Motivation

Glückliche Kinder – Familie und Freunde verhelfen dazu

Sicher haben Sie das Ergebnis und die anschließenden Diskussionen zum „UNICEF-Bericht zur Lage der Kinder in Industrieländern 2013“ gelesen.

Hier finden Sie eine Zusammenfassung:
http://www.unicef.de/fileadmin/content_media/projekte/Themen/Kinderrechte/UNICEF-Berichte/UNICEF-Info_zur_Lage_der_Kinder_in_Industrielaendern_2013.pdf

Auch ich habe mich natürlich gefragt, wie es sein kann, dass in einem Land, in dem wir alle doch meinen, alles zu haben, alles kaufen zu können, überall hinfahren zu können, unglückliche Kinder leben. Ich bin nicht der Meinung, dass man das Ergebnis – wie man in vielen Diskussionen nachlesen konnte – überwiegend der Schule und dem Schulstress „in die Schuhe schieben“ kann.

Sicher ist es richtig, dass die Schüler von heute eine wesentlich längere Schulwoche haben, als die Generation ihrer Eltern. Doch es kommt nicht immer darauf an, wieviel freie Zeit man hat, sondern was man daraus macht, wie man sie mit Freude, Sinn und dem Miteinander füllt.

Wie ich zum Beispiel in diesem Artikel geschrieben haben http://die-lernlotsen.blog.de/2013/03/01/eltern-gute-nachhilfelehrer-kinder-15579588/,  sehnen sich Kinder nach mehr als materiellen Dingen.

Besonders junge Schüler brauchen ausreichend Zeit mit Eltern, Geschwister, Freunden und auch Verwandten, um ein Gefühl des Miteinanders und des Vertrauens zu entwickeln. Nur jemand, der sich seiner Familie nicht zugehörig fühlt, kann sich unzufrieden oder gar unglücklich fühlen.
Deswegen ist es wichtig, familiäre Rituale, gemeinsame Aktivitäten und vertrauliche Gespräche zu einem festen Bestandteil des Familienlebens zu machen.

Daneben darf man nicht vergessen, dass Kinder alles aufsaugen wie ein Schwamm. Damit meine ich, dass sie sehr feine Antennen dafür haben, wie sich ihre Familienmitglieder fühlen. Wenn sie mitanhören müssen, dass Mutter oder Vater Angst haben, den Job zu verlieren, dass sie über dies und jenes schimpfen und ihren Ärger nach Hause bringen, bleibt dies nicht ohne Wirkung auf die Kinder. Kinder fühlen sich dann wohl, wenn sich auch die anderen Familienmitglieder wohlfühlen.
Deswegen ist es besser, Kinderohren nicht mit den eigenen Ängsten und Sorgen zu belasten.

Kinder

Freundschaften und Beziehungen außerhalb der Schule zu pflegen, verhilft Kindern ebenfalls dazu, sich zugehörig und sicher zu fühlen. Wichtig finde ich allerdings, echte Freundschaften mit echten Menschen zu pflegen und das Simsen, Chatten, Twittern, Facebooken usw. auf ein Minimum zu beschränken. In sozialen Netzwerken kann man sich zwar von seiner Schokoladenseite zeigen und sich vielleicht sogar über die 1000ste Freundschaftanfrage freuen – aber Vertrauen lässt sich dadurch sicher nicht aufbauen.
Deswegen richten Sie regelmäßige Treffen, Ausflüge oder Einladungen mit den Freunden Ihrer Kinder ein.

 

So gelingt ein guter Start ins neue Schuljahr

Mögliche Probleme, unzufriedene Noten oder Auseinandersetzungen im letzten Schuljahr sind vergessen, die Ferien liegen schon wieder weit zurück und wir schauen gespannt in die Zukunft und ins neue Schuljahr. Vieles soll anders werden, vieles soll besser werden. Es ist wie mit dem Start ins neue Jahr: Zu Silvester sind wir alle ganz eupohorisch, voller Tatendrang nehmen wir uns neue Ziele vor oder wollen alte Laster ablegen – nur um dann schon nach wenigen Tagen wieder in den alten Trott zu verfallen und am Ende dieses hoffnungsvollen Jahres festzustellen, dass wir eigentlich viel zu wenig umgesetzt haben.

Auch bei Schülern und deren Eltern beobachte ich diese Euphorie zu Beginn eines neuen Schuljahrs. Man ist gut erholt, die Sonne scheint und alles scheint doch ganz einfach zu sein. Um diesen Tatendrang, diese Motivation auch weit ins neue Schuljahr zu retten, ist es sinnvoll, einige Regeln zu beachten.

Zunächst einmal sollte man nicht die Tücken unseres Kurzzeitgedächtnisses unterschätzen. Viel zu schnell nämlich vergessen wir einfach, welche Ziele oder Vorgaben wir uns gesetzt haben. Deswegen macht es Sinn, diese Ziele aufzuschreiben und gut sichtbar zum Beispiel über dem Schreibtisch aufzuhängen. Je nach Alter Ihres Kindes kann es diese Ziele selbständig oder mit Ihrer Hilfe formulieren. Wann immer Ihr Kind ein Ziel erreicht hat, macht es ein Häkchen daneben und freut sich, dass es durchgehalten hat.

Wichtig finde ich auch, mit der Durchsetzung der Ziele nach Möglichkeit zügig anzufangen. Geht es zum Beispiel darum, die mündliche Mitarbeit zu stärken, sollte der Schüler/ die Schülerin von der ersten Schulstunde an mit der Umsetzung beginnen und nicht warten, bis das „richtige“ Thema kommt – denn das kommt möglicherweise nie. Die Gefahr besteht nämlich, doch wieder in den alten Trott zu fallen und viel zu lange zu brauchen, um über den eigenen Schatten zu springen.

Die Liste mit den Zielen, die der Schüler im Laufe des Schuljahres erreichen möchte, sollte immer wieder bearbeitet und eventuell ergänzt oder korrigiert werden. Dies ist umso wichtiger, wenn die Motivation nachlässt oder es Rückschläge gibt. Wir alle hoffen und erwarten, ein Ziel immer „sofort“ zu erreichen, das heißt, die nächste Klassenarbeit muss „sofort“ besser sein als die letzte oder die Sportnote muss „sofort“ deutlich besser sein. Dies gelingt zwar manchmal, realistischer ist es aber, das es Zeit braucht, um aus einer mittelmäßigen Note eine gute zu machen oder aus einem langsamen Läufer einen schnellen.

Nur wenige Schüler schaffen es, sich immer wieder selber zu motivieren und am Ball zu bleiben. Hier brauchen sie die Hilfe von uns Erwachsenen. Unterstützen Sie Ihr Kind darin, nicht aufzugeben, nach vorne zu schauen und das große Bild im Auge zu behalten, sprich: Wenn sich eine Schülerin vorgenommen hat, wöchentlich Vokabeln zu lernen und dies eine Woche nicht tut, ist das kein Beinbruch. Hier gilt es aber, wieder auf die Zielgerade zurückzufinden und eben nicht das Nicht-Lernen schleifen zu lassen.

 

 

Was tun nach den „Blauen Briefen“?

In diesen Tagen verschicken die Schulen wieder die sogenannten „blauen Briefe“.  Diese Frühwarnung von der Schule kann in einem oder mehreren Fächern ausgesprochen werden und bedeutet, dass der Schüler/ die Schülerin die Klasse wiederholen oder eine Nachprüfung machen muss, wenn er/ sie es nicht schafft, bis zur Zeugniskonferenz die Note von einer „Vier minus“ oder gar „Fünf“ zu verbessern.

Dieser Brief sagt deutlich das, was meistens durch die Klassenarbeiten oder durch die fehlende mündliche Mitarbeit bereits angedeutet wurde: Es ist nun endlich Zeit zu handeln! Was können Sie als Eltern tun, um Ihrem Kind zu helfen, die Versetzung zu schaffen?

Sprechen Sie vor allem mit Ihrem Kind. Besprechen Sie gemeinsam, was bisher nicht so gut gelaufen ist und was in Zukunft getan werden kann, um die Noten zu verbessern. Sie können einen Lernplan erstellen, in dem aufgelistet ist, in welchen Bereichen Mängel bestehen. Diese gilt es dann systematisch zu beheben.

Nach Versendung der blauen  Briefe bietet die Schule Elternsprechtage an. Diese sollten Sie unbedingt nutzen und das Gespräch mit den Fachlehrern suchen. Hier können Sie erfahren, was Ihr Kind tun kann, um die Note wenigstens auf eine „Vier“ zu retten und welcher Stoff nachzuholen ist, um die noch ausstehenden Arbeiten oder Tests besser zu schreiben.

Wie können wir Ihnen – als Lernlotsen – helfen?

Wichtig finde ich vor allem, die Warnung tatsächlich als solche zu verstehen und nicht gleich die Flinte ins Korn zu werfen und zu meinen, alle Anstrengungen würden nun nichts mehr bringen. Aufgeben gilt nicht!

Gemeinsam mit dem Schüler und den Hinweisen vom Fachlehrer finden wir heraus, in welchem Fach die größten Chancen bestehen, die Note noch zu verbessern. Durch intensives Üben konzentrieren wir uns auf die noch anstehenden Klassenarbeiten, bearbeiten die Themen, die vorkommen werden und verhelfen dem Schüler/ der Schülerin zu mehr Sicherheit, um auch durch die mündliche Mitarbeit die Note zu heben.

Mangelhafte Noten zeigen, dass in dem Fach grundlegende Defizite bestehen, die verhindern können, dass Ihr Kind in den höheren Klassen den Anschluss behalten kann. Deswegen ist es wichtig – bei aller Konzentration auf die nächste Klassenarbeit – auch daran zu gehen, die Lücken der zurückliegenden Jahre zu schließen. Nur wenn das Fundament eines Hauses lückenlos gebaut ist, können Sie beruhigt darin wohnen und müssen nicht fürchten, dass es bei jedem Windzug zusammenbrincht.

Sprechen Sie uns an, wir helfen Ihnen gerade jetzt kompetent weiter!