20 erfolgreiche Wege, liebevoll mit deinen Kindern zu reden (damit sie sich trotz Kritik geliebt und angenommen fühlen)

Ein wichtiger Teil der Erziehung besteht darin zu lernen, liebevoll mit Kindern zu reden, damit sie dir auch zuhören.

Dabei entscheidet die Art und Weise, wie du mit deinem Kind sprichst darüber, wie er oder sie selber mit anderen redet.

Eine liebevolle, wertschätzende Kommunikation mit deinen Kindern zeigt ihnen ganz nebenbei, wie sie sich klar ausdrücken, ohne andere zu überrumpeln oder zu beleidigen.

Liebevoll mit Kindern reden

Liebevoll mit Kindern reden: Hier sind meine top 20 Tipps, damit sich dein Kind im Gespräch geliebt und angenommen fühlt

1.

Begib dich auf Augenhöhe

Bevor du deinem Kind Anweisungen gibst, geh in die Hocke und stelle Augenkontakt her, um seine Aufmerksamkeit zu gewinnen.

Bringe deinem Kind bei, sich auf dich zu konzentrieren: „Mona, ich brauche deine Augen“. „Benny, ich brauche deine Ohren.“

Achte darauf, dass dein Blickkontakt nicht so intensiv ist, dass dein Kind ihn als Kontrolle und nicht als Verbindung empfindet.

2.

Sprich dein Kind direkt an

Beginne deine Bitte mit dem Namen deines Kindes: „Paula, würdest du bitte…“

3.

Fasse dich kurz

Verwende am besten die Ein-Satz-Regel:

Setze die wichtigste Anweisung in den ersten Satz.

Je länger du schwafelst, desto wahrscheinlicher ist es, dass dein Kind elterntaub wird.

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Zu viel zu reden ist ein sehr häufiger Fehler, wenn du mit deinem Sohn oder deiner Tochter über ein Thema sprichst.

Es gibt dem Kind das Gefühl, dass du nicht genau weißt, was du eigentlich sagen willst.

4.

Benutze eine einfache Sprache

Verwende kurze Sätze mit einsilbigen Wörtern.

Achte darauf, wie Kinder miteinander kommunizieren: Ihre Sprache ist einfach, mit kurzen Sätzen.

Wenn dein Kind diesen glasigen, desinteressierten Blick zeigt, hört es dir nicht mehr zu.

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5.

Bitte dein Kind, dein Anliegen zu wiederholen

Wenn es das nicht kann, ist dein Anliegen zu lang oder zu kompliziert erklärt.

6.

Wenn du mit Kindern sprichst, mache eine Angebot, das sie nicht ablehnen können

Du kannst auch mit einem Zwei- oder Dreijährigen vernünftig reden, insbesondere um Machtkämpfe zu vermeiden.

„Zieh dich an, damit du rausgehen und spielen kannst.“

Biete einen Grund für deine Bitte an, der für das Kind von Vorteil ist und den es nur schwer ablehnen kann.

Das gibt dem Kind einen Grund, seine Machtposition zu verlassen und das zu tun, was du vom ihm verlangst.

7.

Sei positiv, wenn du mit Kindern redest

Sage anstatt: „Hier ist Laufen verboten“, lieber: „Drinnen gehen wir, draußen darfst du rennen.“

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8.

Beginne deine Anweisungen mit „Ich will“

Sage statt: „Geh runter“, lieber: „Ich will, dass du runtergehst.“

Sage statt: „Lass Becky an die Reihe kommen“, lieber: „Ich möchte, dass du Becky jetzt an die Reihe kommen lässt.“

Das funktioniert gut bei Kindern, die gerne gefallen  möchten, aber nicht gerne Befehle befolgen.

Indem du „Ich will“ sagst, gibst du einen Grund für die Einhaltung der Regeln und nicht nur einen Befehl.

9.

„Wenn…dann“

„Wenn du dir die Zähne geputzt hast, dann beginnen wir mit der Geschichte.“

„Wenn du mit deiner Arbeit fertig bist, kannst du nach draußen gehen und spielen.“

„Wenn“ impliziert, dass du Gehorsam erwartest und dem Kind keine Wahl lässt.

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10.

Gib eine Wahlmöglichkeit

„Willst du zuerst deinen Schlafanzug anziehen oder dir die Zähne putzen?“

„Willst du den roten Pulli oder den blauen anziehen?“

11.

Entwicklungsgerechtes Sprechen

Je jünger das Kind ist, desto kürzer und einfacher sollten deine Anweisungen sein.

Berücksichtige das Verständnisniveau deines Kindes.

Ein häufiger Fehler, den Eltern machen, ist zum Beispiel, ein dreijähriges Kind zu fragen: „Warum hast du das gemacht?“

Die meisten Erwachsenen können diese Frage zu ihrem Verhalten nicht immer beantworten.

Sage stattdessen lieber: „Lass uns darüber reden, was du getan hast.“

12.

Wenn du mit deinen Kindern sprichst, sei höflich

Selbst ein Zweijähriger kann schon „bitte“ lernen.

Erwarte von deinem Kind, dass es höflich ist.

Kinder sollten nicht das Gefühl haben, dass Manieren optional sind.

Deswegen sprich mit deinen Kindern so, wie du möchtest, dass sie mit dir sprechen.

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14.

Nutze Ich-Botschaften

Drohungen und wertende Eröffnungen bringen dein Kind wahrscheinlich in die Defensive.

„Du“-Botschaften lassen ein Kind verstummen.

„Ich“-Botschaften sind nicht anklagend.

Anstelle von: „Du solltest das besser tun…“ oder: „Du musst…“, versuche lieber „Ich würde gerne….“ oder „Ich freue mich so, wenn du…“ zu sagen.

Sage also statt: „Ihr müsst den den Tisch abräumen“, lieber: „Ich möchte, dass ihr den Tisch abräumt.“

Stelle keine Suggestivfrage, wenn eine negative Antwort nicht in Frage kommt.

„Würdest du bitte deine Jacke holen?“, macht keinen Sinn, wenn ein Nein unakzeptabel ist.

Sage einfach: „Hole bitte deine Jacke.“

15.

Beruhige dein Kind

Je lauter dein Kind schreit, desto leiser reagiere selber.

Lasse dein Kind ausatmen, während du einen Kommentar einwirfst: „Ich verstehe“ oder „Kann ich helfen?“

Manchmal reicht es schon aus, einen fürsorglichen Zuhörer zu haben, um den Wutanfall zu beenden.

Wenn du dich auf  das Niveau deines Kindes begibst, habt ihr zwei Wutanfälle zu bewältigen.

Sei du der Erwachsene für dein Kind.

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16.

Wiederhole deine Botschaft

Kleinkindern muss man es tausendmal sagen.

Kinder unter zwei Jahren haben immer noch Schwierigkeiten, deine Anweisungen zu verinnerlichen, deswegen musst du sie hundertmal wiederholen.

Die meisten Dreijährigen fangen an, Anweisungen zu verinnerlichen, sodass du deine Botschaften nicht mehr ganz so häufig wiederholen musst.

Wiederhole deine Sätze immer weniger, je älter dein Kind wird.

Schon Kinder im Vorschulalter empfinden Wiederholungen nämlich als Nörgelei.

17.

Gib eine Vorankündigung

„Wir gehen bald weg. Sag Tschüss zu den Spielsachen, Tschüss zu den Mädchen…“.

Buchtipp: Kinder gewaltfrei und achtsam erziehen: Der Weg zu einem harmonischen Famlilienalltag – Ganz ohne Stress *

18.

Öffne dein verschlossenes Kind

Sorgfältig ausgewählte Sätze öffnen kleine, verschlossene Köpfe und Münder.

Bleibe bei Themen, von denen du weißt, dass sie deine Kinder begeistern.

Stelle Fragen, die mehr als ein Ja oder Nein erfordern.

Konzentriere dich auf Einzelheiten.

Versuche anstelle von: „Hattest du heute einen guten Tag in der Schule?“, lieber zu fragen: „Was hat dir heute am meisten Spaß gemacht?“

19.

Verwende „Wenn du…ich fühle…weil…“

„Wenn du im Laden von Mama wegläufst, mache ich mir Sorgen, weil du dich verlaufen könntest.“

20.

Beende die Diskussion

Wenn eine Angelegenheit wirklich nicht mehr diskutiert werden kann, sage es.

„Ich werde meine Meinung darüber nicht ändern. Tut mir leid.“

So ersparst du dir und deinem Kind eine Menge Ärger.

Sage den Satz nicht zu streng für den Fall, dass du es dir später doch anders überlegen solltest 😉