Warum du bei der Handy Nutzung deines Kindes ein Wörtchen mitreden solltest

Die Handy Nutzung bei Kindern hat in den vergangenen Jahren rapide zugenommen. Nach einer neuesten Studie haben 97 Prozent aller Kinder und Jugendlichen ein Handy und nutzen es täglich. Das Smartphone gehört mit Sicherheit zur liebsten Freizeitbeschäftigung, nicht nur bei jungen Menschen.

Bereits Erstklässler haben ein Handy dabei, „für alle Fälle“, wie die Eltern betonen. Sie scheinen sich sicherer zu fühlen, wenn sie ihr Kind immer und überall erreichen können.

Wie wir Erwachsene, nutzen auch Schüler ihr Handy kaum noch zum Telefonieren. Instagram, Snapchat, Facebook, Tik Tok und etliche andere Apps werden heruntergeladen und speichern sensible und teilweise sehr intime Informationen

wie Fotos, Audios, Sprachnotizen, Videos, Lieder, Spiele, jede Menge Handynummern von Eltern, Freunden, Bekannten und Verwandten, gesendete und empfangene Nachrichten und SMS mit häufig stark emotionalem Inhalt.

Handy Nutzung reglementieren

Fast jedes Kind hat heute über sein Smartphone nahezu unbeschränkten Zugriff aufs Internet mit all seinen zum Teil fragwürdigen und durchaus auch gefährlichen Inhalten. Denn WLAN findet sich beinahe flächendeckend und mobiles Internet ist gang und gäbe.

Mit anderen Worten: Ein Smartphone ist ein Heiligtum, mit allen Informationen, die momentan eine wichtige Rolle im Leben des Jugendlichen spielen.

Wenn du deinem Kind zum ersten Mal ein Handy schenkst, tust du das vielleicht in der Hoffnung, ihm damit eine Freude zu machen und den Austausch mit den anderen Kindern und mit dir selber zu ermöglichen. Ihr möchtet Fotos teilen, wissen, wo der andere ist und was er macht.

Heutzutage ist ein Kind, das kein Handy hat oder nutzt, vom Kontakt mit seinen Mitschülern und Freunden so gut wie abgeschnitten. Andere Kommunikationswege nutzen sie nicht mehr.

Sobald dein Kind im Besitz eines Handys ist und, oft unbewusst, erkannt hat, welche Macht es dadurch hat, ist es fast unmöglich, es jemals wieder aus diesem Kreislauf des ständig online seins herauszuholen.

Und genau deswegen sollten wir Erwachsene früh anfangen, unsere Kinder bei der Nutzung des  Handys zu begleiten.

Uns würde ja auch nicht einfallen, unserem Kind ein Fahrrad hinzustellen, ohne ihm den Umgang damit zu erklären, ausreichend Sicherheitsmaßnahmen zu ergreifen, um es zu schützen und etliche Jahre lang mit dem Kind mitzufahren, ehe wir ihm zutrauen, den Straßenverkehr alleine zu bewältigen.

Meiner Meinung nach sollten wir das im Umgang mit dem Handy ebenso halten.

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Mit diesen Tipps unterstützt du dein Kind bei der Handy Nutzung

 

  • Je jünger dein Kind ist, umso wichtiger ist es, die Informationen, die es auf dem Handy hat, zu kontrollieren. Schau regelmäßig in Chats, in die Gallerie und auf den You-Tube-Verlauf.
    Keine Angst, du verletzt vielleicht die Privatsphäre deines Kindes. Doch nur wenn du weißt, was los ist, kannst du deinem Schatz helfen, falls du fragwürdige Informationen findest.
  • Traue dich, die Zeit am Handy zu reglementieren. Niemand muss ständig online sein und je früher dein Kind das begreift, desto besser. Einem Jugendlichen, der nie gewohnt war, das Handy auszuschalten, wirst du die Gründe dafür kaum noch begreiflich machen können. Deswegen: Beginne zeitig damit.
    Ach ja, vergiss nicht, mit gutem Beispiel voran zu gehen 😉
  • Schau nicht weg, wenn dein Kind plötzlich etwas dagegen hat, dass du sein Handy checkst. Es ist heutzutage so leicht, alle möglichen Fotos oder Videos zu verschicken, weil jeder die Handynummer von jedem gespeichert hat. So landen schnell gewalttätige oder sexuelle Bilder oder Videos auf dem Handy deines Kindes. Willst du das?
    Wir sollten niemals die Augen vor den Gefahren der sozialen Netzwerke – zu denen Handys zweifelsohne gehören – verschließen.
  • Erstelle eventuell auch eine Art „Vertragliche Vereinbarung für die Handy Nutzung“. Du wirst, je nach Alter deines Kindes, auf mehr oder weniger großen Widerstand stoßen. Aber bitte gib Verantwortung um des lieben Frieden Willens nicht ab!
    Regle beispielsweise die Dauer, die Anzahl der Apps, die Sanktionen bei Verstößen, die Höhe der Kosten, die du übernimmst. Nimm dir auch das Recht heraus, ab und an einen Blick auf die gespeicherten Inhalte werfen zu dürfen.