Eltern-Tipps

Rechenregeln: Formeln zur Prozentrechnung + Lösung mit Dreisatz

Viele Schüler tun sich schwer mit dem Lösen von Prozentrechnungen. Dabei ist es wichtig, diese mathematische Fertigkeit zu beherrschen, weil sie uns nicht nur im täglichen Leben hilft, sondern auch beispielsweise in Einstellungstest häufig als bekannt und beherrscht vorausgesetzt wird.

Prozentrechnungen kann man anhand einer von drei Formeln lösen oder auf den sogenannten Dreisatz zurückgreifen.
In diesem Übersichtsblatt seht ihr, wie man das bewerkstelligen kann.

Prozentrechnung  Merkblatt
Hier gibt es die Datei als pdf zum Ausdrucken und Lernen:

Prozentrechnung  Merkblatt

Was kommt nach der Grundschule? Teil 4: Die Gesamtschule

Die Gesamtschule ist eine Mischform aus allen drei Schultypen. In Nordrhein-Westfalen erhalten alle Grundschulkinder neben einer der drei anderen Schulformempfehlungen immer auch die Empfehlung für die Gesamtschule, so dass diese Schulform grundsätzlich allen Kindern offensteht, unabhängig von deren Zeugnisnoten.

Die folgenden Informationen über das Prinzip der Gesamtschule können Sie beim Bildungsportal NRW nachlesen:

http://www.schulministerium.nrw.de/docs/Schulsystem/Schulformen/Gesamtschule/index.html

Die Gesamtschule ist eine Schule des längeren gemeinsamen Lernens. Sie arbeitet mit Kindern und Jugendlichen aller Leistungsstärken und hält Laufbahnentscheidungen möglichst lange offen. An der Gesamtschule können alle Abschlüsse der Sekundarstufe I erreicht werden, die auch an der Hauptschule, der Realschule und dem Gymnasium erworben werden.

Die Gesamtschule umfasst in der Sekundarstufe I die Klassen 5 bis 10 und in der Sekundarstufe II (gymnasiale Oberstufe) die Jahrgangsstufen 11 bis 13. Bei guten Leistungen können die Schülerinnen und Schüler ggf. direkt in die Jahrgangsstufe 12 wechseln. In die Klassen 6 bis 9 gehen die Schülerinnen und Schüler jeweils ohne Versetzung über.

Unterrichtsfächer

Der Unterricht im Pflichtbereich wird in folgenden Fächern bzw. Lernbereichen erteilt:
Deutsch
Gesellschaftslehre (Erdkunde, Geschichte, Politik)    
Englisch
ggf. zweite Fremdsprache
Mathematik
Naturwissenschaften (Biologie, Chemie, Physik)
Arbeitslehre (Technik/Wirtschaft/Hauswirtschaft)
Musik/Kunst
Religionslehre
Sport

Wahlpflichtunterricht
In der Klasse 6 setzen die Schülerinnen und Schüler erste individuelle Schwerpunkte, indem sie zusätzlich ein weiteres Fach wählen. Dieser Wahlpflichtunterricht umfasst eine zweite moderne Fremdsprache oder Latein, Arbeitslehre (Technik, Wirtschaft, Hauswirtschaft) und Naturwissenschaften. Zusätzlich kann die Schule den Lernbereich Darstellen und Gestalten anbieten.

Ab Klasse 8 wird eine weitere Fremdsprache als zweite oder dritte Fremdsprache angeboten.

Bis zur Klasse 10 können die Jugendlichen bei entsprechender Leistung zwischen Grund- und Erweiterungsebene wechseln, in der Regel zu Beginn des Schuljahres.

Fester Bestandteil des Unterrichtsangebots sind die so genannten Ergänzungsstunden. Sie dienen vor allem der Förderung in den Fächern Deutsch, Mathematik, in den Fremdsprachen, im Lernbereich Naturwissenschaften und in dem Fach des Wahlpflichtunterrichts.

Abschlüsse
In der Gesamtschule können alle Abschlüsse der Sekundarstufe I erworben werden:
der Hauptschulabschluss
der Hauptschulabschluss nach Klasse 10
der mittlere Schulabschluss (Fachoberschulreife) nach Klasse 10.

Voraussetzung für den Erwerb des mittleren Schulabschlusses (Fachoberschulreife) sind mindestens ausreichende Leistungen in zwei Fächern auf der Erweiterungsebene und im Fach des Wahlpflichtunterrichts, befriedigende Leistungen  auf der Grundebene, zweimal befriedigende und im Übrigen ausreichende Leistungen in den anderen Fächern.
Dieser Abschluss beinhaltet die Berechtigung zum Besuch der gymnasialen Oberstufe des Gymnasiums, der Gesamtschule oder entsprechender vollzeitschulischer Bildungsgänge des Berufskollegs, wenn die Leistungen in drei Fächern auf der Erweiterungsebene und im Fach des Wahlpflichtunterrichts und in den übrigen Fächern mindestens  befriedigend und im Grundkurs mindestens gut sind.

Gymnasiale Oberstufe
Die gymnasiale Oberstufe setzt den Bildungsgang der Klassen 5 bis 10 fort.
Es gibt eine einheitliche gymnasiale Oberstufe an Gesamtschulen und Gymnasien.

Schlüsselqualifikation – Was ist das eigentlich?

Erwachsene sagen ja oft: Für das Leben lernst du. Und auch wenn Schüler das nicht immer glauben wollen, stimmmt es doch in einem entscheidenen Bereich unseres Lebens: der Arbeitswelt.

Irgendwann ist es für jeden so weit: Die Schule ist beendet, das Studium abgeschlossen und nun heißt es, hinaus in die große Welt und sich einen Beruf suchen. Dabei hört man immer wieder von so genannten „Schlüsselqualifikationen“. Diesen Begriff kann man am ehesten als Fähigkeiten umschreiben, die dir helfen, in der Arbeitswelt erfolgreich zu sein.
Und genau hier heißt es aufhorchen, denn natürlich ist es zu spät, wenn man erst mit dem Abschlusszeugnis beginnt, sich diese geforderten Qualifikationen anzueignen. Das, was Arbeitsgeber darunter verstehen und von ihren Angestellten erwarten, sind nämlich alles Eigenschaften, die uns allen das Miteinander erleichtern und die man bequem und fast nebenbei in der Schule trainieren kann.

Grob kann man diese in die Gruppe der fachlichen Qualifikationen und der sozialen Qualifikationen einteilen.

Fachliche Qualifikationen, die du schon in der Schule trainieren kannst:

  • Beherrsche deine Muttersprache – Deutsch! – so gut es geht in Wort und Schrift.

Hier kannst du, auch schon in Klassenarbeiten, aber erst recht beim potentiellen Arbeitgeber um so mehr punkten, je weniger Fehler du machst. Drei-Wort-Sätze oder ein sehr geringer Wortschatz werfen dich fast immer aus dem Rennen um die begehrte Arbeitsstelle.
Deswegen: Korrigiere deine Fehler, lies viel und sprich ein korrektes Deutsch.

  • Beherrsche die Grundrechenarten fehlerfrei.

Hierzu zählen natürlich alle Rechenoperationen, die du in der Grundschule gelernt hast, aber auch Prozentrechnung, Dreisatz oder Bruchrechnung.
Deswegen: Gewöhne dir an, so viel wie möglich im Kopf zu rechnen, zum Beispiel beim Einkaufen. Falls du vieles vergessen hast, wiederhole diese Grundfertigkeiten, denn sie gehören zum Allgemeinwissen und du schadest dir immer nur selber, wenn du schwach darin bist.

  • Vernachlässige die Fremdsprachen nicht.

Wenigstens Englisch als Weltsprache, mit der du überall weiter kommst, solltest du so gründlich wie möglich während deiner Schulzeit erlernen. Fast alle Unternehmen sind heute in vielen anderen Ländern tätig und erwarten von ihren Mitarbeitern grundlegende Kenntnisse.
Deswegen: Lerne die Vokabeln, wiederhole sie, schaue dir englische (oder spanische oder französische) Filme im Original an, lies Zeitungen in der Fremdsprache und scheue nicht davor zurück, einen Fremdsprachenkurs zu belegen, falls du in deinen „jungen Jahren“ zu großzügig mit dem Lernen warst.

  • Nutze den Computer für mehr als nur Spiele oder Videos.

Du wirst vielleicht lächeln und meinen, du beherrschst ihn perfekt, da du ihn seit deiner Kindergartenzeit kennst. Tatsächlich bestehen erhebliche Defizite und viele Schüler scheitern schon an einer Seitenformatierung geschweige denn, dass sie eine Tabellenkalkulation oder eine Präsentation erarbeiten könnten. Aber ohne PC läuft in den Betrieben heute fast nichts mehr.
Deswegen: Nutze die vielen Tools, die sich im Internet zu sehr vielen Themen finden. Lerne die grundlegenden Formatierungsregeln für Geschäftsbriefe kennen oder gestalte einen kleinen Reiseprospekt.

Soziale Qualifikationen, die du schon in der Schule trainieren kannst:

  • Achte auf deine Umgangsformen und dein Verhalten anderen gegenüber.

Vielleicht merkst du ja selber, wie unfreundlich oder rüpelhaft ihr miteinander umgeht. Da wird geschubst, laut durch die Klasse gebrüllt, Taschen werden versteckt und Türen vor der Nase zugeschlagen. Das mag bis zu einem gewissen Alter ganz witzig sein. Aber im Berufsleben hast du damit keine Chance. Damit du aber aufmerksam und höflich sein kannst, ist es wichtig, ein solches Verhalten früh zu trainieren, sonst erscheint dir dein sehr kumpelhaftes Verhalten als normal – was es aber nicht ist.
Deswegen: Grüße jeden, den du kennst; halte anderen die Türe auf; biete deinen Sitzplatz an; bedanke dich; benutze keine abfälligen Worte; zeige Erwachsenen Respekt.

  • Entwickle deine Ordnung, Sauberkeit und Sorgfalt.

Du musst nur in deine Hefte schauen, um zu sehen, wie es damit bei dir bestellt ist. Vielleicht meinst du, Ordnung und Sorgfalt sei spießig. Dann lass dir gesagt sein, dass kein Betrieb auf Dauer funktionieren würde, wenn niemand seinen Arbeitsplatz aufräumen würde oder sorgfältig und fehlerfrei einen Kostenvoranschlag für den Bau eines Hauses abgeben würde.
Deswegen: Schreibe sauber; hefte deine Blätter ab; gehe sorgfältig mit deinen Büchern um; halte dein Zimmer aufgeräumt; iss und trink nicht, während du Hausaufgaben machst.

  • Sei ein Team-Player.

Teamarbeit wird groß geschrieben. Jeder, der irgendwie mit einem anderen zusammen arbeitet, ist automatisch ein Mitglied des Teams, der Mannschaft. Du kennst das vom Fußballspiel: Nur wenn die Spieler sich gegenseitig den Ball zuspielen, sich abgesprochen haben, sich beobachten und unterstützen, spielen sie erfolgreich. Jemand, dem nur sein eigener Ruhm wichtig ist, mag vielleicht ab und an im Alleingang ein Tor erzielen, aber er kann unmöglich so gut sein, das jedes Mal zu schaffen.
Deswegen: Nutze die Gelegenheit, andere zu unterstützen und zu fördern. Lasse die Meinungen anderer gelten. Akzeptiere Ideen, die besser sind als deine.

  • Entwickle deine Selbständigkeit und Ausdauer.

Ich beobachte immer wieder, wie Schüler abwarten, von mir Anweisungen zu erhalten, zum Beispiel, die Sachen aus der Tasche zu holen oder das Mäppchen auf den Tisch zu legen. Ja, selbst bei solch kleinen Dingen fehlt es häufig an Selbständigkeit. Ein Arbeitgeber erwartet aber, dass du weißt, welche Schritte notwendig sind, um eine Aufgabe zu erledigen und er kann nicht ständig neben dir stehen und dir Input geben.
Und wenn du an einer Aufgabe arbeitest, ist es wichtig, alles zu geben. Viele Schüler bemühen sich überhaupt nicht, ausführliche Antworten zu geben. Du kennst das sicher, dass eine Frage fünf Zeilen lang ist und deine Antwort gerade mal zwei Zeilen hat. Du hast die Aufgabe erledigt, um sie zu erledigen, aber du hast nichts investiert, hast die impliziten Fragen nicht beachtet und wolltest nur so schnell wie möglich etwas anderes machen. Das geht fast immer auf Kosten der Qualität. Ein Handwerker, der so arbeiten würde, bekäme zum einen Stress mit dem Kunden und zum zweiten mit seinem Chef.
Deswegen: Gerade Routineaufgaben solltest du erledigen, ohne auf den Startschuss zu warten. Gib umfassende und viele Aspekte berücksichtigende Antworten auf Fragen im Deutsch- oder Englischunterricht. Versuche im Sportunterricht noch eine Runde mehr zu laufen als beim letzten Mal.

Englisch lernen und dabei Reis spenden

Reisfeld

Eine sehr schöne und abwechslungsreiche Seite, um jederzeit seine Englischkenntnise aufzufrischen ist:

http://freerice.com/#/english-vocabulary/2366

Das funktioniert so: „If you get it right, you get a harder question. If you get it wrong, you get an easier question.“
Das bedeutet, das Programm bemerkt, wenn das Level zu hoch oder zu niedrig ist und passt die abgefragten Wörter an.

Das Schöne dabei: Mit jedem richtig gefunden Wort spendiert die Gesellschaft 10 Reiskörner an bedürftige Menschen der Dritten Welt.

Eine wirklich tolle Sache für alle Beteiligten!

Das überstehe ich nicht! – Tipps für die mündliche Prüfung

Bei fast allen Schülern ist sie bekannt und gefürchtet: die mündliche Prüfung. Dies sind die häufigsten Gründe für eine solche Prüfung:

  • 4. Abiturfach als mündliches Prüfungsfach
  • deutliche Abweichung von der Vornote in einem schriftlichen Prüfungsfach
  • bei einer Nachprüfung
  • als Ersatz für eine Klassenarbeit in der Fremdsprache

Wie kannst du dich in der Prüfungssituation selbstsicher verhalten und so eine gute Note erzielen?

Mache dir klar, dass eine mündliche Prüfung keine „Strafe“ ist, sondern die Chance, im direkten Gespräch mit dem Lehrer mehr zu zeigen, als in einer Klassenarbeit möglich ist.
Deswegen: Denke laut, zeige dem Lehrer, welche Überlegungen du anstellst, um ihm so die Möglichkeit zu geben,  helfend und korrigierend einzugreifen, wenn du auf die falsche Fährte gerätst. Du musst keine fertigen Ergebnisse liefern, sondern in der Situation mit deinem Hintergrundwissen und deiner Kombinationsfähigkeit punkten.

Wenn dir eine Frage gestellt wurde, schweige nicht, sondern gib dem Lehrer ein Feedback, dass du die Frage gehört und verstanden hast. Das Wiederholen der Frage gibt dir auch selber die Möglichkeit, dich auf das Wesentliche zu konzentrieren und nicht am Thema vorbei zu reden.

Wenn du gar keine oder nur wenig zur Beantwortung einer Frage weißt, gib das lieber offen zu als zu schweigen. Oftmals kann der Prüfer dir dann durch zusätzliche, unterstützende Fragen doch noch zu einer Beantwortung verhelfen. Achte dabei auch auf die Körpersprache des Lehrers: auf ein überraschendes Hochziehen der Augenbrauen oder auf ein bekräftigendes Nicken; so weißt du, dass du entweder auf dem richtigen Weg bist oder du kannst dich korrigieren.

Schäme dich nicht für deine Nervosität. Wir alle – ja, auch der Lehrer!- haben solche Prüfungen durchgemacht und sie überlebt. Gib ruhig zu, dass dir der Kopf schwirrt und du ziemlich fertig mit den Nerven bist, aber erwarte kein Mitleid, wenn du deine fehlende Vorbereitung auf diese Prüfung mit Nervosität entschuldigen willst.

Obwohl dir die Zeit unendlich lange vorkommen mag – auch diese Prüfung geht irgendwann zu Ende. Deswegen brich auf keinen Fall die Prüfung vorzeitig ab, auch wenn sie, deinem Empfinden nach, katastrophal verläuft. Bei vielen löst sich die Anspannung in den letzten Minuten oder sie fühlen sich zunehmend sicherer und starten erst gegen Ende der Prüfungszeit richtig durch. Vergib dir diese Chance nicht.

 

Nachhilfe – Warum sie auch zum Schuljahresende noch sinnvoll ist

Nach den blauen Briefen und den Elternsprechtagen hat nun definitiv die letzte Phase des Schuljahres angefangen. So manche Eltern fragen sich, ob es noch Sinn macht, ihrem Kind Unterstützung in Form von zum Beispiel Nachhilfe anzubieten. Hier muss ich ein ganz klares Ja postulieren!

So wie es mit dem Beginnen von Sport, gesünderer Ernährung oder einer Fortbildung nie zu spät ist, kann es auch nie zu spät sein, seine schulischen Leistungen zu verbessern.

Man darf natürlich keine Wunder erwarten. Wenn ein Schüler/ eine Schülerin in allen Klassenarbeiten wacklige Vieren geschrieben hat und nur noch zwei  Wochen Zeit hat, sich auf die letzte Arbeit vorzubereiten, kann auch Nachhilfe selten eine Drei herbei zaubern, dafür bauen die Themen zu sehr aufeinander auf. Doch alleine das Gefühl, jemanden zu haben, den man fragen kann, der einem klare Richtungen aufzeigt und weiß, was in welcher Reihenfolge zu lernen ist, kann unglaublich erleichternd sein.

Wenn jedoch Eltern und Schüler die Problematik weiterhin vor sich herschieben und auf das nächste Schuljahr vertagen, werden wir, so sind wir Menschen nun mal, wieder nichts ändern. Denn was tun wir, wenn etwas Neues beginnt? Wir warten zunächst ab. Wir orientieren uns, wir sagen, war doch nur die erste Arbeit, bei der nächsten wird alles besser – und befinden uns schon wieder im dem Teufelskreis von Nicht-Handeln, von Verdrängung oder Beschwichtigung und von Hoffnung auf ein Wunder.

Sinnvoller ist es, erst gar keine Lücken entstehen zu lassen und, wenn sich welche aufgetan haben, sich sofort daran zu machen, diese wieder zu schließen.
Wenn Sie als Eltern also erst jetzt, zum baldigen Ende des Schuljahres, erkannt haben, dass Handlungsbedarf besteht, handeln sie einfach! Für gute Nachhilfe ist es nie zu spät.

 

Glückliche Kinder – Familie und Freunde verhelfen dazu

Sicher haben Sie das Ergebnis und die anschließenden Diskussionen zum „UNICEF-Bericht zur Lage der Kinder in Industrieländern 2013“ gelesen.

Hier finden Sie eine Zusammenfassung:
http://www.unicef.de/fileadmin/content_media/projekte/Themen/Kinderrechte/UNICEF-Berichte/UNICEF-Info_zur_Lage_der_Kinder_in_Industrielaendern_2013.pdf

Auch ich habe mich natürlich gefragt, wie es sein kann, dass in einem Land, in dem wir alle doch meinen, alles zu haben, alles kaufen zu können, überall hinfahren zu können, unglückliche Kinder leben. Ich bin nicht der Meinung, dass man das Ergebnis – wie man in vielen Diskussionen nachlesen konnte – überwiegend der Schule und dem Schulstress „in die Schuhe schieben“ kann.

Sicher ist es richtig, dass die Schüler von heute eine wesentlich längere Schulwoche haben, als die Generation ihrer Eltern. Doch es kommt nicht immer darauf an, wieviel freie Zeit man hat, sondern was man daraus macht, wie man sie mit Freude, Sinn und dem Miteinander füllt.

Wie ich zum Beispiel in diesem Artikel geschrieben haben http://die-lernlotsen.blog.de/2013/03/01/eltern-gute-nachhilfelehrer-kinder-15579588/,  sehnen sich Kinder nach mehr als materiellen Dingen.

Besonders junge Schüler brauchen ausreichend Zeit mit Eltern, Geschwister, Freunden und auch Verwandten, um ein Gefühl des Miteinanders und des Vertrauens zu entwickeln. Nur jemand, der sich seiner Familie nicht zugehörig fühlt, kann sich unzufrieden oder gar unglücklich fühlen.
Deswegen ist es wichtig, familiäre Rituale, gemeinsame Aktivitäten und vertrauliche Gespräche zu einem festen Bestandteil des Familienlebens zu machen.

Daneben darf man nicht vergessen, dass Kinder alles aufsaugen wie ein Schwamm. Damit meine ich, dass sie sehr feine Antennen dafür haben, wie sich ihre Familienmitglieder fühlen. Wenn sie mitanhören müssen, dass Mutter oder Vater Angst haben, den Job zu verlieren, dass sie über dies und jenes schimpfen und ihren Ärger nach Hause bringen, bleibt dies nicht ohne Wirkung auf die Kinder. Kinder fühlen sich dann wohl, wenn sich auch die anderen Familienmitglieder wohlfühlen.
Deswegen ist es besser, Kinderohren nicht mit den eigenen Ängsten und Sorgen zu belasten.

Kinder

Freundschaften und Beziehungen außerhalb der Schule zu pflegen, verhilft Kindern ebenfalls dazu, sich zugehörig und sicher zu fühlen. Wichtig finde ich allerdings, echte Freundschaften mit echten Menschen zu pflegen und das Simsen, Chatten, Twittern, Facebooken usw. auf ein Minimum zu beschränken. In sozialen Netzwerken kann man sich zwar von seiner Schokoladenseite zeigen und sich vielleicht sogar über die 1000ste Freundschaftanfrage freuen – aber Vertrauen lässt sich dadurch sicher nicht aufbauen.
Deswegen richten Sie regelmäßige Treffen, Ausflüge oder Einladungen mit den Freunden Ihrer Kinder ein.

 

Halbjahreszeugnisse – Ursachen klären und Maßnahmen ergreifen

Nun sind sie da, die Halbjahreszeugnisse, und manche Eltern müssen der Wahrheit ins Gesicht schauen: Ihr Kind hat wohl größere Probleme in der Schule, denn die Zeugnisnoten entsprechen nicht dem, was sie sich vorgestellt haben. Natürlich ist es wichtig zu berücksichtigen, weswegen die Noten möglicherweise abgerutscht sind: Gab es einen Schulwechsel? War das Kind öfter krank? Hat es im familiären Umfeld Probleme gegeben? Obwohl es also verschiedene Punkte zu berücksichtigen gibt, rate ich Eltern, nicht allzu lange zu warten, um Maßnahmen zu ergreifen, seiner Tochter oder seinem Sohn zu helfen.

Zunächst sollte man sich die Zeugnisnoten jedoch genauer ansehen: Finden sich  die schlechten Noten eher in den Nebenfächern? Dann handelt es sich meistens um fehlende mündliche Mitarbeit. In den Nebenfächern werden nur sporadisch Tests geschrieben, so dass sich hier die Gesamtnote zu einem sehr großen Teil aus den Beiträgen im Unterricht zusammensetzt. Tipps, die mündliche Mitarbeit zu verbessern, können Sie in diesem älteren Artikel nachlesen:
http://die-lernlotsen.blog.de/2012/02/16/hilfe-kind-meldet-12777706/

Finden sich die schlechten Noten in den Hauptfächern? Dann bedeutet das meist, dass der Schüler/ die Schülerin in den Klassenarbeiten nicht zeigen konnte, dass er oder sie das Thema verstanden hat. Das kann daran liegen, dass sie sich falsch oder nicht ausreichend auf die Arbeiten vorbereitet haben.Viele Schüler glauben beispielsweise, dass es genügt, sich neue Vokabeln einmal durchzulesen. Oder sie meinen, wenn sie zwei Aufgaben zur Bruchrechnung richtig gelöst haben, bedeute das automatisch, dass sie auch umfangreichere Aufgabenstellungen problemlos rechnen können. Viele Schüler überschätzen oft ihren Wissensstand.

Schlechte Noten in den Hauptfächern können aber auch auf länger zurückliegende Lücken schließen lassen und darauf hinweisen, dass sämtliche Themen des letzten Halbjahres und möglicherweise auch des Schuljahres davor nicht verstanden wurden. Viele Themen bauen nämlich aufeinander auf. Wenn im Deutschunterricht die Kommaregeln besprochen wurden, erwartet der Lehrer natürlich auch in den nächsten Klassenarbeiten zu Recht, dass die Regeln auch weiterhin von den Schülern angewendet werden. Viele Schüler machen den Fehler zu meinen, bloß für die nächste Arbeit lernen zu müssen. Ist sie vorbei, atmen sie auf, dass die Note einigermaßen zufriedenstellend ausgefallen ist und glauben dann, das behandelte Thema nun vergessen zu dürfen.

Wenn Ihr Kind bisher keine Unterstützung zur Vorbereitung auf Klassenarbeiten erhalten hat, macht es jetzt Sinn, darüber nachzudenken wie und durch wen Ihr Kind Hilfe bekommen soll. Diese Hilfe kann im weitesten Sinne unter Nachhilfe zusammen gefasst werden.

Nachhilfe kann durch ältere Geschwister, Nachbarn, Mitschüler, private oder gewerbliche Anbieter geleistet werden. Ziel sollte es sein, zum einen die Themen der zurück liegenden Monate aufzubereiten; zum anderen sollten in den  Nachhilfestunden unterrichtsbegleitend die nächsten Themen des jeweiligen Faches erklärt und vertieft werden.

Bei der Auswahl, wer  demnächst Ihr Kind unterstützen soll,  sollten Sie auf Qualität und eine gute Ausbildung achten. Schließlich geht es um die Zukunft Ihres Kindes. Am falschen Ende zu sparen, könnte sich als Hindernis herausstellen.

 

Zungenbrecher – Spaß und Übung in einem

Kinder mögen Zungenbrecher. Sie bringen den Sprecher nämlich oft dazu, ungewollt bestimmte Wörter auszusprechen. Auf der anderen Seite benutzen sie aber viele professionelle Sprecher, um ihre Artikulation und Aussprache zu schulen.

Aus beiden Gründen – Spaß und Verbesserung der Aussprache – setze ich sie ab und an in meinem Unterricht ein und habe schon ganz gute Erfolge damit erzielt.

Viel Spaß beim Nachsprechen!

fun

  • Fischers Fritz fischt frische Fische, frische Fische fischt Fischers Fritz.
  • Der dicke Dachdecker deckt Dir Dein Dach, drum dank dem dicken Dachdecker, dass der dicke Dachdecker Dir Dein Dach deckte.
  • Dreihundertdreiunddreißig Reiter ritten dreihundertdreiunddreißig mal um das große runde Rastenburger Rathaus.
  • Hätte Hänschen Hans Holz hacken hören, hätte Hänschen Hans Holz hacken helfen.
  • Hundert hurtige Hunde hetzen hinter hundert hurtigen Hasen her.
  • Wenn hinter Fliegen Fliegen fliegen, fliegen Fliegen Fliegen nach.
  • Wenn hinter Robben Robben robben, robben Robben Robben nach.
  • Klaus Knopf liebt Knödel, Klöße, Klöpse. Knödel, Klöße, Klöpse liebt Klaus Knopf.
  • Klitzekleine Kinder können keinen Kirschkern knacken.
  • Kluge kleine Kinder kaufen keine kleinen Kleiderknöpfe.
  • Kleine Katzen und kleine Kinder kugeln gern mit Kugeln und Klinkern.
  • Kleine Nussknacker knacken knackig. Knackiger knacken große Nussknacker.
  • Montags macht mir meine muntere Mutter mittags meistens Mus.
  • Mama mag morgens meistens Milch mit Marmelade mampfen.
  • Ein sehr schwer sehr schnell zu sprechender Spruch ist ein Schnellsprechspruch.
  • Schmalspurbahnschienen sind schmaler als Breitspurbahnschienen.
  • Selten ess ich Essig; ess ich Essig, ess ich Essig mit Salat.
  • Sieben Schneeschaufler schaufeln sieben Schaufeln Schnee.
  • Ein Stachelschwein, ein Stachelschwein, das muss ein Schwein mit Stacheln sein, doch hat es keine Stachelein, so ist es auch kein Stachelschwein.
  • Tuten tut der Nachtwächter. Und wenn er genug getutet hat, tut er seine Tute wieder in den Tutkasten rein.
  • Um Ulm und um Ulm herum.
  • Wenige wissen, wie viel man wissen muss, um zu wissen, wie wenig man weiß.
  • Wer nichts weiß und weiß, dass er nichts weiß, weiß mehr als der, der nichts weiß und nicht weiß, dass er nichts weiß.
  • Zwischen zwei Zwetschgenzweigen zwitschern zwei zwitschernde Schwalben.
  • Zehn Ziegen ziehen zehn Zentner Zement zum Zahnarzt zum Zementieren zerbrochener Zähne.
  • Zwanzig Zwerge zeigen Handstand, zehn im Wandschrank, zehn am Sandstrand.
  • Zwischen zwei spitzen Steinen saßen zwei zischelnde Zischelschlangen und zischten.

So gelingt ein guter Start ins neue Schuljahr

Mögliche Probleme, unzufriedene Noten oder Auseinandersetzungen im letzten Schuljahr sind vergessen, die Ferien liegen schon wieder weit zurück und wir schauen gespannt in die Zukunft und ins neue Schuljahr. Vieles soll anders werden, vieles soll besser werden. Es ist wie mit dem Start ins neue Jahr: Zu Silvester sind wir alle ganz eupohorisch, voller Tatendrang nehmen wir uns neue Ziele vor oder wollen alte Laster ablegen – nur um dann schon nach wenigen Tagen wieder in den alten Trott zu verfallen und am Ende dieses hoffnungsvollen Jahres festzustellen, dass wir eigentlich viel zu wenig umgesetzt haben.

Auch bei Schülern und deren Eltern beobachte ich diese Euphorie zu Beginn eines neuen Schuljahrs. Man ist gut erholt, die Sonne scheint und alles scheint doch ganz einfach zu sein. Um diesen Tatendrang, diese Motivation auch weit ins neue Schuljahr zu retten, ist es sinnvoll, einige Regeln zu beachten.

Zunächst einmal sollte man nicht die Tücken unseres Kurzzeitgedächtnisses unterschätzen. Viel zu schnell nämlich vergessen wir einfach, welche Ziele oder Vorgaben wir uns gesetzt haben. Deswegen macht es Sinn, diese Ziele aufzuschreiben und gut sichtbar zum Beispiel über dem Schreibtisch aufzuhängen. Je nach Alter Ihres Kindes kann es diese Ziele selbständig oder mit Ihrer Hilfe formulieren. Wann immer Ihr Kind ein Ziel erreicht hat, macht es ein Häkchen daneben und freut sich, dass es durchgehalten hat.

Wichtig finde ich auch, mit der Durchsetzung der Ziele nach Möglichkeit zügig anzufangen. Geht es zum Beispiel darum, die mündliche Mitarbeit zu stärken, sollte der Schüler/ die Schülerin von der ersten Schulstunde an mit der Umsetzung beginnen und nicht warten, bis das „richtige“ Thema kommt – denn das kommt möglicherweise nie. Die Gefahr besteht nämlich, doch wieder in den alten Trott zu fallen und viel zu lange zu brauchen, um über den eigenen Schatten zu springen.

Die Liste mit den Zielen, die der Schüler im Laufe des Schuljahres erreichen möchte, sollte immer wieder bearbeitet und eventuell ergänzt oder korrigiert werden. Dies ist umso wichtiger, wenn die Motivation nachlässt oder es Rückschläge gibt. Wir alle hoffen und erwarten, ein Ziel immer „sofort“ zu erreichen, das heißt, die nächste Klassenarbeit muss „sofort“ besser sein als die letzte oder die Sportnote muss „sofort“ deutlich besser sein. Dies gelingt zwar manchmal, realistischer ist es aber, das es Zeit braucht, um aus einer mittelmäßigen Note eine gute zu machen oder aus einem langsamen Läufer einen schnellen.

Nur wenige Schüler schaffen es, sich immer wieder selber zu motivieren und am Ball zu bleiben. Hier brauchen sie die Hilfe von uns Erwachsenen. Unterstützen Sie Ihr Kind darin, nicht aufzugeben, nach vorne zu schauen und das große Bild im Auge zu behalten, sprich: Wenn sich eine Schülerin vorgenommen hat, wöchentlich Vokabeln zu lernen und dies eine Woche nicht tut, ist das kein Beinbruch. Hier gilt es aber, wieder auf die Zielgerade zurückzufinden und eben nicht das Nicht-Lernen schleifen zu lassen.