Wie fördere ich Optimismus und Empathie bei meinem Kind?

Optimisten können Rückschläge besser verarbeiten und haben ein stärkeres Immunsystem.

Optimisten sind besser in der Schule und erfolgreicher im Job.

Dein Kind lernt durch die Nachahmung deiner Verhaltensweisen.

Deswegen verrate ich dir hier, wie du dein Kind optimistischer und empathischer erziehen kannst.

Optimismus bei Kindern fördern

1.

Optimismus bei Kindern fördern: So wird dein Kind optimistischer

1.

Eigne dir selber eine optimistische Grundstimmung an.

Dadurch erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass dein Kind optimistisch wird.

2.

Auch Schimpfen gehört zur Erziehung dazu, achte aber bitte auf deine Wortwahl.

3.

Vermeide besonders die zwei Wörter „Nie“ und „Immer“, denn diese Worte beeinflussen, ob deine Kinder eine positive oder negative Denkrichtung einschlagen.

Auch wichtig: Vulgäre Ausdrücke, Flüche und verbale Ausrutscher von Kindern – Wie soll ich als Mama oder Papa darauf reagieren?

Die Wörter „Nie“ und „Immer“ sind Wörter des Pessimismus

Beachte auch, dass du das negative Verhalten deines Kindes ansprichst und nicht dein Kind als Person.

Zum Beispiel ist der Satz, „Du bist immer so frech“, kontraproduktiv, da dein Kind denkt, dass du es persönlich meinst und nicht sein Verhalten.

Dein Kind fühlt sich durch diese Aussage ungewollt und verunsichert.

Besser wäre eine Aussage wie, „Heute gefällt mir dein freches Verhalten nicht“.

Dein Kind hört heraus, dass du das Verhalten nicht akzeptierst, und es wird versuchen, das negative Verhalten zu ändern.

4.

Wenn es deinem Kind gelingen sollte, vergiss nicht, es zu loben, und schenke ihm oder ihr Anerkennung für diese Leistung.

Das stärkt das Selbstvertrauen deines Kindes ungemein.

5.

Sei trotz der größten Probleme zuversichtlich und optimistisch, dann wird dein Kind durch dich als Vorbild sehen, dass es jedes Problem lösen kann, wenn es nur seinen Optimismus bewahrt.

Du als Mama oder Papa lebst genau das deinem Kind täglich vor und es wächst somit in die optimistische Lebensweise hinein.

6.

Engagiere dich für andere Menschen, denn Kinder, deren Eltern sich sozial engagieren, sind glücklicher und lebensfroher.

Buchtipp: Vom Baby bis zum Teenageralter: Wie Sie Ihr Kind mit Hilfe von effektiven Erziehungsstilen optimal erziehen und fördern – Für eine positive Entwicklung und Eltern-Kind-Beziehung *

2.

Empathie bei Kinder fördern: So wird dein Kind empathischer

Empathische Kinder sind weniger aggressiv und egoistisch.

Sie können sich besser in Gruppen integrieren und sind kooperativer.

Weil Teamfähigkeit in der Gesellschaft immer mehr an Priorität gewinnt, ist es wichtig, deinem Kind die Empathie nahe zu bringen.

Dies geschieht am besten im Alter zwischen 12 und 18 Monaten, denn erst dann erkennt ein Kind den Unterschied zwischen sich und anderen Menschen.

7.

Es muss sich als eigenständige und individuelle Persönlichkeit wahrnehmen, um Empathie aufbringen zu können.

Zwischen dem zweiten und dritten Lebensjahr gibt es die sogenannte egozentrische Empathie.

In dieser Phase zeigen die meisten Kinder erste Reaktionen auf die Gefühle anderer.

Sie trösten zum Beispiel den traurigen Papa mit ihrem eigenen Kuschelbär, denn Kinder in diesem Alter trösten das Gegenüber so, wie sie selbst von euch als Eltern getröstet werden.

8.

Ab dem dritten Lebensjahr verstehen Kinder, dass die Gefühlswelt bei Erwachsenen anders getröstet werden muss als bei ihnen selbst.

Sie versuchen das erste Mal, zu trösten und sich in sie hineinzuversetzen.

Auch wichtig: 7 bärenstarke Tipps für schüchterne Kinder

Führe mit deinem Kind Gespräche über Emotionen

9.

Dein Kind lernt, andere besser zu verstehen, wenn du offen über deine Gefühle sprichst.

So lernt es, dass das Äußern von Gefühlen nichts Negatives ist, sondern zum Leben dazu gehört.

10.

Durch Vorbilder lernt es verschiedene Bewältigungsstrategien und kann sich so die für sich Beste herausfiltern und sie selbst anwenden.

Wenn deine Kind bei dir sieht, dass du einfühlsam und mitfühlend anderen Menschen gegenüber bist, wird es damit aufwachsen und dieses Verhalten im späteren Leben ebenso umsetzen.

Es wird gegenüber anderen Menschen einfühlend und emotional, wird ihnen zur Seite stehen und Hilfe anbieten.

11.

Du kannst deinem Kind Fragen stellen, um es zum Reflektieren anzuregen, zum Beispiel:

„Wie würdest du es finden, wenn man dir einfach das Spielzeug wegnimmt?“

oder

„Wie würdest du dich fühlen, wenn dich jemand haut?“

Das Kind wird über sein Verhalten nachdenken und in kommenden Situationen vielleicht anders handeln – wenn nicht, braucht es noch etwas Zeit.

Irgendwann wird es begreifen, worauf du hinauswillst.

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Selbstvertrauen beruht auf Selbstbewusstsein

Selbstvertrauen bekommen Kinder, wenn wir ihnen Anerkennung und Aufmerksamkeit schenken.

12.

Bestärke dein Kind darin, dass es neu Erlerntes immer wieder übt.

Dein Kind fühlt sich wichtig und gebraucht, wenn es merkt, dass es seine Umwelt positiv beeinflussen kann und zu einem lang ersehnten Ziel kommt.

Fördere die positiven Seiten und lobe dein Kind

Lege dabei den Fokus nicht auf die Fehler, die es noch macht, oder auf Dinge, die es noch nicht kann.

13.

Fördere stattdessen Eigenschaften und Fähigkeiten deines Kindes, indem du gezielt den Tagesablauf so strukturierst, dass die unterschiedlichen Fähigkeiten immer wieder abgerufen und eingesetzt werden müssen.

Merkt dein kleiner Schatz dann, dass es in diesen Bereichen schon erfolgreich ist, stärkt das sein Selbstwertgefühl enorm und es entwickelt ein gesundes Selbstbewusstsein.

Fazit: Optimismus bei Kindern fördern und Empathie steigern

Kinder lernen durch das Verhalten von Erwachsenen und vor allem von dir als Mama oder Papa.

Das, was du bei deinem Kind an Verhaltensweisen und Grundeinstellungen fördern möchtest, solltest du selber vorleben.

Optimismus bei Kindern entsteht nur dann, wenn sie ein optimistisches Verhalten schon in frühen Jahren bei ihren Eltern beobachten können.

Empathie und Mitgefühl entwickeln Kindern ebenfalls dann, wenn sie ein solches liebevolle, umsichtige Verhalten bei ihrer Mama und ihrem Papa beobachten können.