4 schnelle Tipps für Eltern: So hilfst du deinem Kind bei Schulstress

Schulstress, Müdigkeit oder Leistungsdruck empfinden schon Grundschüler.

Hast du auch den Eindruck, dass dein Kind von der Schule gestresst ist?

Ist dein Schatz zum Beispiel völlig erledigt, wenn es von der Schule kommt und mag sich gar nicht mehr motivieren, Hausaufgaben zu machen oder für eine Klassenarbeit zu lernen?

4 Tipps gegen zu viel Schulstress

Mag dein Kind morgens gar nicht mehr aufstehen oder ist es öfter krank als andere Kinder?

Denn auch ohne die speziellen Lockdown Maßnahmen, die die Kinder zusätzlich stressen, gibt es viele Hinweise darauf, dass die Schule ein Kind unter Druck setzt.

Das war vermutlich schon immer so.

Dennoch unterscheidet sich das Schulleben deines Schulkinder deutlich von deinem eigenen.

Schüler von heute:

  • haben oft einen Schultag von 7 Uhr (wenn sie aus dem Haus gehen) bis 16 Uhr (wenn sie nach Hause kommen).
    Dies liegt vor allem an der ausgeweiteten Ganztagsschule und der Nachmittagsbetreuung für Grundschüler.
  • haben eine frühere Einschulung, was auf Kosten der Kindheit geht.Sie müssen früher still sitzen, Pausen einhalten und Leistung bringen, anstatt zu spielen.
  • haben als Abiturienten durch das G8-System eine verkürzte Schulzeit, ohne dass sich der Leistungsumfang reduziert hätte.
    Das bedeutet, Schülern wird der gleiche Stoff in kürzerer Zeit vermittelt. Dadurch haben sie weniger die Möglichkeit, das Gelernte auch wirklich zu verarbeiten und im Langzeitgedächtnis abzuspeichern.
    Erst in den letzten Monaten sind viele Gymnasien dazu übergegangen, wieder auf das bewährte G9 umzustellen.
  • lernen schon ab der 1. Klasse Englisch, was auf Kosten der Muttersprache geht.
  • spüren den frühen Druck, auf „die beste“ Schule gehen zu müssen und die besten Noten zu bekommen.
    Dieser Leistungsdruck macht ihnen zusätzlich Stress und verunsichert die Kinder, die diesem nicht gewachsen sind.

Wann empfinden Schulkinder eigentlich Schulstress?

Wie Erwachsene auch, empfinden Kinder Stress, wenn sie das Gefühl haben, dass zu viel auf uns einströmt und sie die Erwartungen nicht erfüllen können.

Sie haben beispielsweise Angst, etwas nicht rechtzeitig erledigen zu können oder fürchten, die Eltern mit schlechten Noten zu enttäuschen.

In beiden Fällen haben sie Angst vor Zurechtweisungen oder negativer Kritik.

Was kannst du als Mama oder Papa tun, um deinem Kind den Schulstress zu nehmen?

1.

Bleibe in Kontakt mit deinen Kindern. Lasse dir von deren Sorgen und Ängsten berichten. Über diese sprechen zu können, führt oft schon zu großer Erleichterung.

2.

Gönne deinem Schatz Ruhezeiten, Zeiten, in denen es wirklich machen kann, was es will, ohne befürchten zu müssen, gestört oder kritisiert zu werden.

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3.

Entschärfe den Leistungsdruck. Es ist kein Zeichen von Versagen, wenn dein Kind die Schule wechselt, weil es zum Beispiel mit dem Umfang des Stoffes nicht zurecht kommt.

4.

Sorge für ausreichend Bewegung. Sport, Tanzen, Fußball lösen Spannungen im Körper und machen auch im Kopf freier und entspannter.

5.

Setze Prioritäten. Das kann auch heißen, einmal weniger für die Schule zu lernen und dafür einen tollen Nachmittag mit Freunden zu verbringen.