Etwas aufschieben? – Ich doch nicht! Oder doch?

Willkommen im Jahr 2015! Ich hoffe, du hast dir auch vorgenommen, dieses Jahr vieles besser oder zumindest anders zu machen. Dabei möchte ich dich gerne unterstützen.

In diesem Artikel gehe ich näher auf ein Thema ein, dass nicht nur dich als Schüler und Schülerin betrifft, sondern das uns allen fast täglich begegnet und uns davon abhält, voranzukommen:

Aufschieberitis! time

Du kennst das sicher von dir selber:

Eigentlich solltest du Hausaufgaben machen – aber der Freund ruft gerade an.
Eigentlich solltest du Vokabeln lernen – aber du findest das Vokabelheft gerade nicht.
Eigentlich ruft die Matheklausur – aber die Serie ist grad zu spannend.
Eigentlich müsstest du dich auf das Referat vorbereiten – aber … na, du weißt schon, irgendein Grund findet sich immer.

Nicht nur du neigst dazu, tausend kleine und größere Dinge vor dir herzuschieben. Aber: Die Dinge wachsen in dem Maße, in dem wie sie vor uns herschieben! So bekommst du vielleicht ein schlechtes Gewissen, wenn du das Referat nur lieblos hingeknallt hast oder kannst schlecht schlafen, weil du einfach nicht genug für die Prüfung gelernt hast. All das führt nicht gerade zum Wohlbefinden.

Tatsächlich sind wir alle umso zufriedener und fühlen uns umso wohler, je mehr wir angepackt und erledigt haben!

Es gibt verschiedene Typen von Aufschiebern. Manche von ihnen erkennt man auf den 1. Blick gar nicht als solche. Doch ich bin mir sicher, der eine oder andere Typ kommt dir bekannt vor, wenn du genauer hinschaust.

Der Perfektionist

Wenn du zu diesem Typ gehörst, wirst du erst dann aktiv, wenn etwas entweder richtig oder eben gar nicht erledigt wird. Weil du es aber nie schaffst, zum Beispiel deine Unterlagen für ein bestimmtes Fach in einem Rutsch (also „richtig“) zu optimieren, lässt du es ganz bleiben.

Das hilft:
Unterteile die einzelnen Aufgaben in überschaubare Teil-Aufgaben und setze dir einen festen Zeitpunkt, an dem alles erledigt sein soll.

Der Auf-den-letzten-Drücker-Typ

Wenn du zu diesem Typ gehörst, kannst du nur unter Druck arbeiten, glaubst du. So stehst du aber die letzten Tage vor Abgabe beispielsweise deines Referats unter Hochdruck und Stress, weil dir die Zeit ständig im Nacken sitzt.

Das hilft:
Überliste dich selber, indem du dir die Deadline einfach einige Tage früher legst. So kannst du deinem Typus treu bleiben,
dich aber insgesamt wohler fühlen.

Der Zauderer

Wenn du zu diesem Typ gehörst, überlegst du ständig, wann du was wie machen sollst. Vor lautem Grübeln fängst du dann gar nicht an.

Das hilft:
Einfach machen! Einfach anfangen!

Der Macher

Wenn du zu diesem Typ gehörst, ist für dich alles ganz easy. Du weißt sowieso wie alles geht, fängst vieles an, verlierst aber schnell die Lust. Auch bei dir bleiben echte Erfolge auf der Strecke.

Das hilft:
Verbinde so oft wie möglich Arbeit mit Spaß. Zum Beispiel: Löse die Steckbriefaufgabe und triff dich dann mit Freunden.

Der Hilfsbereite

Wenn du zu diesem Typ gehörst, willst du es allen recht machen, übernimmst jede Aufgabe innerhalb einer Gruppenarbeit. Dabei bleiben allerdings deine eigentlichen Aufgaben unerledigt.

Das hilft:
Lerne nein zu sagen, denn das kann man auch auf eine nette Art und Weise sagen. Entscheide, was wichtig ist und überlass den anderen ruhig ihre eigenen Aufgaben.

(Typen entnommen aus Simplify your time, von Lothar Seiwert, S. 190 – 192)