Lernen Deutsch Rechtschreibung

Rechtschreibtipps für Grundschüler und erste Regeln zum richtigen Schreiben

Rechtschreibtipps und Rechtschreibregeln sind auch für Grundschüler wichtig.

Je früher Ihr Grundschulkind diese Regeln anwendet und darauf achtet, desto sicherer wird es.

Damit es auch bei Ihrem Kind mit der Rechtschreibung klappt, achten Sie darauf, dass Sie beim gemeinsamen Üben auf die folgenden Regeln hinweisen.

Rechtschreibtipps für Grundschüler

Rechtschreibtipps für Grundschüler

  • Wörter am Satzanfang schreibt man immer groß.
    Weisen Sie darauf hin, dass man zum Beispiel auch ein Adjektiv groß schreibt, auch wenn man es im Satz selber klein schreibt.
  • Wörter, vor die man einen Begleiter (= Artikel/ der, die das) setzen kann, sind Namenwörter (=Nomen) und werden immer groß geschrieben.
    Zeigen Sie Ihrem Kind, wie es für jedes Wort, bei dem es unsicher ist, ob es groß geschrieben wird, ganz schnell im Kopf die Artikelprobe machen kann.
  • Keine Zeile fängt mit einem Satzzeichen an.
    Ich sehe oft, dass Komata in der neuen Zeile stehen, weil angeblich „kein Platz“ mehr in der Zeile davor war.

  • Wörtliche Redezeichen zu Beginn der wörtlichen Rede stehen nicht am Ende der alten Zeile, sondern immer am Anfang einer neuen Zeile.
  • Viele Schüler scheinen fast Angst davor zu haben, ein Wort zu trennen und schreiben deswegen lieber über den Rand oder auf die andere Seite des Heftes.
    Dabei ist es einfach, ein Wort  zu trennen:
    Lehren Sie Ihr Kind das Sprechen in Silben. So kann es sicher jedes Wort bei Bedarf trennen und verbessert zusätzlich die Rechtschreibung.
  • Am Ende eines Satzes steht immer ein Satzzeichen.
    Üben Sie mit Ihrem Kind, wie es selber erkennt, wann ein Satz / ein Gedanke zu Ende ist. Viele Kinder haben anfangs nämlich kein Gefühl dafür und schreiben Texte ganz ohne Satzzeichen.

Mit diesen einfachen Regeln können Sie schon in der zweiten Klasse beginnen.

Üben Sie auch, dass Ihr Kind seine Hausaufgaben nicht ohne eine letzte Kontrolle beendet. Selbstkontrolle ist der beste Weg zu guten Noten.

Den richtigen deutschen Artikel finden: Diese Tipps und Regeln helfen dir

Den richtigen deutschen Artikel finden bereitet dir manchmal Probleme?

Dann bist du hier richtig!

Mit meinen Tipps und Regeln immer den richtigen deutschen Artikel finden.

den richtigen deutschen Artikel finden mit diesen Tipps

Sicher weißt du, dass es im Deutschen drei Artikel (=Begleiter) gibt:

  • männlich/ Maskulinum
    Der Artikel lautet “ der „: der Mann
  • weiblich/ Femininum
    Der Artikel lautet “ die „: die Frau
  • neutral/ Neutrum
    Der Artikel lautet “ das „: das Kind

    Den richtigen deutschen Artikel finden mit diesen Regeln:

1.) Das Geschlecht bestimmt den Artikel

Sprechen wir über eine männliche Person, bekommt sie immer den Artikel „der“.

Sprechen wir über eine eine weibliche Person, bekommt sie immer den Artikel „die“.

Beispiele:

a) maskulin
der Mann, der Schüler, der Student, der Lehrer, der Vater, der Arzt, der Techniker

b) feminin
die Frau, die Schülerin, die Studentin, die Lehrerin, die Mutter, die Technikerin

2.) Nachsilben bestimmen den Artikel

Den richtigen Begleiter kann man bei einigen Nomen an den sogenannten Nachsilben erkennen.

2a) Nomen sind bei folgenden Endungen neutral (Artikel „das“):

-chen (Diminutive: -chen und -lein macht alles klein)
– Kindchen, Kätzchen, Häschen, Zettelchen, Mädchen, Schätzchen, Tellerchen

-lein
– Bächlein, Fräulein, Häuslein, Büchlein, Strümpflein, Tischlein

-ment
– Argument, Dokument, Moment, Instrument, Medikament, Sortiment

-tum
– Brauchtum, Christentum, Eigentum (Ausnahmen: der Irrtum, der Reichtum)

-um
– Datum, Publikum, Irrtum, Universum

2b) bei folgenden Endungen sind die Substantive feminin (Femininum = die):

-anz
Akzeptanz, Arroganz, Bilanz, Distanz, Toleranz

-ei
Bäckerei, Bücherei, Druckerei, Metzgerei, Malerei, Fliegerei, Schlägerei

-enz
Existenz, Intelligenz, Konferenz, Prominenz, Differenz

-heit
Anwesenheit, Freiheit, Gesundheit, Krankheit, Sicherheit, Vergangenheit, Wahrheit

-ie
Familie, Energie, Fotografie, Strategie, Kopie, Studie

-keit
Möglichkeit, Einsamkeit, Geschwindigkeit, Schwierigkeit, Müdigkeit, Sauberkeit

-ik
Fabrik, Kritik, Politik, Musik, Technik

-in (u.a. weibliche Berufsbezeichnungen)
Anwältin, Beamtin, Königin, Lehrerin, Studentin, Engländerin

-ion

Aktion, Diskussion, Information, Kombination, Portion, Produktion, Vollpension, Religion

-ität
Aggressivität, Aktivität, Objektivität, Passivität, Stabilität

-schaft

Feindschaft, Freundschaft, Belegschaft, Verwandtschaft, Meisterschaft, Partnerschaft,

-ung

Ahnung, Endung, Entfernung, Stimmung, Hoffnung, Rettung, Zeitung

-ur

Agentur, Diktatur, Natur, Struktur, Reperatur, Tastatur, Zensur

2c) bei folgenden Endungen sind die Substantive maskulin (Maskulinum = der):

-ant

Immigrant, Fabrikant, Lieferant, Mandant, Restaurant, Spekulant

-ent

Advent, Agent, Experiment, Sortiment, Argument, Patient, Präsident, Student

-ich

Stich, Kranich, Pfirsich, Teppich

-ling

Feigling, Lehrling, Schmetterling, Zwilling

-ismus

Alkoholismus, Fanatismus, Faschismus, Rassismus, Realismus, Tourismus

-ist

Artist, Jurist, Journalist, Optimist, Pessimist, Lagerist, Tourist

-or

Autor, Direktor, Doktor, Gladiator, Humor, Monitor, Motor, Reaktor

3) Die besondere Bedeutung eines Wortes bestimmt den Artikel

3a) Folgende Nomen sind immer maskulin („der“):

  • Tageszeiten
    Jahreszeiten
    Monate
    Wochentage
    (Ausnahmen: die Nacht, die Mitternacht)
  • Himmelsrichtungen
    Süden, Westen, Norden, Osten, Südwesten, Nordosten
    Wetter, Niederschläge
    Föhn, Hagel, Hurrikan, Monsun, Nebel, Regen, Schnee, Tornado, Wind
    (Ausnahmen: das Eis, die Hitze, die Kälte, die Wolke)
  • alkoholische Getränke
    Cognac, Likör, Punsch, Rum, Schnaps, Sekt, Tequila, Wein, Wodka
    (Ausnahme: das Bier)
  • Automarken
    Opel, Rolls Royce, Ford, Mercedes, Toyota, VW

3b) Folgende Nomen sind immer feminin („die“)

  • Motorradnamen
    BMW, Honda, Kawasaki, Yamaha
  • Schiffsnamen
    MS Deutschland, Auqa Duck, Titanic, Queen Elizabeth
  • Zigarettennamen
    Camel, HB, Lord Extra, Marlboro
  • Substantivierte Zahlen
    Eins, Zwei, Zwanzig, Hundert, Tausend, Million, Milliarde, Billion

3c) Folgende Nomen sind immer neutral („das“)

  • Farbnamen
    Blau, Grau, Orange, Rot, Schwarz, Weiß
  • Substantivierte Verben
    Lesen, Schreiben, Lernen, Unternehmen, Gehen

Das schreibt man jetzt groß! – Regeln zur Nominalisierung

In der Grundschule bringen dir Lehrer oft mühsam bei, dass man alle Nomen mit einem großen Buchstaben schreibt und alle Verben und Adjektive mit einem kleinen Buchstaben.

Ab etwa der 6. Klasse gilt diese Regel dann nicht mehr immer.

Jetzt lernst du nämlich, dass unter bestimmten Voraussetzungen Verben und Adjektive nun doch auch groß geschrieben werden müssen:

Das nennt der Lehrer Nominalisierung.

Nominalisierung

Wenn dich das verwirrt, dann lass dir sagen, dass es nicht nur dir so geht.

Aber diese neuen Regeln sind gar nicht so schwer. 😉

Hier findest du meine schnellen Tipps zur Nominalisierung

1.  Verben schreibst du groß:

  • wenn vor dem Verb eines dieser Wörter steht:

beim/ zum/ vor dem/ nach dem/ für das/ mit dem

Beispiel:

Nach dem Essen bezahlten wir schnell.

  • wenn vor dem Verb ein Artikel steht:

Beispiel:

Das Baden tat mir gut.

Ein Rufen weckte sie.

  • wenn vor dem Verb ein Pronomen steht:

Beispiel:

Wir ärgerten uns über sein Lachen.

Niemand hörte unser Rufen.

2. Adjektive schreibst du groß:

  • wenn vor dem Adjektiv eines dieser Wörter steht:

alles/ nichts/ etwas/ wenig/ viel/ sehr/ manches/ allerlei

Beispiel:

Wir hatten viel Schönes erlebt.

  • wenn vor dem Adjektiv ein Artikel steht

Beispiel:

Jeder konnte das Gute in ihr erkennen.

  • wenn vor dem Adjektiv ein hinweisendes Pronomen steht.

Beispiel:

Gib mir bitte dieses Rot.

  • wenn vor dem Adjektiv ein besitzanzeigendes Pronomen steht.

Beispiel:

Das ist unser Kleiner.

Nominalisierung: Diese wichtigen Regeln musst du kennen

Nominalisierung? Was heißt das eigentlich?

In der Grundschule bringen wir euch Schülern bei, dass ihr alle Nomen mit einem großen Buchstaben schreibt und alle Verben und Adjektive mit einem kleinen Buchstaben.

Ab etwa der 6. Klasse lernst du, dass man unter bestimmten Voraussetzungen Verben und Adjektive manchmal groß schreiben muss, nämlich dann, wenn sie zu einem Nomen werden.

Das nennt man dann Nominalisierung.

Nominalisierung Regeln

 

Damit du dich leichter zurecht findest, kannst du dir die Regeln zur Nominalisierung so merken:

1. Nominalisierung von Verben

Unter diesen Voraussetzungen werden Verben groß geschrieben:

  • wenn vor dem Verb:
    beim
    zum
    vor dem
    nach dem
    für das
    mit dem
    steht
    Beispiel: Mit dem Lernen klappt es schon gut.
  • nach einem Artikel:

Dein Schreien hat mich geweckt.
Ein Betreten des Rasens ist verboten.

  • nach einem Pronomen:

Wir ärgerten uns über dein Vergessen.
Unser Backen hat mir Spaß gemacht.

2. Nominalierung von Adjektiven

Unter diesen Voraussetzungen werden Adjektive groß geschrieben:

  • wenn davor:
    alles
    nichts
    etwas
    wenig
    viel
    sehr
    manches
    allerlei
    steht
    Beispiel: Wir konnten allerlei Wertvolles sammeln.
  • nach einem (versteckten) Artikel

Jeder konnte das Gute in ihr erkennen.

  • nach einem hinweisenden Pronomen

Lass mich dir dieses Rot geben.

  • nach einem besitzanzeigenden Pronomen

Das ist unser Kleiner.

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Wann schreibe ich Wörter getrennt oder zusammen? – Weitere Regeln

Weiter geht es mit meiner kleinen Artikelserie zu dem Thema:

Wann schreibe ich Wörter eigentlich getrennt und wann zusammen? Hier findest du Teil 1.

Teil 2: Wortverbindungen aus verschiedenen Wortarten schreibst du getrennt.
Der zweite Wortteil ist dabei ein Adjektiv oder ein Partizip:

a) du schreibst Adjektiv + Adjektiv getrennt,

wenn das erste Adjektiv auf -ig, -isch, -lich endet

Beispiele:
riesig groß,

schrecklich schwierig,

verräterisch nervös,

winzig klein,

gelblich grün,

rötlich braun

wenn das erste Adjektiv gesteigert oder erweitert werden kann

Beispiele:

gut sichtbar,

leicht verständlich,

früh reif,

leicht verdaulich,

schwer erziehbar
b) du schreibst Verbindungen von Partizip + Adjektiv immer getrennt:

Beispiele:

blendend weiß,

gestochen scharf,

leuchtend rot,

drückend heiß,

abschreckend hässlich,

tief erschüttert,

kochend heiß,

glänzend schwarz,

gestochen scharf

c) Verbindungen von Nomen und Partizip schreibst du getrennt,
wenn das Nomen nicht für eine Wortgruppe steht

Beispiele:

Aufsehen erregend, da Aufsehen erregen
Eisen verarbeitende, da Eisen verarbeiten
Fleisch fressend, da Fleisch fressen
Kosten sparend, da Kosten sparen
Schmutz abweisend, da Schmutz abweisen

Im nächsten Artikel geht es weiter mit den Regeln zur Zusammenschreibung.

 

 

Wann schreibe ich Wörter getrennt oder zusammen? – Einige Regeln

 

 

 

Mit dem heutigen Beitrag fange ich eine mehrteilige Serie zum Thema Rechtschreibung an:

Dabei schauen wir uns genauer an, wann man welche Wörter zusammenschreibt.

Du kannst dir schon einmal die Hauptregel merken, die heißt:

Zusammenschreiben ist die Regel!

Aber wann musst du Wörter getrennt schreiben?

Teil 1: Wortverbindungen mit Verben schreibst du getrennt:

  • wenn ein Nomen und ein Verb zusammentreffen. 
  • Beispiele:
    Angst haben,
  • Maschine schreiben,
  • Rad fahren,
  • Maß halten,
  • Fuß fassen,
  • Pleite gehen,
  • Boot fahren,
  • Schlange stehen,
  • Auto fahren,
  • Not leiden,
  • Posten stehen,
  • Diät halten,
  • Feuer fangen,
  • Rat suchen ,
  • Ski laufen

Merke:
Diese Regel gilt auch, wenn das Verb in der Partizip-Form steht.

  • Beispiele:
    Erfolg versprechend,
  • Fleisch fressend,
  • Erholung suchend
  • wenn eine Verbindung mit erweiterten Adjektiven besteht
  • Beispiele:
    ernst nehmen,
  • klar sehen,
  • geheim halten,
  • zufrieden stellen,
  • genau nehmen,
  • leicht nehmen,
  • nahe bringen,
  • hell strahlen,
  • schlecht gehen,
  • sauber halten,
  • gut gehen,
  • fern liegen,
  • frei sprechen,
  • gut schreiben,
  • fest halten,
  • voll laufen
  • freundlich grüßen,
  • übrig behalten/bleiben,
  • heimlich rauchen,
  • nützlich machen,
  • kritisch denken,
  • übrig lassen,
  • richtig stellen 
  • wenn ein Partizip und ein Verb zusammentreffen
  • Beispiele:
  • getrennt schreiben,
  • gefangen halten,
  • verloren gehen,
  • gefangen nehmen,
  • sitzen bleiben,
  • gesagt bekommen
  • wenn ein mehrteiliges Adverb und ein Verb zusammentreffen
  • Beispiele:
    beiseite legen/stellen/schieben,
  • zugute halten/kommen,
  • abhanden kommen,
  • daheim bleiben,
  • vonstatten gehen,
  • zunichte machen,
  • zuteil werden
  • beim Verb „sein“
  • Beispiele:
  • da sein, dabei sein, aus sein, zurück sein, zusammen gewesen, hin sein, da gewesen, fertig sein, traurig sein, müde seinNächste Wochen erkläre ich euch die Regel zu Wortverbindungen aus verschiedenen Wortarten.

Doppelkonsonanten: Zwei Regeln, die du dir leicht merken kannst

Doppelkonsonanten schreiben oder doch nicht? Damit tun sich viele von euch schwer.

Es gibt zwei einfache Regeln, die du dir schnell merken kannst. Dann weißt du immer, ob du einen Mitlaut einfach oder doppelt schreibst.

Bevor wir loslegen, lass uns folgendes klären:

Vokale sind diese 5 Buchstaben a – e – i – o – u

Konsonanten (=Mitlaute) sind alle anderen Buchstaben.

Doppelkonsonanten schreiben

Jedes Wort hat mindestens einen Vokal/ Selbstlaut.

Vokale kann man entweder kurz aussprechen oder lang.

Sprich mal laut folgende Wörter nach:

Tasse -Bett – Bitte – Ofen – Hut

Na, hast du den Unterschied gehört?

In den drei ersten Wörtern hörst du den Vokal kurz; in den beiden letzten lang.

Die beiden wichtigsten Regeln zu Doppelkonsonanten heißen:

1.) Hörst du den ersten Vokal im Wort kurz, dann schreibst du den nachfolgenden Mitlaut/ Konsonant doppelt.

Beispiel:

rennen – betteln – Mappe – wetten – bitten – Futter – voll

2.) Hörst du den ersten Vokal im Wort lang, dann schreibst du den nachfolgenden Mitlaut nur einmal.

Beispiel:

Rad – legen -schön – kam – Dose – mögen – Mode – haben – Sieger

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Worttrennung – 6 Regeln, die du dir leicht merken kannst

Heute erkläre ich euch die wichtigsten Regeln zur Trennung von Worten.

Regel 1:

Wörter trennt man am Zeilenende so, wie sie sich beim langsamen Sprechen in Silben zerlegen lassen. Steht zwischen zwei Vokalen ein Konsonant, so kommt dieser Konsonant mit auf die neue Zeile:
„ge-hen, Re-gel, brö-se-lig, hau-sen, Mu-se-um“

Besteht eine Silbe aus nur einem Vokal, so kann man den Rest des Wortes davon abtrennen:
„I-gel, U-fer, Ru-i-ne“

Regel 2:

Stehen zwischen zwei Vokalen mehrere Konsonanten, dann trennt man den letzten ab. Das gilt auch für die Buchstabenkombination „st“:
„Fens-ter, El-tern, Künst-ler, hus-ten“

Regel 3:

Buchstabenverbindungen, die wie ein Buchstabe gesprochen werden (ch, ck, sch, ph, rh, sh, th, au, ei, eu) werden nicht getrennt:
„ma-chen, Sa-phir, Ma-cker, Au-to, biss-chen, Rau-te, Bä-cker“

Regel 4:

Zusammensetzungen, die man nicht mehr als solche erkennt, dürfen auf zwei Arten getrennt werden:
„hi-nauf oder hin-auf“, „ei-nan-der oder ein-an-der“

Regel 5:

Zusammengesetzte Worte trennt man ihrem Sinn entsprechend:
„Pro-gramm, Haus-ecke, Licht-blick“

Regel 6:

Bei Fremdwörtern ist eine Trennung nach Wortbestandteilen oder nach Sprechsilben möglich:
„Chir-urg oder „Chi-rurg“ „Hek-tar oder „Hekt-ar“,

Bei Fremdwörtern können Konsonantenverbindungen mit
„l, n, r“ getrennt werden oder nicht:
„nob-le oder no-ble“, „Mag-net oder Ma-gnet“

Das ist doch einfach, oder? Und wenn ihr euch die Regeln einprägt und anwendet, zeigt ihr auch euren Lesern, dass ihr echt Ahnung von der deutschen Rechtschreibung habt!

Rechtschreibtipps: Fehler erkennen und vermeiden durch Strategien

Viele Rechtschreibfehler im Deutschen lassen sich auf einige grundlegende Fehlerschwerpunkte zurück führen. In der Grundschule werden die ersten Rechtschreibstrategien vermittelt (Namenwörter schreibt man groß); in der weiterführenden Schule kommen dann erweiterte Strategien dazu.

Die meisten Schüler haben die Strategien zwar zur Kenntnis genommen, es fehlt aber häufig die zielgerichtete Anwendung und die konsequente Selbstkontrolle beim Verfassen von eigenen Texten.

Im Folgenden gebe ich einen Überblick über die häufigsten Fehlerschwerpunkte sowie über die Strategien zur eigenen Fehleranalyse.

  • 1. Schärfung

= die Verdoppelung von Konsonanten nach kurz gesprochenem Vokal
   (a, e, i , o , u)
 
– Strategie zur Fehlerfindung: in Silben sprechen, um die zwei Mitlaute zu hören: „kom – men“
Ableitungsregel anwenden: „kommt“ leitet sich von „kom-men“ ab

  • 2. Dehnung

=Wörter mit gekennzeichnetem langen Vokal: stummes „h“

 – Strategie: Wörter in Silben sprechen, um das „h“ zu hören: „Schu-he“

= Schreibung von „ie“ für ein langes betontes „i“

– Strategie: den i-Laut betont lang gezogen sprechen;

= Verdoppelung des Vokals bei „a, e, o“

 – Strategie: Lernwortkartei erstellen, häufig diese Wörter lesen und schreiben

  • 3. Gleich und ähnlich klingende Konsonanten

= Wortfamilien mit Auslautverhärtung b/p, g/k, d/t

 – Strategie: Wörter ableiten durch Silbenverlängerung (Grab – Gräber) oder Worterweiterung (hart – härter) 

= Wörter mit „v“ geschrieben, aber wie „f“ gesprochen

– Strategie: Lernwortkartei erstellen, häufig diese Wörter lesen und schreiben

  • 4. Gleich und ähnlich klingende Vokale /ä/e, äu/eu

Strategie: Verwechslung vermeiden durch Bildung der Einzahl: „Häuser – Haus“,
Ableitung vom Wortstamm: „älter – alt

  • 5. s – Laute

= „ss“ nach kurz gesprochenem Vokal

– Strategie: Schulung des Erkennens von langen und kurzen Vokalen

= „ß“ nach kurz gesprochenem Vokal

– Strategie: Ableitung des Wortes durch Wortfamilie: „Füße – Fuß

  • 6. Groß- und Kleinschreibung

= Großschreibung bei:
   Substantiven, substantivierten Verben und Adjektiven

 – Strategie: Artikel vor das Wort setzen, Mehrzahl bilden

= Kleinschreibung bei:
    Adjektiven, Adverbien, anderen Wortarten

 – Strategie: aus dem Satzzusammenhang erschließen, Erkennen von Adjektiven und Adverbien schulen