Wenn Kinder das, was sie lesen, nicht verstehen: 6 Tipps, wie du als Mama helfen kannst

Wir konzentrieren uns so sehr auf Mathematik und Naturwissenschaften, dass wir manchmal ein grundlegendes Element für die Bildung von Kindern vergessen: das Leseverstehen.

Lesen können die Schüler und Schülerinnen natürlich.

Aber wie steht es um das ECHTE Verstehen eines Textes?

Leseverstehen trainieren

 

Was passiert, wenn ein Kind nicht versteht, was es liest? 

Wie können wir Eltern ihr Leseverstehen trainieren und verbessern?

Was passiert, wenn Kinder nicht verstehen, was sie lesen?

Vielen Schülern und Schülerinnen und ihren Eltern geht es so:

Sie haben sich – alleine oder gemeinsam – auf einen Test oder eine Klassenarbeit vorbereitet, alles auswendig gelernt und gut wiederholt.

Voller Tatendrang und Optimismus ging dein Kind in diese Testphase.

Und kam einige Zeit später enttäuscht zurück:

„Nur eine Vier …“

Wir fühlen mit unserem Kind.

Das Ergebnis der gut geübten Klassenarbeit ist erheblich schlechter ausgefallen, als ihr alle erwartet habt.

Euer Frust ist mindestens so groß wie das eures Kindes.

Du fühlst dich verpflichtet, Nachforschungen anzustellen, was schiefgelaufen war und fragst beim Fachlehrer nach.

Die ernüchternde Antwort kommt postwendend:

„Jonas ( oder Julia) hat den Text gelesen, aber er hat ihn nicht wirklich verstanden.“

AHA!

Eine große Erkenntnis macht sich in dir breit:

Dein Kind hat ein grundsätzliches Leseproblem.

Jetzt solltet ihr dringend Strategien entwickeln, um das allgemeine Leseverstehen stark zu verbessern.

Auch wichtig:

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Diese Techniken helfen, das Leseverstehen zu trainieren

Gib deinem Kind diese 6 hoch effektiven Tipps, um sie oder ihn zu einem besseren „Textversteher“ zu machen:

1.

„Gib jedem Absatz , den du liest, einen Titel oder ein bestimmtes Motto.“

Es klingt einfach, aber du kannst dir nicht vorstellen, wie viel Spaß man damit haben kann!

Und außerdem ist es viel effektiver und geht schneller, als eine Zusammenfassung des Textes zu schreiben.

Hier kann sich dein Kind kreativ austoben.

Es kann, wenn es passt, Liedtitel oder Textzeilen aus Liedern vergeben.

Hier gilt:

Je mehr Spaß man dabei hat, desto länger behält man das Gelesene im Kopf.

Auch wichtig:

2.

„Erstelle Fragen aus den gelesenen Absätzen, um das Thema einzugrenzen

und zielgenau zu treffen.“

Wer?

Wo?

Was?

Wieso?

Was passierte dann?

Dies sind die Fragen, die du IMMER an einen Text stellen solltest.

Bei längeren Texten solltest du die Antworten auf deine Fragen kurz als Notiz aufschreiben.

3.

„Lies regelmäßig und konzentriert, ohne dich vom Handy, deinen Geschwistern oder Freunden ablenken zu lassen.“

Lies lieber 15 Minuten am Stück intensiv, als eine 1 Stunde mit Unterbrechungen.

Wenn du längere Texte lesen musst, nutze das 25-Minuten-Intervall.

Das bedeutet:

Lies 25 Minuten am Stück, mache dann eine kurze Pause, in der du dich allerdings nicht allzu stark ablenken solltest.

Mache dann noch 2- 3 Lese-Intervalle nach diesem Schema.

Auf diese Weise kannst du umfangreiche Texte lesen und trotzdem entspannt bleiben.

Auch wichtig:

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4.

„Gib längere Texte in deinen eigenen Worten wieder.“

Erst wenn du das kannst, weißt du, dass du den gelesenen Text wirklich verstanden hast.

Viele Schüler drücken sich vor dieser Aufgabe, weil sie den Text nicht in seiner Tiefe verstanden haben.

Und das soll bloß keiner merken 😉

Hier darfst du nicht locker lassen und darauf bestehen, dass dein Kind wenigstens ein paar Sätze des Textes in eigenen Worten wiedergibt.

5.

„Stelle jeden Absatz mit einer Zeichnung oder einem Symbol dar, das die zentrale Idee des Absatzes zeigt.“

Auch diese Technik ist hervorragend dazu geeignet, das Thema des jeweiligen Absatzes ganz genau auf den Punkt zu bringen.

Du musst kein großer Zeichner sein, um das zu tun, es reicht auch ein kleines Symbol.

Das kann ein Strichmännchen oder ein Haus sein.

Wichtig ist, dass du deine kreative Ader anzapfst und den gelesenen Text „ankern“ kannst.

Das bedeutet, um beim Beispiel zu bleiben:

Wenn du das Strichmännchen siehst, weißt du, dass es sich um Figur XY in dem Theaterstück handelt.

Auch wichtig:

6.

„Erstelle ein Mind-Map, in dem du die wichtigsten Punkte übersichtlich darstellst.“

Diese Technik fasst die vorhergehenden Techniken zusammen.

Du kannst für die Erstellung des Mind-Maps nämlich auch die gefundenen Stichworte aus Punkt #1 nutzen oder die Symbole aus Punkt #5.

Ein Mind-Map ist die übersichtliche grafische Darstellung deines Wissens zu einem bestimmten Text oder Thema.

Es hilft dir selber, dich an den gesamten Text zu erinnern.

Und es zeigt allen anderen, worum es in dem Text geht, ohne dass sie den Ausgangstext selber lesen müssen.

Auch wichtig:

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Zusammenfassung: Das Leseverstehen trainieren

Mit diesen kurzen aber sehr effektiven Maßnahmen kannst du das Leseverstehen deines Kindes in wenigen Wochen massiv erhöhen.

Nutze dafür auch das, was du über den Lernytp deines Kindes weißt bzw. hier nachlesen kannst.

Du und dein Kind werdet schnell merken, wie auch das Verständnis für komplexere Texte und die Geschwindigkeit des Lesens mit diesen einfachen Methoden gesteigert werden kann.

Das Wichtigste bei allen Maßnahmen zur Steigerung des Leseverständnisses ist:

Dein Kind wird schnell auch bessere Noten in den Klassenarbeiten und Tests schreiben.

Es hat sich nämlich gelernt:

  • Zusammenhänge zu erkennen,
  • das Wichtigste herauszufiltern,
  • mit Stift und Papier zu lesen und
  • sich laufend Notizen zu machen.