatz unterstützen soll, achte bitte vor allem auf die Qualität des Nachhilfelehrers. Es geht um die Zukunft deines Kindes. Wenn du jetzt da am falschen Ende sparst oder auf die falsche Unterstützung vertraust, kann sich dies schnell als Bumerang erweisen.