So motivierst du dein Kind fürs Lernen

Kennst du das auch? Dein Sohn oder deine Tochter hat ständig  „keine Lust“. Keine Lust zu lesen. Keine Lust, Hausaufgaben zu machen. Keine Lust rauszugehen. Keine Lust auf Schule.

Keine Sorge, damit stehst du nicht alleine da.

Woran liegt es, dass die Motivation und der Ehrgeiz von Kindern und Jugendlichen scheinbar so wenig vorhanden ist? Und was kannst du als Mama oder Papa tun, um dein Kind effektiv zu motivieren?

Zuerst ist es wichtig zu erkennen und dir einzugestehen, dass wir uns nur selber motivieren können.

Das bedeutet, dass nicht du als Mutter oder Vater, auch nicht der Lehrer oder der Freund/ die Freundin der Grund dafür sind, warum dein Kind so unmotiviert erscheint.

Motivation bei Kindern fördern

Der wahre Grund ist: Dein Kind will sich nicht selber für etwas anderes motivieren. Es will genau das machen, was es gerade tut, sonst würde es ja etwas anderes machen.

Wenn dein  Kind also stundenlang am Handy hängt, dann deswegen, weil es genau das tun möchte, weil es ihm Freude macht. Und weil andere Aktivitäten mit eben dieser Tätigkeit nicht mithalten können.

Wenn dein Kind nicht für die nächste Klassenarbeit lernen will, dann deswegen, weil es das so möchte, weil es ihm keine Freude macht, dafür zu lernen. Weil es andere Aktivitäten gibt, die ihm viel mehr Spaß machen.

Du und ich, wir alle ziehen es zu jeder Zeit vor, das zu tun, was uns im Moment am meisten zufriedenstellt: Wir schauen lieber fern als ein Buch zu lesen. Wir feuern lieber im Sessel an, als selbst auf den Fußballplatz zu gehen.

Wir surfen lieber im Internet, als die Wohnung zu putzen. Wir suchen uns meistens den bequemeren, weniger anstrengenden Weg.

Und genau so macht es auch dein Kind.

Natürlich wissen wir, dass uns die Dinge ein, die wir  erledigen müssen, aber dafür eben „weniger Lust“ haben, uns irgendwann einholen. Dein Kind weiß, dass der Termin für die Klassenarbeit näher rückt, beginnt aber erst dann, wenn der Druck nicht mehr auszuhalten ist.

Wenn auch dein Kind zu diesen „Aufschiebern“ gehört, dann mache ihm klar, dass nur er/ sie selbst es schafft, sich zu ändern.

Wie schafft man aber mehr Motivation auch für die Dinge, die man gerade nicht tun will?

Tipp 1

Lade die Aufgaben, die du erledigen musst,  mit so vielen guten Gefühlen auf, wie du schaffst!

Denn wir fühlen uns immer zu dem hingezogen, was uns gute Gefühle bringt. Deine Tochter hängt deswegen so viel am Handy, weil sie  dort vielleicht das Gefühl von Wichtigkeit hat.

Dein Sohn spielt deswegen so viel am Computer, weil er vielleicht während des Spielens das gute Gefühl hat, alles kontrollieren zu können.

Und genau diese guten Gefühle müssen wir alle auch für die Dinge entwickeln, denen wir eigentlich aus dem Wege gehen wollen.

 

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Tipp 2

Stelle dir vor, wie gut du dich fühlst, wenn du die ungeliebte Aufgabe erledigt hast!

Obwohl sich dein Kind letztlich nur selber motivieren kann, kannst du ihm dennoch dazu verhelfen, zum Beispiel schulische Angelegenheiten in einem anderen Licht zu sehen.

Mache es ihm oder ihr schmackhaft, wie gut es sich fühlen wird, wenn die Aufgabe erledigt ist. Alles ist fertig! Wir alle mögen dieses Gefühl, tatsächlich etwas geschafft zu haben.

Motivation bedeutet:
Wir überzeugen und selbst, dass wir eine bestimmte Sache derart wertschätzen, dass wir zu besonderem Aufwand bereit sind, um diese zu bekommen.

Für dein Kind heißt das, um wieder mehr Lust am Lernen und an der Schule zu bekommen, muss es sich selbst so überzeugen:

„Mir ist die gute Note und der gute Schulabschluss so wichtig, dass ich dazu bereit bin, mich besonders dafür anzustrengen, um diese gute Note und den guten Abschluss auch wirklich zu bekommen.“

Dieses Gefühl „Wow, ich habe eine Zwei geschrieben!“, muss im Schüler so stark präsent und ihm so wichtig sein, dass er bereit ist, dafür andere Aktivitäten für eine gewisse Zeit zu reduzieren.

Unterstütze dein Kind dabei, diese stärkende Eigenmotivationen für alle ungeliebten Dinge anzuwenden.

Da Kinder und Jugendliche meist nicht wissen, was sie wirklich tun können, um sich zu motivieren, kannst du hier als Mama oder Papa effektiv unterstützend und fördernd eingreifen.