Das hilft endlich wirklich gegen Aufschieberitis

Aufschieberitis bzw. Prokrastination meint die Tendenz, Aufgaben immer wieder vor sich herzuschieben, zu vertagen und immer wieder neue Gründe zu finden, warum man eine Sache nicht erledigen kann.

Du kennst das sicher auch von dir selber:

  • Eigentlich solltest du das Gartenhaus aufräumen, aber die Freundin ruft gerade an.
  • Eigentlich solltest du die Steuererklärung vorbereiten, aber du findest die wichtigen Rechnungen gerade nicht.
  • Eigentlich ruft die Bügelwäsche, aber die Serie ist grad zu spannend.
  • Eigentlich müsstest du dich auf die Präsentation in der Firma vorbereiten, aber … na, du weißt schon, irgendein Grund findet sich immer. 😉

Nicht nur du neigst dazu, tausend kleine und größere Dinge vor dir herzuschieben, sondern das geht ganz vielen von uns so.

Aber: Die Dinge wachsen in dem Maße, in dem wie sie vor uns herschieben!

So bekommst du vielleicht einen ernsten Blick vom Teamleiter, wenn du den Vortrag nur lieblos runterleierst oder streitest dich mit deinen Kollegen, weil du die wichtigen Mails nach deinem Urlaub einfach gelöscht und nicht bearbeitet hast.

All das bereitet uns mehr Stress als Entspannung.

Tatsächlich sind wir alle aber umso zufriedener und fühlen uns umso wohler, je mehr wir angepackt und erledigt haben!

Warum zögerst du also so oft, etwas zu erledigen, was sowieso gemacht werden muss?

Aufschieberitis überwinden

 

Vielleicht liegt es daran, dass du entgegen deinem Typ von Prokrastination arbeitest.

Es gibt nämlich verschiedene Typen von Aufschiebern.

Manche von ihnen erkennt man auf den ersten Blick gar nicht als solche.

Auch wichtig: Wie du deine guten Vorsätze erfolgreich umsetzt (und Vorbild für dein Kind bist)

Doch ich bin mir sicher, der eine oder andere Typ kommt dir bekannt vor, wenn du genauer hinschaust.

Und vielleicht erkennst du auch dich selber in einem wieder.

Die 5 Typen von Aufschieberitis und wie du endlich ins Tun kommen kannst

1.

Der Perfektionist

Wenn du zu diesem Typ gehörst, wirst du erst dann aktiv, wenn etwas entweder richtig oder eben gar nicht erledigt wird.

Weil du es aber nie schaffst, zum Beispiel die Unterlagen für deinen Chef in einem Rutsch (also „richtig“) zu optimieren, lässt du es ganz bleiben.

Das hilft gegen Aufschieberitis:

Unterteile die einzelnen Aufgaben in überschaubare Teil-Aufgaben und setze dir einen festen Zeitpunkt, an dem alles erledigt sein soll.

2.

Der Auf-den-letzten-Drücker-Typ

Wenn du zu diesem Typ gehörst, kannst du nur unter Druck arbeiten, glaubst du zumindest.

So stehst du aber die letzten Tage vor Abgabe der Projektunterlagen unter Hochdruck und Stress, weil dir die Zeit ständig im Nacken sitzt.

Das hilft gegen Aufschieberitis

Überliste dich selber, indem du dir die Deadline einfach einige Tage früher legst. So kannst du deinem Typus treu bleiben, dich aber insgesamt wohler fühlen.

Auch wichtig: So kannst du deine Ziele erreichen – 7 Tipps für deinen großen Erfolg

3.

Der Zauderer

Wenn du zu diesem Typ gehörst, überlegst du ständig, wann du was wie machen sollst. Vor lautem Grübeln fängst du dann gar nicht an.

Das hilft gegen Aufschieberitis:

Einfach machen! Einfach anfangen!

Zu viel nachdenken und überlegen sind einfach auch nur unbewusste Ausreden, um sich der Aufgabe nicht stellen zu müssen.

4.

Der Macher

Wenn du zu diesem Typ gehörst, ist für dich alles ganz easy. Du weißt sowieso wie alles geht, fängst vieles an, verlierst aber schnell die Lust.

Auch bei dir bleiben echte Erfolge auf der Strecke.

Das hilft gegen Aufschieberitis:

Verbinde so oft wie möglich Arbeit mit Spaß.

Zum Beispiel: Beantworte die Mails sofort und trinke dann einen Kaffee mit der Lieblingskollegin.

  • Link zu amazon. Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen.

5.

Der Hilfsbereite

Wenn du zu diesem Typ gehörst, willst du es allen recht machen, übernimmst jede Aufgabe innerhalb eines Teams und machst auch Überstunden, nur um nicht Nein sagen zu müssen.

Dabei bleiben allerdings deine eigentlichen Aufgaben unerledigt.

Das hilft gegen Aufschieberitis:

Lerne nein zu sagen, denn das kann man auch auf eine nette Art und Weise sagen.

Fang mit kleinen Schritten an, mit Dingen, wo du dich nicht schlecht fühlst, wenn du jemandem eine Absage erteilst.

Entscheide, was wichtig ist und überlass den anderen ruhig ihre eigenen Aufgaben.

Misch dich nicht ein, biete deine Hilfe nicht an und lass die Kollegen und Kolleginnen einfach selber die Aufgaben erledigen, die sie erledigen müssen.

 

(Typen entnommen aus Simplify your time * , von Lothar Seiwert, S. 190 – 192)