Schlechtes Schulzeugnis? Jetzt nur nicht verzweifeln!

Wenn dein Kind mit dem Schulzeugnis nach Hause kommt, musst du manchmal der harten Wahrheit ins Gesicht schauen:

Dein Schatz hat wohl größere Probleme in der Schule, als du bisher angenommen hast, denn die Noten entsprechen nicht dem, was du erwartest hast.

Manchmal lassen sich die schlechten Noten einfach erklären. Vielleicht gab es einen Schulwechsel, dein Kind fehlte öfter wegen einer Krankheit, oder es gab Probleme innerhalb eurer Familie.

Ein schlechtes Schulzeugnis schnell verbessern

 

Es ist nicht immer einfach, dem Grund für die eher bescheidenen Zeugnisnoten auf die Spur zu kommen. Deswegen rate ich, nicht allzu lange zu warten.

Besser ist es, wenn du zeitnah Maßnahmen ergreifst, um deiner Tochter oder deinem Sohn zu helfen. Verzweifeln und den Kopf in den Sand stecken ist bestimmt die schlechteste Reaktion.

Erster Schritt: Schaut euch das Schulzeugnis genauer an

Gibt es  die schlechten Noten eher in den Nebenfächern? Dann handelt es sich meistens um fehlende mündliche Mitarbeit. In den Nebenfächern werden nur sporadisch Tests geschrieben. Die Zeugnisnote setzt sich deswegen zu einem großen Teil aus den mündlichen Beiträgen im Unterricht zusammen.

Besprich mit deinem Kind, wie es die Scheu vor dem Sprechen im Unterricht überwinden kann.

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Gibt es die schlechten Noten in den Hauptfächern (Englisch, Deutsch, Mathematik)? Dann bedeutet das meist, dass dein Kind in den Klassenarbeiten nicht zeigen konnte, dass er oder sie das Thema verstanden hat.

Das kann daran liegen, dass sich dein Schatz falsch oder nicht ausreichend auf die Arbeiten vorbereitet habt. Viele Schüler glauben beispielsweise, dass es genügt, sich neue Vokabeln einmal durchzulesen.

Oder sie meinen, wenn sie zwei Aufgaben zur Bruchrechnung richtig gelöst haben, bedeute das automatisch, dass sie auch umfangreichere Aufgabenstellungen problemlos rechnen können. Vielleicht hat dein Kind sich und seinen Wissensstand einfach überschätzt.

Auch über dieses Thema solltet ihr in Ruhe sprechen und euch Lernstrategien zurechtlegen.

Büchertipps: Die besten Lernstrategien für dein Kind *

Miese Zeugnisnoten in den Hauptfächern sind ein Warnhinweis

Schlechte Noten in den Hauptfächern können aber auch auf länger zurückliegende Lücken schließen lassen. Es kann sein, dass dein Kind die meisten Themen des letzten Halbjahres und möglicherweise auch des Schuljahres davor nicht verstanden hat und dir das bisher nicht aufgefallen ist.

Viele Themen bauen nämlich aufeinander auf. Wenn im Deutschunterricht die Kommaregeln besprochen wurden, erwartet der Lehrer natürlich auch in den nächsten Klassenarbeiten zu Recht, dass die Regeln auch weiterhin von den Schülern angewendet werden.

Viele Schüler machen den Fehler und glauben, bloß für die nächste Klassenarbeit lernen zu müssen. Ist sie vorbei, atmen sie erleichtert auf. Da die Note einigermaßen zufriedenstellend ausgefallen ist, glauben sie, das behandelte Thema nun vergessen zu dürfen.

Das ist natürlich ein fataler Irrtum!

Falls dein Schatz bisher keine Unterstützung zur Vorbereitung auf die Klassenarbeiten erhalten hat, macht es jetzt Sinn, darüber nachzudenken, wie und durch wen es in den nächsten Wochen Hilfe bekommen soll. Diese Hilfe nennen wir im weitesten Sinne Nachhilfe.

Nachhilfe können ältere Geschwister, Nachbarn, Mitschüler, private oder gewerbliche Anbieter geben.

Tipp: Hier findest du den passenden Nachhilfelehrer auch für deinen Schatz. *

Ziel sollte es sein, zum einen die Themen der zurück liegenden Monate aufzubereiten. Zum anderen sollte der Nachhilfelehrer unterrichtsbegleitend die nächsten Themen des jeweiligen Faches erklären und vertiefen.

Bei der Auswahl, wer  demnächst deinen Schatz unterstützen soll, achte bitte vor allem auf die Qualität des Nachhilfelehrers. Es geht um die Zukunft deines Kindes. Wenn du jetzt da am falschen Ende sparst oder auf die falsche Unterstützung vertraust, kann sich dies schnell als Bumerang erweisen.