So wird dein Vortrag ein voller Erfolg: 6 tolle Tipps für ein Referat

Ein Referat ist ein Vortrag und keine Vorlesung!

Das als kleine Erinnerung für den Fall, dass du bei einem Referat an den missglückten Vortrag deines Mitschülers in der sechsten Klasse denkst, der seinen Vortrag vom ersten bis zum letzten Satz vorgelesen hat.

Ein Referat ist ein frei gesprochener Vortrag, bei dem du auf Notizen zurückgreifen kannst.

Der ausformulierte Text ist kein Vortragsmanuskript, sondern soll nur das Netz sein, falls einem nichts einfällt.

Doch darüber musst du dir keine Gedanken machen, wenn du ein paar kleine Kniffe beachtest.

Einen Vortrag vorbereiten und halten

Einen Vortrag vorbereiten: 6 Tipps für deinen Erfolg

1.

Stichwortkarten vorbereiten

Bewährt haben sich für den Vortrag Karten mit den wichtigsten Stichwörtern, sogenannte »Moderationskarten«, wie sie Fernsehmoderatoren benutzen.

Lies deinen Text noch einmal in Ruhe durch und markiere in jedem Kapitel die Begriffe, Zahlen und Zitate, die wichtig sind.

Das ist das Grundgerüst für deinen Vortrag und diese Auszüge überträgst du auf die Karteikarten.

Schreibe am besten in Druckbuchstaben und doppelt so groß wie sonst.

2.

Nur im Ausnahmefall zitieren

Lege für jeden Gliederungspunkt eine Karteikarte an und notiere dort die Stichpunkte, die du an der Stelle erwähnen solltest.

Das dürfen in Ausnahmefällen auch Zitate sein, wenn sie besonders lustig oder besonders treffend sind oder du einen Autor zitieren möchtest, der wichtig ist.

Auch Zahlen und Daten darfst du wörtlich ablesen, schließlich kann sich niemand alle Fakten merken.

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3.

Das Thema mit Folien präsentieren

Willst du eine PowerPoint-Präsentation am Computer oder Tageslichtprojektor einsetzen?

Dann kannst du dir natürlich die Karteikarten sparen, denn deine Folien sind deine Karteikarten.

Vorausgesetzt, du hast nicht den vollständigen Text deiner Ausarbeitung auf die Folie kopiert, sondern dich auf Stichwörter und wesentliche Zahlen beschränkt.

Denk daran, zu viel Text lenkt die Aufmerksamkeit deiner Zuhörer auf die Folien und sie hören dir nicht mehr so konzentriert zu.

Drucke deine Folien als Handzettel aus, schneide die Handzettelfelder aus und du hast deine Karten.

Damit bist du unabhängig von der Technik für den Fall, dass Computer oder Beamer streiken.

Mit den Karten kannst du deinen Vortrag überall halten und musst dich außerdem nicht ständig nach den Folien umdrehen, die hinter dir gezeigt werden.

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4.

Anschauungsmaterial suchen

Je anschaulicher ein Vortrag ist, desto größer sind deine Chancen auf eine gute Bewertung.

Mit einer gelungenen Präsentation kannst du bei manchen Dozenten und Lehrern sogar eine mittelmäßige Bearbeitung der Inhalte ausgleichen.

Denke schon während der Vorbereitung darüber nach, wie du dein Thema lebendig gestalten und sichtbar machen kannst.

Erstelle zum Beispiel eine Mindmap dazu, wie du dein Thema darstellen könntest, zum Beispiel:

  • eine Fotografie
  • eine Karikatur und ein Gemälde
  • eine Video-Einspielung
  • ein Tondokument
  • ein Modell oder dreidimensionales Bild
  • ein Experiment
  • ein selbst vorgetragenes Lied
  • ein Rollenspiel

Es kommt bei den Zuhörern immer gut an, wenn ein Papier oder Material verteilt wird, das die wichtigsten Informationen des Vortrags enthält.

Häufig erwartet ein Dozent ein solches Material sogar, wenn er von »Thesenpapier« oder »Handout« spricht.

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5.

Einen Probevortrag halten

Das Vortragskonzept steht und das ultimative Anschauungsmaterial ist fertig?

Dann ist der Zeitpunkt für die Generalprobe gekommen.

Gerade ungeübte Referenten sollten sich diesen Luxus leisten und vor einem selbst gewählten Publikum den Vortrag einmal halten.

Lade dein Meerschweinchen oder deine beste Freundin, deine Eltern oder deine Oma als Zuhörer ein oder wage es gar, vor ausgewählten Seminarteilnehmern einen Probevortrag zu halten.

Ein Probevortrag vermittelt zusätzliche Sicherheit, weil dabei deutlich wird, wie lange der Vortrag dauert und ob er gekürzt werden muss, um in das vom Dozenten vorgegebene Zeitraster zu passen.

Es ist gut, einmal zu üben, wie es ist, die Folien zu wechseln und gleichzeitig zu sprechen, das gilt nicht nur für den Tageslichtprojektor, der ohnehin kaum noch anzutreffen ist, sondern auch für die Präsentation mit dem Beamer.

Nichts ist schlimmer als ein Referent, der sich mit den Pfeiltasten auf dem Laptop oder der Fernbedienung vertut und plötzlich eine falsche Folie zeigt.

Nicht jeder ist als Redner zur Welt gekommen und was bei anderen so leicht aussieht, kann gerade beim ersten Mal zum großen Hindernis werden.

Wenn etwas schiefgeht, werde bloß nicht nervös.

Erinnere dich an die alte Theaterweisheit, dass die Premiere nur dann gut wird, wenn bei der Generalprobe etwas nicht klappt.

Und schließlich geht es bei deinem Referat nicht um Leben und Tod, sondern höchstens um eine bessere oder schlechtere Bewertung, die du mit deiner guten inhaltlichen Vorbereitung wettmachen kannst.

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6.

Das Publikum in den Bann ziehen

Der Tag des Vortrags ist gekommen, der Dozent begrüßt dich und überlässt dir das Feld für dein Referat.

Nun nur nicht nervös werden.

Denke daran, dass du in der Generalprobe alles wusstest, dass in deiner Tasche eine wunderbare Ausarbeitung des Themas steckt und du dir einen tollen Ablauf für deine Präsentation ausgedacht hast.

Beachte einfach einige wenige Punkte und die Zuhörer werden an deinen Lippen hängen.

Begrüße die Zuhörer und erzähle ihnen, welches Thema das Referat aufgreift, warum dieses Thema gewählt wurde.

Damit ist die erste Hürde geschafft, der Rest läuft fast von allein.

Schaue die Zuhörer beim Referat an, suche dir einen Freund oder Vertrauten im Publikum und sieh ihn bei leichten Unsicherheiten an.

Er gibt Sicherheit, vor allem wenn er weiß, dass er der Anker ist.

Er wird lächeln, zustimmend nicken und schon geht es weiter.

Sprich langsam und laut, damit die Zuhörer gar nicht erst auf die Idee kommen, »lauter« oder »ich verstehe nichts« zu rufen.

Stelle dich gerade hin; eine gebeugte Haltung zieht auch den Geist herunter, eine gerade Haltung stärkt das Selbstvertrauen.

Mit Händen und Füßen reden, ist durchaus erlaubt, aber nicht zu hektisch.

Wechsle nicht ständig den Platz, sondern nur dann, wenn ein Folienwechsel erfolgt und die Zuschauer ohnehin für einen winzigen Moment abgelenkt sind.

Lasse dich von Fragen aus dem Publikum nicht aus der Ruhe bringen.

Du musst sie nicht sofort beantworten.

Wenn du nicht geübt im Vortragen bist, solltest du gerade das nicht tun.

Dadurch reißt du dich nämlich aus deinem Vortrag und kommst womöglich durcheinander.

Bitte denjenigen, der gefragt hat, die Frage doch am Schluss noch einmal zu stellen, womöglich erübrigt sie sich im Laufe des Vortrags.

Wenn du im freien Sprechen natürlich geübter bist, kannst du die Fragen mitten im Vortrag beantworten, das lockert die Situation auf.

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Einen Vortrag vorbereiten: Zusammenfassung

Ob in der Schule, im Studium oder im Beruf: Irgendwann wird jeder von uns sich einem Publikum stellen und sich auf einen Vortrag vorbereiten müssen.

Hab keine Angst davor, sondern nutze diese Tipps zur Vorbereitung, damit dein Vortrag ein wirklich großer Erfolg wird und dein Selbstbewusstsein wächst.

Halte dich immer an diese 6 Tipps:

  1. Stichwortkarten vorbereiten
  2. Nur im Ausnahmefall zitieren
  3. Das Thema mit Folien präsentieren
  4. Anschauungsmaterial suchen
  5. Einen Probevortrag halten
  6. Das Publikum in den Bann ziehen

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