Deutsche Wortarten: Die 10 deutschen Wortarten im Überblick (mit Beispiel)

Grammatisch betrachtet, kannst du jedes einzelne Wort einer bestimmten Wortart zuordnen.

Der Vorteil ist, dass du dadurch zum Beispiel weißt, ob du ein Wort groß oder klein schreiben musst oder ob die Satzstellung und der Artikel stimmen.

Bereits in der Grundschule sollen die Schüler die ersten deutschen Wortarten erkennen und namentlich bestimmen können.

Deutsche Wortarten erkennen

In diesem Artikel gebe ich Mamas und Papas Tipps, wie du deinem Kind die Wortarten erklären kannst.

Denn die Wortarten zu bestimmen ist leicht, wenn du diese zehn wichtigsten Wortarten kennst.

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Die erste grundsätzliche Unterscheidung lautet, dass es Wortarten gibt, die veränderbar sind und welche, die sich nicht ändern.

Die 10 deutschen Wortarten im Überblick

  1. Adverb
  2. Interjektion
  3. Präposition
  4. Konjunktion
  5. Verb
  6. Adjektiv
  7. Artikel
  8. Nomen
  9. Numerale
  10. Pronomen

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Diese 4 Wortarten ändern sich nicht

  • Adverb
  • Interjektion
  • Präposition
  • Konjunktion

Diese 6 Wortarten ändern sich

Diese Wortarten werden dekliniert, konjugiert oder gesteigert.

  • Verb
  • Adjektiv
  • Artikel
  • Nomen
  • Numerale
  • Pronomen

Schauen wir uns jetzt die einzelnen Wortarten genauer an, damit du deinem Kind noch besser helfen kannst.

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Die unveränderlichen Wortarten

Adverb

Adverbien nennt man auch Umstandswörter.
Sie geben Antwort auf die Frage:

  • Wann? Wo? Wohin? Woher? Warum?

Du unterscheidest sie nach:

  • lokal (Zeit): Wo? – Beispiel: „unten, hinten, hier…“
  • temporal (Ort) : Wann? – Beispiel „morgen, mittags, bald…“
  • modal (Art und Weise): Wie? – Beispiel „gerne, genauso, anders…“
  • kausal (Grund): Warum? – Beispiel „deshalb, vorsichtshalber, trotzdem …“

Interjektion

Interjektionen nennt man auch Ausrufewörter.

Es gibt nicht viele Interjektionen, zum Beispiel:

„Hallo!“, „Autsch!“, „Hui!“

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Präposition

Präpositionen nennt man auch Verhältniswörter, weil sie ein Verhältnis zwischen Personen und/ oder Sachen ausdrücken.

Beispiele: „auf, zwischen, neben, unter, jenseits…“

Konjunktion

Konjunktionen nennt man auch Bindewörter, da sie einen Hauptsatz mit einem zweiten Hauptsatz oder mit einem Nebensatz verbinden.

Beispiele: „weil, als, und, obwohl, nachdem …“

Die veränderlichen Wortarten

Verb (konjugierbar)

Verben nennt man auch Tunwort oder Zeitwort, weil sie beschreiben, was eine Person oder eine Sache tut.

Verben enden in ihrer Grundform immer auf „-en“, z.B. gehen, wollen, finden.

Man unterscheidet:

  • Vollverben, Beispiel „lachen, lesen, schwimmen …“
  •  Hilfsverben, Beispiel „sein, haben, werden … „
  • Modalverben, Beispiel „möchten, wollen, können, dürfen …“

Adjektiv (deklinierbar, steigerbar)

Adjektive nennt man auch Eigenschafts- oder Wie-Wörter. Sie sagen dir, wie eine Person oder Sache ist.

Beispiele: „gut, reich, viel, jung, hübsch …“

Artikel (deklinierbar)

Artikel nennt man auch Begleiter eines Nomens.

  • Es gibt die bestimmten Artikel „der, die, das“ und
  • die unbestimmten Artikel „ein, eine“.

Nomen (deklinierbar)

Nomen nennt man auch Hauptwort, Namenwort oder Substantiv.

Wir unterscheiden

  • konkrete Nomen wie „Mensch, Katze, Tisch, Essen …“
  • und abstrakte Nomen wie „Liebe, Glück, Zeit, Kälte …“

Nomen schreiben wir im Deutschen immer groß!

Numeral (deklinierbar)

Numerale nennt man auch Zahlwörter, denn sie sagen dir, in welcher Anzahl etwas vorkommt.

  • Wir unterscheiden bestimmte Zahlwörter wie „eins, vier, tausend …“
  • und unbestimmte Zahlwörter wie „viel, etwas, einiges …“

Pronomen (deklinierbar)

Pronomen nennt man auch Fürwörter, weil sie für ein Nomen stehen.

Wir unterscheiden

  • Personalpronomen „ich, du, er …“
  • Reflexivpronomen „mich, dich, sich …“
  • Demonstrativpronomen „der, die, das – (betont und nicht Artikel!)“
  • Possessivpronomen „mein, dein, euer …“
  • Relativpronomen „welcher, jenes, der …“
  • Interrogativpronomen „Wohin? Welches? Wer? …“
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So bestimmst du die Wortarten anhand eines Beispiels

Zuerst einmal solltest du sicherstellen, dass dein Kind die verschiedenen Wortarten auswendig kann.

Anschließend sucht ihr euch zur Vorbereitung auf die Klassenarbeit einen Text heraus und bestimmt die einzelnen Wortarten jedes Satzes. Dafür unterstreicht dein Kind jedes Wort und schreibt die entsprechende Wortart darüber.

Beispielsatz

Die Kinder spielen und toben auf dem Fußballplatz.

In jedem Satz gibt es mindestens ein Nomen und ein Verb!

Die Nomen hier sind: Kinder, Fußballplatz

Die Verben hier sind: spielen, toben

Die Artikel hier sind: die, dem

Die Konjunktion ist: und

Die Präpoistion ist: auf